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pedro

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Hallo,

pedro am Apparat.

Hab was entdeckt: Arcsoft (die koreanische Firma, die spp entwickelt hat) hat ein sogenanntes "PhotoStudio Darkroom 2" auf den Markt gebracht.

Eine Testversion kann hier geladen werden (Link wieder zusammenbauen, ist lang)
http://www.arcsoft.com/public/software_title.asp?ProductID=431&dyContent=LANG_DOWNLOAD#submenu, die kann allerdings die Bilder nur auf ein 16tel Größe exportieren. Die Software sieht edel aus und lädt einen ganzen Haufen RAW-Datei-Arten inklusive x3f.

Ehrlich gesagt: Nach einem kurzen Test sieht das Ding für mich aus wie ssp hoch 3. Die Einstellungsmöglichkeiten sind Wahnsinn und augenscheinlich steckt spp da drin. Guckt selber mal.

Falls ich was vergessen habe zu sagen, fragt hier nach. Ich werde antworten, soweit ich kann.

pedro zur Nacht
 
28.09.2009
#1

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Guest

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Telekomiker

Telekomiker

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Hallo Pedro,

danke für den Link.

Scheint sich um eine verbesserte Weiterentwicklung vom RAW PhotoStudio zu handeln, die Menüs sehen jedenfalls gleich aus, wenn auch RAW PhotoStudio etwas weniger Einstellmöglichkeiten hat.

Gruß

Harald
 

pedro

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schon Thema gewesen

Ja klar, habe ich mir schon gedacht. Gibt nichts Neues unter der Sonne. :rolleyes:

Für mich war es aber neu, bin ja erst seit kurzem Teilzeit-Fovianer und noch auf der Suche nach idealer x3f-Software.

Was mich beeindruckt hat, waren die sehr umfassenden Einstellungsmöglichkeiten, Bearbeitung von Teilbereichen schon in RAW, und natürlich die Qualität des Outputs. Es muss die gleiche Konvertierungs-Engine haben wie spp, allerdings noch um Einiges ausgebuffter.

pedro
 
RitterRunkel

RitterRunkel

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Ich habs auch mal ne Weile benutzt. Allerdings hatte ich nur die SD14. Dann kam der Punkt, an dem die DPs nicht unterstützt wurden, und dies ist glaube ich immer noch so!?

Ansonsten: Ja, das war mMn hinter SPP und noch vor ACR das beste Resultat. Ich mochte vor allem die Farben. Waren anders, teils natürlicher. Allerdings glaube ich nicht an dieselbe Engine. Ich bin hinsichtlich der Bildschärfung sehr sensibel. Und schon minimale Schärfungssäume an Linien und Kanten stoßen mir auf. Da gab es eine deutliche Differenz im Vergleich zu SPP, das gerne auch mal eine schwarze Linie vorm Himmel als schwarze Linie vorm Himmel darstellt - und nicht als schwarze Linie mit nem hauchdünnen hellen Saum zur Hervorhebung.
 

pedro

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Psd2

Was für mich interessant ist, dass dieses Programm auch aus anderen RAWs sehr gute Ergebnisse herausbringt. Die Tools, die die Kamerahersteller beilegen, sind (mit einer Ausnahme :rolleyes:) nicht so toll. Das gilt für Canon und für Sony. Jedenfalls meine Meinung. Und Adobe hat (auch meine Meinung) nun doch stark nachgelassen, sodass es sich nicht mehr so richtig lohnt, da zu investieren, wenn man es wegen des Workflows über Adobe-Programme nicht muss.
Wir haben viel Geld in Adobe-Programme investiert in der Vergangenheit, die zwar gut und verlässlich, aber eben auch umständlich zu bedienen sind. Die meisten davon haben immer noch ihren uralten Kern (z. B. PS, Illustrator).

Da schauen wir hier schon mal nach links und rechts, was es noch so alles gibt. Und da haben wir auch schon manches Schätzchen gefunden. Eine neue Zeit bricht an, sowohl bei den Kameras als auch bei der Software. ;)

Eine dp1 oder dp2 haben wir auch nicht und werden wir vermutlich auch nicht haben.

Nochmal zu PSD2: Die Möglichkeiten zur Feineinstellung sind wirklich ganz was Feines. Und was rauskommt, überzeugt mich. Aber wir fahren sowieso nie eingleisig. Im Zweifelsfall wird es anders gemacht. Außer wenn Stress ist. :rolleyes:

Ich achte mal auf die Halos.

