Hilf mir zu leben

Diskutiere Hilf mir zu leben im Digitale Kunst Forum im Bereich Bildbesprechungen; Tja ich hab da mal was gebastelt. Ich möchte zunächst eigentlich nichts weiter zu dem Bild sagen. Was assoziiert ihr mit dem Bild?
  • Hilf mir zu leben Beitrag #1
Akecheta
Akecheta
Beiträge
1.413
Tja ich hab da mal was gebastelt. Ich möchte zunächst eigentlich nichts weiter zu dem Bild sagen. Was assoziiert ihr mit dem Bild?

comp__MG_7852-Bearbeitet-BearbeitetR.jpg
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #2
Ich antworte mal so wie ich es empfinde.
Der Titel riecht nach Tod und Verderben, das Bild hat für mich durch die Tonung eine Beerdigungsstimmung und der Rahmen gibt dem Bild den Rest.
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #3
Sehe ich ähnlich :D

Bei dem Titel hatte ich schon sowas wie einen Spendenaufruf erwartet :p
Die Tonung in Verbindung mit dem Rahmen wirken traurig obwohl das Kind fröhlich wirkt und herzhaft lacht :)

Bei dem (noch eingebauten) Wasserspiegel sollte man da jetzt etwa denken das Kind ertrinkt gerade ??? :eek:











Gruss
JAN
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #4
Wirkt düster, bedrohlich bzw. verstörend, da das Kind zwar lacht - was aber nicht zum Foto bzw. der Bearbeitung passt.
LG Jens
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #5
Wie ein Nachruf - auf das wohl soeben verstorbene Kind. Das hier evtl. ertrunken ist.
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #6
Hallo Linda!

Ganz ehrlich?
Die Kollegen haben schon was dazu gesagt, und jene Aspekte sehe ich genauso.
Dieser Kontrast aus Todesanzeige, ausgeblichenem uralt-Foto, Ertrinken und
das verzerrte (?) Lächeln des Kindes dazu transportieren eine
borderline-eske, wenn nicht gar "verrückt" anmutende Stimmung.

:pfeil: Ab damit an die Wand, einer Psychotherapie-, oder Psychiatrie-Praxis. :daumen:

Bilder sind ja dazu da, Emotionen zu wecken.
Das ist Dir hier auf jeden Fall gelungen! :klatschen: :klatschen: :klatschen:


Herzlicher Gruß
vom Waldschrat... :)




_
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #7
Also dann will ich mal versuchen euch meine Gedanken zu dem Bild zu vermitteln.
Das kleine Mädchen auf dem Bild ist 2,5 Jahre alt und heißt Lara. Lara wurde durch eine Laune der Natur ohne Beine geboren. Ich habe sie und ihre Mutter zufällig kennen gelernt und war bzw. bin tief beeindruckt von diesem kleinen Mädchen. Sie ist eine bsolute Kämpferin und trotz ihrer schweren Behinderug ein ausgesprochen lebensfrohes Kind, dass fast immer am lachen ist. Was man auf dem Bild auch sieht. Die ausgestreckten Arme sind für sie eine fast normale Bewegung. Es fehlt ihr nun mal durch die fehlenden Beine sehr an Größe und sie schafft es noch nicht alleine auf eine Bank oder Stuhl oder dergleichen zu klettern. Ergo bittet sie um Hilfe und streckt die Ärmchen aus zu der Person die gerade in der Nähe ist um ihr zu helfen. Sie möchte nämlich nicht einfach hochgehoben werden, sondern man muss ihr eine oder auch beide Hände hinstrecken an denen sie sich dann quietschend hochzieht. Deshalb die einmontierte Hand.
Das Bild spiegelt mein Wechselbad der Gefühle wider, die ich hatte an diesem Nachmittag. Das kleine Mädchen mit diesem schweren Schicksal, das aber trotz allem immer am Lachen ist. Ich hoffe, dass erklärt euch die Bearbeitung. Denn genau so gegensätzlich waren meine Emotionen. Pure Freude und tiefe Traurigkeit.
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #8
Denke, da gibt es sicher passendere Stilmittel, um solche Gefühlskontraste darzustellen. ich habe auf das Bild nichts geantwortet, ich war echt platt. Sorry.
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #9
Mit der Geschichte dazu sieht man es anders, ja.
Ich würde aber einen anderen Untergrund verwenden als Wasser.
Es wird wohl kaum ein Kind geben das so herzhaft lächelt während es ertrinkt. :psst:
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #10
Genau, die eigene Betroffenheit kommt zum Ausdruck, und die steht im Widerspruch zur Freude und Lebendigkeit des Kindes.
Unser Umgang mit Behinderung ist unentspannt. Nach wie vor...weil Behinderung immer noch tabuisiert wird, in unserer facegelifteten turbogesunden Leistungssteigerungsgesellschaft..

