Hallo Robert,
da muss ich dich korrigieren, es ist ne preisfrage, aber wenn man es sich leisten will und kann ist der sprung in die königsklasse des glases schon möglich!
und zwar ganz besonders mit den wirklich excellenten gläsern aus Oberkochen der firma Zeiss.
ich erlaube mir mal hier einen link zu posten:
http://en.conurus.com/sa.html
die firma conurus convertiert CONTAX-N optiken auf EF und SA
diese zeiss objektive wurden entweder in oberkochen, oder in japan produziert, und zwar in (meiner meinung nach) bisher kaum erreichter quallität.
das contax-n system war der versuch von contax in die welt der autofocus slr's einzusteigen.
die objektive haben zwar einen blendenring der dazu dient die blende "wie gewohnt" am objektiv einstellen zu können, jedoch steckt innendrin eine electronische springblende, die letztendlich von der kamera gesteuert wurde, und die am objektiv eingestellte blende wurde lediglich als digitale information an die kamera übergeben.
die optiken haben zudem einen wirklich sehr präzisen und schnellen autofocus. lassen sich aber auch komfortabel manuell fokussieren.
(hatte mal eine N1 in der hand und geriet sofort in begeisterung.)
die gläser haben die sprichwörtliche zeiss-oberkochen quallität, die mich vor 17 jahren an meiner damaligen contax 159mm schön in allerhöchste begeisterung versetzte.
jedenfalls convertiert die firma conorus die contax-n objektive vollständig unter bereitstellung aller funktionen auf EF und SA.
also mit korrekt arbeitender springblende, präzise und schnell arbeitendem autofocus. aber wie schon erwähnt - der umbau ist richtig teuer.
wenn ich das richtig verstanden habe dann setzt conorus eine platine mit einem selbst programmierten microcontroller ein der als "übersetzer" zwischen dem contax-n protocol und dem SA protocol dient.
das bajonett wird ausgetauscht, das auflagemass stimmt perfekt, die optiken werden von einer sd14 wie jedes andere originale SA objektiv erkannt.
....und ich fang hier gleich an zu sabbern
übrigens habe ich mein neu erworbenes sigma glas mittlerweile bekommen.
das sigma 28-70 2.8 aspherical.
die optik is wohl der vorgänger des 28-70 2,8 EX DG, aber im gegensatz zu dieser zu einem grossen teil sehr ordentlich in metall ausgeführt und nicht in plastik. was sich auf das gewicht niederschlägt. dennoch finde ich die haptik durchaus gelungen, das glas macht sich sehr gut an meiner sd9.
bei meinen ersten tests ist es mir nicht gelungen wirklich auffällige CA's zu provozieren. die optik scheint auch im gegensatz zu meinem 18-200 kaum zu verzeichnen. in diesen punkten bin ich echt begeistert.
weniger begeistert bin ich von der schärfe bei offenblende.
hier wirkt es sehr "weich".
bei 28mm erreicht es nach meinen ersten testaufnahmen seine maximale schrärfe erst ab blende 6.3 unschlagbahr isses ab blende 8.
voll gezoomt auf 70mm ist es erheblich schärfer, hier erreicht es bereits bei blende 5.6 eine in der focusebene eine schärfe die wirkt als hätte man sie mit einer rasierklinge gezogen. dagegen neigt es bei 70mm oberhalb von blende 16 zur beugungsunschärfe.
die bevorzugte brennweite der optik scheint etwa 55mm zu sein, hier isses bereits ab blende 4 sehr scharf.
zweifelsfrei ist die optik erheblich leistungsfähiger als alle anderen zoom objektive in meinem besitz, dennoch bin ich leider ein bisschen entteuscht. wenn ich mich an mein 50mm 1.7 zeiss planar erinnere das war zumindest in der focusebene bereits bei offenblende messerscharf.
aber der vergleich hinkt wohl auch ein bisschen, man kann nur selten hochwertige fesstbrennweiten mit zoom optiken vergleichen.
gruss - Hubert