Grüße

pedro
 

sigmacrazy

Guest
Hallo pedro,

kannst Du schon was zu der Bildverwaltung sagen?

Sigmacrazy Grüße
jens-uwe
 
Saturn

Saturn

Moderator
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Ich habe mir mal eben die Trial gesaugt und mit RPS verglichen.
Soweit fast identisch, lediglich die Pinsel fehlen.
Was mir bei beiden Programmen nicht gefällt, ist der Schärferegler.
In RPS fügt er unsägliches Rauschen hinzu, welches in SPP2.5 / 3.0 / 3.5 nicht ist.
RPS setze ich nicht mehr ein, hatte es damals über Foto-Koch gekauft
und war anfänglich begeistert.
 

pedro

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Bildverwaltung

Hmm, ich hoffe ich verstehe die Frage richtig. Du beziehst dich auf PSD2?

Hier ein bisschen mehr:

Das Programm habe ich inzwischen erworben, für 59 €, weil ich es über den US-Markt und mit einem Rabattcoupon, über den ich irgendwo im Netz gestolpert bin (weiß gar nicht wie) per Paypal gekauft habe. Dazu habe ich das Prog einfach aktiviert, dann ging es ganz schnell und die Seriennummer kam umgehend. So weit alles gut.

Ich habe es inzwischen mit ACR und PS (im Gespann) verglichen und muss sagen, PSD2 macht seine Sache gut (unter 400% Vergrößerung sehr ähnliche Ergebnisse gesehen). Bei diesem Test ging es aber erstmal um die Sony-Raw-Files, für die wir hier nur ACR oder IDC (von Sony) haben. IDC bringts nicht, ACR ist besser, aber fummelig. Scheint, dass PSD2 hier gut eingesetzt werden kann.
Noch zu testen sind natürlich Canon-Raw- und Sigma-Raw-Files, wobei ich schon sagen kann, dass PSD2 den Job mit den Sigma-Raw-Files recht gut macht, zumal man sich die Nachbearbeitung in PS sparen kann, weil PSD2 sehr viele Einstellungsmöglichkeiten an Bord hat. Seinen Vorteil scheint PSD2 bei ROT in X3Fs ausspielen zu können, da schlägt es sich besser als SPP3.5. Insgesamt ist SPP einen Tick besser, aber das kann für die Produktion in den meisten Fällen vernachlässigt werden. Druckmaschinen sind keine Pixelpeeper.

Soweit zum Verarbeitungsmodul.

Das dritte im Bunde ist ein Druckmodul. Senseless, obviously. Mal sehen, ob man damit überhaupt irgendwas bestellen kann.

So zur 'Bildverwaltung': Ein Browser, der sich immerhin besser merkt, was er gesehen hat als der von SPP, also ein wenig schneller. Sonst so eine Art Bridge, aber weniger mächtig. Wozu auch.
Ach ja, Bildverwaltung: PSD2 hat eine schöne Leiste unter dem Prozessfenster, in dem die zu bearbeitenden und bearbeiteten Files als Vorschau liegen, bis man sie löscht. Man kann da so 20 (oder mehr) Arbeiten liegen haben, die sich das Programm beim Schließen auch immer merkt. Ideal für mich, weil ich an RAW-Files oft mehrere Tage, immer wieder rumschnitze. Das würde ich daran Bildverwaltung nennen.

Mir ist PSD2 irgendwie sympathischer als Adobe-Lightroom (dies hier heißt Darkroom und ist deutlich angelehnt), zumal es wesentlich weniger kostet. Auch was Gutes.

Eine gute Sache hat das Proggie für die, die Geld mit Bildverarbeitung verdienen: Es kann vollständig in PhotoPro-RGB arbeiten. Also mehr Ellbogenfreiheit für die Bildkneterei.

Was das jetzt irgendwie eine Antwort? Oder wenigstens unterhaltsam?

@Saturn: bei richtiger Anwendung kann ich an dem Schärfemodul nicht komisches finden. Es arbeitet ähnlich wie eine Unschärfemaske mit ganz kleinem Radius und wachsenden Prozenten. Aber eventuell reagiert es aggressiver als das in SPP.

Grüße

pedro
 

sigmacrazy

Guest
Hallo pedro,

Danke für Deinen unterhaltsamen ausführlichen Bericht und hab die Demo mir angesehen.

