(Tiere) Graureiher mit dem 650-1300mm Samyang

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Klaus-R

Klaus-R

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20.042
Hallo zusammen,

googelelt man danach, oder liest man auch in diesem Forum darüber, dann begegnet man Ablehnung, Zweifel und Überheblichkeit bzgl. dieses Fernobjektivs.

http://www.bilderforum.de/t1207-wer-kennt-dieses-extremtele-samyang-650-1300mm.html

Zugegeben .... schwierig ist dieses Glas, das ohne AF und ohne Irisblende daherkommt ... primitiv erscheint es. Billig ist es?!:fragezeichen::ausrufezeichen:

Ansichtssache! Wo liegt der Unterschied zwischen billig und preiswert?

Ich jedenfalls kann mir Edelobjektive in diesem Brennweitenbereich absolut nicht leisten, da sie in die 4-stelligen Eurobeträge gehen.

Immer schon habe ich mich sehr gefreut, wenn ich im LOW BUDGET Segment, die Perlen habe nennen können, denn es gibt sie. Teuer heißt zwar meistens "gut" - alles andere wäre auch schlimm - billig heißt aber nicht zwangsläufig schlecht ... auch dann nicht, wenn man es unisono so im Internet findet.

Schluss mit dem Gelaber .... es ist gut, wenn man sich in seinem Photorevier auskennt, damit man die Motive schnell findet, wenn endlich mal ein bischen Licht zum Knipsen da ist.

CANON EOS 1000D + SAMYANG 650-1300mm (@900mm aus der Hand)

sample 1.jpg

sample 2.jpg

sample 3.jpg

Jetzt kann ja jeder für sich entscheiden, ob das ein prima Objektiv, oder ein billiger Flaschenboden ist.

Hier die eine Meinung

http://www.ohse.de/uwe/articles/exakta-650-1300.html

Oben, die Photos damit.

Übrigens ... ich hätte zwar die Möglichkeit gehabt, 900mm auch anders (Telekonverterkombis) bildqualitativ gut zu erzeugen ... aber auf keinen Fall mit dermaßen hoher Lichtstärke, so dass ich hätte aus der Hand arbeiten können.

Gerade Graureiher lassen den Photohraphen/Photographin auch nicht viel näher heran.;)

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
23.01.2010
#1

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Guest

Schau mal hier: Graureiher mit dem 650-1300mm Samyang . Dort wird jeder fündig!
Saturn

Saturn

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und ich sage auch:
Für den Preis wirklich nicht schlecht!
Die noch sichtbaren CAs kann man rausrechnen.

Für 900mm gefallen mir die Bilder sehr gut! (Preis-Leistung)
 
wpau

wpau

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Hallo Klaus,
die Schärfe ist doch besser als erwartet, nach den Berichten im Internet zu diesem Objektiv. Nur die blauen CA's musst Du noch mit einer Software nach arbeiten.
Erstaunt bin ich über die gute ISO 1600 der Canon 1000D. Bei dem Preis der Kamera wirklich ein riesiges Plus gegenüber einer Sigma SD14.

Deine Arme haben wirklich Stativ Qualität. Bei meinem Dadderich hätte ich wohl eine Reiher Gruppe auf dem Sensor abgelichtet.
 

leporinus

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Hallo Klaus,

wenn man eine ruhige Hand hat, dann bekommt man doch beachtliche Ergebnisse. Das erste Bild sieht sehr gut aus und ist deutlich schärfer als die anderen beiden.

Viele Grüße

Ingo
 
Klaus-R

Klaus-R

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20.042
Hallo zusammen,

die blauen CAs sehe ich natürlich auch (habe ich bei den Testaufnahmen schon beschrieben und absichtlich hier gelassen).
Die fallen aber sehr erträglich aus und sind auch bei teurem Glas nicht auszuschließen. Das kann auch bei einer SIGMA EX Optik passieren ... gerade bei solchen Brachialbrennweiten und Offenblende.

Klar ist ja auch, dass "Otto Normalgucker" sowas gar nicht sieht. Wir sind insofern alle "krank;)" (ich sowieso) als das wir mit Argusaugen nach jeglichen Abbildungsfehlerchen suchen.

In der Tat ... mit fast jeder besseren EBV ist das kein Thema mehr.

Übrigens ... weder die Canon, noch diese Optik können gut mit Glanzlichtern umgehen ... das muss man auch wissen.

Solche schwachen Lichtverhältnisse gehen immer an die Canon;). Etwa eine Beli mehr Licht und die SIGMA ist mein Mittel der Wahl.

Grüße und schöne Phtos

Klaus
 
Klaus-R

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20.042
Hallo Klaus,

wenn man eine ruhige Hand hat, dann bekommt man doch beachtliche Ergebnisse. Das erste Bild sieht sehr gut aus und ist deutlich schärfer als die anderen beiden.

Viele Grüße

Ingo
Hmm,

Ich hätte gedacht, dass Nr.3 die schärfste Aufnahme ist?! Scharf sind die aber IMHO alle ganz hinreichend.;)

Es ist ein sehr anstrengender "Fummel" solche Brennweiten aus der Hand bei nur mäßigem Licht hinzulegen. Gerade, den Fokus exakt zu setzen, ist extrem schwierig. Man muss sich vorstellen, dass ich bei diesen Aufnahmen etwa 50m! Motivabstand hatte, der Fokus aber auf 1cm genau sitzen muss.
Tiefenschärfe ... nein!

