Hasselblad H Serie - Kameras und Digibacks

resagraphy

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Ein frohes neues Jahr wünsche ich Allen!

Leaf hat ja viele Digibacks im Angebot oder dem alten Angebot gehabt, die an die H1 und H2, aber auch an die V-Serie bis auf 200er und 2000er passen. Sind die Aufnahmen der nachfolgenden H Modelle andere, dass eben die Leaf Backs zum Beispiel nicht an sie passen?

Viele Grüße
Resa
 
04.01.2022
#1

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Guest

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Klaus-R

Klaus-R

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Hallo Resa,

Grundproblem:

Eine Hasselbad-V ist eine ursprünglich rein konventionelle (analoge) Film-Kamera für Rollfilm Typ 120 (220).
Das Aufnahmeformat ist 6x6cm (ganz genau 54x54mm).

Für dieses Format gab es und gibt es bis dato kein einziges DIGI-Back. Die größten Bildsensoren, die bislang gefertigt wurden und werden haben das Format 645 (also 4,5x6cm).

Es gab auch quadratische Bildsensoren (bzw.) Aufnahme Rückteile, wie z.B. das Phase One P20.
Das P20 hat aber nur eine bildgebende Aufnahmefläche von 37x37mm und macht die Hasselblad 500V als "Mittelformat" kamera mehr als fragwürdig. Sicher kann man damit schöne Aufnahmen machen, aber aufgrund des dann erheblichen Cropfaktors keine Weitwinkelaufnahmen mehr.

Was man MINDESTENS benötigt wäre IMHO ein P25 oder ein P25+ Rückteil mit entsprechendem Anschluss!

Auch das P25 hat noch keine volle Bildbreite (-Höhe sowieso nicht, weil ja 4,5x6) ist aber mit CROP 1,1 immerhiun sehr nahe an zumindest 4,5x6cm "Mittelformat"

Man benötigt dann auch noch eine CROP-Mattscheibe (zumindest eine Einlage mit sog. CROP-Lines), damit man im Sucher den eingeschränkten Bildaufnahmebereich auch sehen kann.

Für die Steuerung des Rückteils ist ein SYNC-Kabel erforderlich, dass de X-Kontakt (Blitzsynchronkontakt) der Kamera nutzt, um das Rückteil zu "triggern" (zu steuern).

All das ist nichts für Ahnungslose, sondern für hochinteressierte und auch "bezahlwillige" Experten!!!

Ich zeige Dir hier mal ein Video, damit Du abschätzen kannst, wie das mit einem P25 Back funktionieren kann!


P- oder P+ Backs mit Hasselblad-V Anschluss sind sehr begehrt und über den Daumen doppelpt so teuer, wie baugleiche mit Mamiya/Phase One Kameraanschluss! Grund ist der HASSY-Hype.
Teurer sind nur noch die proprietären Hasselblad-gelabelten "original" Backs ....und die sind hübscher anzusehen .... wenn auch nicht besser. 😊

Macht es Sinn, eine analoge Hasselblad 6x6 mit einem 4,5x6 oder einem 3,7x3,7 Back zu nutzen???

Alternativ muss man sich fragen, ob ein URSÄCHLICHES 4,5x6 Kamerasystem da nicht doch zielführender ist und dann auch gleich ein ursächlich digitales, das das Back intern steuert, also auf das lästige Synchron-Kabel verzichten kann und auch z.B. Daten zwischen Kamera und Back austauschen kann und im Display anzeigen kann?! Eine Hasselblad V ist eine 4,5x6 Kamera .... da passt dann alles!

Ich habe mich da für Mamiya/Phase One entschieden .... das ist ein reines 645-System und kein 6x6 System, das ja nun irgendwie doch nicht zu einem 645er Rückteil passen will.

Die Hasselblad V ist eine tolle Kamera, füre die es (nach wie vor) tolle Rollfilme gibt! Dafür ist sie gemacht und so würde ich sie nutzen!

Wenn es digital weitergehen soll, dann kannst Du doch die Negative hochwertig digitalisieren .... habe ja gerade noch den EPSON V600 dafür empfohlen.

Dahingehend also meine Empfehlung!

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
Klaus-R

Klaus-R

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Um Deine eigentliche Frage nochmal eindeutig zu beantworten .....

NEIN! Backs, die an eine Hasselblad-V passen, passen natürlich NICHT an eine Hasselblad-H!!!
Die passen schon mechanisch nicht!😟

Nichtmal innerhalb der H-Serie sind die Backs beliebig austauschbar .... gilt ähnlich auch für Mamiya-Phase One Kombinationen!
Bei Mamiya/Phase One Kameras und Backs kenne ich mich da (einiegermaßen🧐) aus .... kann aber trotzdem eigentlich immer nur empfehlen, Kamera und Back zusammen zu kaufen!!!
Teilweise vertragen sich schon bestimmte Firmware-Versionen nicht wirklich und schon geht der Ärger dann los!

Grüße

Klaus
 

resagraphy

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Hi Klaus, danke für deine ausgiebige Antwort. Also natürlich würden die analogen Kameras auch analog genutzt werden, aber gerade für Shootings auf Hochzeiten oder mit Models wäre mir das mit den Digibacks lieber, ist die Qualität ja dennoch eine andere als mit den modernen Kameras.

Das mit dem Kabel stellt kein Problem dar, ich arbeite auch viel mit nem Gimbal für Videos und da sind auch Kabelführungen die sicher noch komplizierter sind. Das passt also schon, muss man eben nur noch ein Digiback finden, dass nicht zu viele Auslösungen hinter sich hat - an der Stelle: Wie viele Auslösungen vertragen die in etwas? Also was haben die Hersteller damals und heute dazu ausgesagt?

Viele Grüße
Resa
 

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