Gut finde ich das es sehr viele Hersteller unterstützt und die Oberfläche gut
geordnet ist. Die Bildverwaltung würde mir reichen.

Werd aber warten ob es preiswerter zu bekommen ist, im Moment klemmt es bei mir im Geldbeutel.


Vielen Dank für Deine Mühe.
 
frenk

frenk

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Hallo Pedro,

danke auch von mir für deinen Bericht!
Mich würde die Canon-Geschichte noch interessieren. Bin da recht unerfahren und suche den richtigen Workflow (den es nicht gibt), um einen vernünftigen Kompromiss aus wenig Rauschen und akzeptabler Schärfe bei solchen Bedingungen
http://www.bilderforum.de/showthread.php?t=785&referrerid=102 zu bekommen.
Mit Canons DPP musste ich da bisher eher alle Regler zurücknehmen, um in NeatImage oder PS überhaupt noch eine Chance zu haben.
Für Eignung für X3F und CR2 könnte ich über den Kauf von PSD2 nochmal nachdenken.

Viele Grüße
Frank.
 

pedro

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Scharfmacher

Grundsätzlich ist Schärfen immer ein Problem. Eventuell empfiehlt es sich da, auf die Schärfung (so verlockend das sein mag) bei der Konvertierung zu verzichten und dann in der Nachbearbeitung daran zu arbeiten.

Und: Es gibt viele Methoden der Schärfung, die ganz verschiedene Auswirkungen haben. Schon mal mit Hochpassfilter probiert?

Auch: Schärfe ist eine subjektive Empfindung ist, die auch von Kontrast, Sättigung und Farben abhängt. Nicht immer macht die scharfe Kante das Bild knackig.

pedro
 

pedro

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Vergleich: Schärfe in PSD2 und SPP

@sigmacrazy: preis. regulär kostet PSD2 auf dem deutschen Markt 99 €, über den US-Markt bekommst du es (wenn du es denn willst für 99 $). Wenn wer den Couponcode haben will, schicke sie/er mir eine Email, damit gehen vom Preis 20% runter, dann sind es so ~ 60 €. Kann aber nicht garantieren, dass der Couponcode nochmal funktioniert. Doch warum nicht versuchen, Versuch macht kluch.

@frenk: canon kommt sobald ich Zeit dafür habe, denn ich muss entsprechende Testbilder erstellen, alles geht da nicht. Irgendwann können wir auch noch einmal eine Diskussion um verschiedene Methoden der Schärfung lostreten, es sei denn, das ist alles schon bekannt. Dann wär es ja für die Katze.

So ein Test zum Schärferegler in PSD2. Die Schärfealgorithmen in PSD2 und SPP funktionieren komplett anders. Sagen wir es mal einfach: SPP schärft über Kontraste, was gänzlich harmonische Effekte erzeugt, aber begrenzt leistungsfähig ist, PSD2 zieht erst Kanten ein und verstärkt dann noch die Luminanzkontraste. Dieses Verfahren ist wesentlich aggressiver, zerstört aber die Bilder vom Foveon. Ich muss das noch mal genauer angucken, aber ich glaube, den Bildern von Bayer-Sensoren macht das weniger aus. Das ist also der Effekt, der SATURN beobachtet hat.

Der Effekt zeigt sich bei SPP auch im Histogramm, bei PSD2 ist nichts zu sehen. Entweder, weil sich da nichts bewegt, oder weil es nicht angezeigt wird.

Das heißt, SPP ist für Foveon-Daten besser, ist wie Schonwaschgang. Der Universalist PSD2 ist schon was gegen größeren Bayer-Schmutz. Also Vorsicht.

Anbei zwei Screenshots, ich glaube ihr werdet auch ohne Legende erkennen, welches Beispiel aus welchem Programm ist.

Das heißt aber nicht, dass PSD2 total sch.... ist. Wenn man z. B. ein jpg in SPP nachschärft, wird es krümelig, nicht so in PSD2.