Das Mädel gehört im Grunde genau so fotografiert wie jedes andere Kind auch. Unser Job ist es, dafür zu sorgen, das gehandicapte Menschen einen leichteren Zugang zu unseren Möglichkeiten erhalten, und in unseren Köpfen einen normalen Zugang zu den Leuten zu bekommen, ohne in Mitleid oder in unechter Fürsorge zu versinken...

Ich habe in meinem Job mit Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen etc. zu tun...das ist ein gutes Erfahrungsfeld.....
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #11
... Das Mädel gehört im Grunde genau so fotografiert wie jedes andere Kind auch. Unser Job ist es, dafür zu sorgen, das gehandicapte Menschen einen leichteren Zugang zu unseren Möglichkeiten erhalten, und in unseren Köpfen einen normalen Zugang zu den Leuten zu bekommen, ohne in Mitleid oder in unechter Fürsorge zu versinken...

Vielleicht gar nicht mal schwieriger zu fotografieren - vor allem wäre es ehrlicher und würde damit mehr Selbstverständlichkeit transportieren :daumen:
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #12
Als ich am Montag mit meiner Tochter bei ihr in der (Uni)Stadt einkaufen war fuhr eine unglaublich hübsche junge Frau im Rollstuhl zwischen den Regalen des Supermarktes hin und her, sie hatte weder Beine noch einen rechten Arm und sie hielt sich lange Zeit in der Schminkabteilung auf. Man sah ihr auch an, dass sie auf ihr Aussehen sehr großen Wert legte.
Ich gehe stark davon aus, dass sie sich wohl niemals auf so einer Art Bild sehen möchte.


Mein erster Gedanke als ich das Foto sah war auch der eines Nachrufs. Das ist so ein Bild, das man sich wohl auf den Kaminsims stellen würde - wenn nur noch Fotos bleiben.
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #13
Jetzt wo der Kontext klar ist, schließe ich mich den Kollegen an!
Verstehe Deine persönliche Betroffenheit, Linda.
Aber: Die junge Dame hat Fröhlichkeit verdient!

Na, da freue ich mich auf die Bilder Deiner nächsten Fotosession mit der Kleinen. :D


Herzliche Grüße
vom Waldschrat... :)





_
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #14
Aber: Die junge Dame hat Fröhlichkeit verdient!

So isses....:daumen:

Kinder die so geboren werden "kennen" es nicht anders und verschwenden in dem Alter keine Gedanken daran "warum-wieso-weswegen"
sondern leben in den Tag hinein wie jedes andere Kind in dem Alter auch (die lockere Fröhlichkeit sieht man auf dem Bild eigentlich auch) :)
Kinder kommen mit so einem Handicap besser zurecht als mancher Erwachsener, weil es für das Kind "normal" ist :)

Die meisten Erwachsenen würden beim Anblick sofort mitleidig denken "Och, die arme Kleine", was aber eigentlich völlig falsch ist !

Manchmal muss man sich eher fragen ob die nicht-Behinderten mit Ihrem Verhalten die wirklich Behinderten nicht in ihrem täglichen Leben
geistig und moralisch behindern :confused: ;)











Gruss
JAN
 
  • Hilf mir zu leben Beitrag #15
Also mal völlig absolut vom human-philosophischen Hintergrund darf ich sagen, dass mir die Photo-Arbeit (technisch und handwerklich) an sich sehr gut gefällt.:daumen::klatschen:

Auch wenn der "NERV" der Bildaussage diskutiert werden kann, ist hier zumindest "Stimmung" - Bild - geworden. Das zu schaffen, ist schon mal gelungen, wie der Faden ja auch zeigt.;)

Grüße und mehr gestaltete Bilder!:daumen:

Klaus
 
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