Ich werde weiter testen. Bald mehr. :rolleyes:

Grüße

pedro

scr1.jpg scr2.jpg
 
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ultraprimel

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danke- wieder was gelernt. immer wieder schön zu sehen, daß man doch letzlich mit sigmas kostenlosem spp für foveon am besten bedient ist.
daß sich die unterschiede der foveon-datei bis hin zur schärfung ziehen, war mir bis dato noch gar nicht so aufgefallen.

deshalb: für große ausdrucke: wäre es dann also ratsam, die datei in spp maximal zu schärfen (soweit wie gewünscht) und in PS dann lediglich die fertige endgröße noch nachzuschärfen(minnimal?)

lg matthias
 
frenk

frenk

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Ich wollte mich auch nicht darüber Beklagen, dass zur du zur Canon noch nichts geschrieben hast. Es war eher ein Wunsch.
Vielen Dank, für deine Mühe, uns deine ausführlichen Testergebnisse nahezubringen.
Einen Thread zu unterschiedlichen Schärfungsmethoden fänd ich sehr spannend. Allerdings stelle ich ihn mir auch recht komplex vor, aufgrund der vielfältigen Kombinationen aus Motiv, Ausgangsmaterial, Zielmedium (z.B. großer Ausdruck, Foto, Monitor, Web), persönlichem Geschmack und so weiter. Aber ein Versuch wäre es wert. Es gibt zwar auch viele andere Informationsquellen, aber der "Dialog mit dem Erfahrenen" ist sehr effektiv und bequem zumindest für den Infoemfänger ;)

Frank.
 

pedro

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Scharfe Soße

Wie eigentlich nicht oft genug gesagt werden kann: Kommt aufs Bild an. Mir ist es inzwischen auch schon untergekommen, dass ein Bild aus der sd14 in ACR besser gedieh als in SPP. Und: du kannst mit Schärfung auch in SPP dein Bild versauen. Schon mal die feine Körnung in Weiß gehabt? Nicht so schön. Kommt aber nicht bei allen Bildern vor.

Im Grunde kann man sagen: Alle Programme mit einem Schärferegler mit Vorsicht genießen. Da ist mehr zu beachten und einen Universalscharfmacher gibt es nicht. Ich weiß jetzt nicht, wieviele Schärfemethoden ich anwende, ich denke, etwa eine Handvoll. Manche sind aufwendig und dauern sehr lange, sind aber für das Material sehr schonend, die schnelle Methoden eignen sich meistens nur für unproblematische Bilder. Ja gut, Zeit ist Geld und außer dem Fotografen schaut niemand so genau hin. Trotzdem nimmt auch das ungeschulte Auge irritierende, eigentlich unsichtbare Pixel wahr und fühlt sich damit unwohl. Fragst du, kann niemand sagen warum, aber es ist so.

Foveon-Bilder in SPP soweit nachschärfen, wie es keine Artefakte oder Störungen gibt, danach weitersehen.

Verwirrend, eh?

@frenk: Wir versuchen das mal. Demnächst hier irgendwo unter so einem Titel wie "Scharfe Sachen" oder so.

pedro
 

pedro

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Vergleich Schärfung von cr2-RAW in ACR-3.7 und PSD2

pedro am Rohr.

Hier eine kleine Vergleichs-Karte der Schärfung eines cr2-RAW-Files in Adobe-Camera-Raw-3.7 und PhotoStudio-Darkroom 2.

Mein Resümee: PSD2 fängt gleich besser an und zeigt besonders bei mittleren bis höheren Prozenten augenscheinlich bessere Ergebnisse. Bei 100% arbeitet der Algorithmus vom PSD2 aber um Einiges aggressiver als der von ACR-3.7.

Anbei eine Test-Chart, anhand derer man einige der gemachten Aussagen nachvollziehen kann. Aber denkt daran, dass sie komprimiert werden musste.

Ansonsten nehmen sich ACR-3.7 und PSD2 nicht viel. Das heißt, ich kann es für die Bearbeitung von CR2-RAWs durchaus empfehlen. (War das Konverterprogramm, das Canon mitliefert, nicht auch von Arcsoft?)

Solange es nur um die RAW-Konvertierung und begrenzte Nacharbeiten geht, ist PSD2 ein guter Ersatz für ACR. Nur dass ACR eben allein gar nichts ist und nur mit PS zusammen arbeitet.


Grüße an alle Interessierten

pedro

sharp-chart.jpg
 

Eyvindur

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Pedro

wann machst Du den Fred "Scharfe Sachen" auf ?

Würd mich durchaus interessieren wie Ihr die scharfen Sachen so hinzaubert, meinen Senf werd ich dann auch gerne dazu geben.
 

pedro

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scharfer Fred

Wahrscheinlich zwischen diesem und dem nächsten Auftrag, wenn sich nicht noch einer dazwischen schiebt. ;)

Grüße

pedro
 
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