Eine einstellbare Blende würde wirklich keinen Sinn machen ... man hätte keinen Spielraum dafür.

Das Schöne an dieser Optik ist ihr geringes Gewicht. Trotz Ganzmetall-ausführung ist das Objektiv mit knapp 2kg sehr leicht und verhältnissmäßig einfach zu handhaben ... gerade, wenn man Geduld haben muss.

Das "ruhige Händchen" schlaucht ganz schön. Luft anhalten ..o.k... der eigene Puls stört erheblich. Ich versuche immer, zwischen zwei Herzschlägen auszulösen. Das sind ja immerhin ca. 1500mm KB-Brennweite ... das wäre aus der Hand zu Filmzeiten ein Ding der absoluten Unmöglichkeit gewesen. ;)

Grüße und schöne Photos

Klaus
 

ultraprimel

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gratulation klaus!!!

was will man mehr! cih finde schärfe für diese fotos absolut beachtlich.

jedenfalls besser, als das meiste was ich von z.b. sigma-fotos kenne, was aber eben genau daran liegt, daß freihand bei solchen brennweiten eine sache ist, die i.d.r nicht glückt, bzw. eben das equipment nicht schafft.

also-glückwunsch zu der funktionierenden kombi.

lg matthias
 
Anderl

Anderl

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Klaus,

bin schwer beeindruckt, hervorragende Bilder :klatschen: :klatschen: :klatschen:!!!

Amüsant, die Bewertung, die Du mit verlinkt hast.
Besonders der "Makel" der Filtergröße (klar, bei der Brennweite braucht man unbedingt noch n Polfilter und ein Infrarotfilter;)) und die angeblich nicht genügende Freistellung, als ob eine maximal mögliche Blende von 5,6 bei 800mm so ein riesen Unterschied zur knappen Blende 10 bei 800mm beim Samyang wäre.
Ich finde der Reiher oben ist wunderbar freigestellt zum knapp dahinter befindlichen Baum und das mit einer für meinen Geschmack sehr harmonischen Hintergrundunschärfe.

Weiter so, zeigs "denen":D,
viele Grüße,
Andreas
 
Klaus-R

Klaus-R

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20.042
Jou Andreas,

bei dem Link oben wurde nicht das Objektiv ... sondern - wie so oft - .. das Unvermögen der Photographen bewertet.

Abgesehen davon, dass ein 300-800er SIGMA bestimmt eine tolle Optik ist (die ich schon gern hätte ....:eek:) muss man so ein 800/5,6 aber auch schleppen können.

Bei Geduldsaufnahmen aus der Hand (bei Tierphotos fast immer so) würd' ich's nicht lange genug halten können.
Das 650-1300er jedenfalls ist eine leichte Nummer, die man wirklich noch mitnehmen kann.
Wie schon erwähnt, nicht nur die Optik macht einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck ... auch das mitgelieferte und ordentliche Softcase mit Trageriemen macht es praxistauglich.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
Klaus-R

Klaus-R

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20.042
Hallo nochmal,

ein kleiner Tipp noch zu dem genannten Objektiv....
Die Naheinstellgrenze ist ja brennweitenabhängig stark unterschiedlich (liegt bei 650mm bei ca. 25m und bei 1300mm bei ca. 5m.)
Ich habe durch Versuche herausgefummelt, dass es Sinn macht, einen 10mm Zwischenring zu "hinterfüttern".
Der Unendlich-Fokus bleibt trotzdem bei allen Brennweiten erhalten und die Naheinstellgrenze bei 650mm verschiebt sich zu viel praktikabeleren ca. 15m.
Durch den Zwischenring verlängert sich allerdings (merkwürdigerweise!) die Brennweite etwas, so dass die Optik dann bei ca. knapp 700mm starten dürfte. Der Lichtabfall ist nicht merklich.
Noch mehr zwischenzulegen macht keinen Sinn mehr. Die so erzeugte Brennweitenverlängerung erreicht man einfacher, indem man den Tubus regulär herauszieht.
Das Samyang ist ein reines Fernobjektiv und nichts anderes macht bei solchen Brennweiten auch Sinn. Auf große Entfernungen (Tierphotographie mit Fluchtdistanzen), ist es gut. Bringt man es mit Massen von Zwischenringen auf kurze Naheinstellung lässt die optische Leistung inakzeptabel nach ... nicht sinnvoll also.
Das Objektiv passt dann incl. T2-Adapter, 10mm M42-Zwischenring u. M42-Rückdeckel auch so gerade noch in das praktische Softcase rein.

Was hier u.a. kritisiert wird...,

http://www.ohse.de/uwe/articles/exakta-650-1300.html

...dass nämlich der kleine Spatz in 3m Entfernung nicht zu machen ist, das ist IMHO Quatsch und nicht zu Ende überlegt. Für einen Spatz in 3m Entfernung (falls der einen soweit heranlässt) reichen 250-300mm Brennweite an einer APS-C Kamera, das weiß jeder, der das mal ausprobiert hat. Dafür ist das dann schlicht das falsche Objektiv.
Mal als "Maßstab". Eine Stockente ist bei 25m Aufnahmeabstand und 650mm Brennweite voll im Sucher ... da braucht es keinen Crop mehr.

Noch ein Tipp ....

Kritisiert wird ja auch, dass die Brennweitenverstellung so fummellig sei. Ich mach's einfach so, dass ich den Klemmring nur handfest zieh, so dass sich der Tubus halbwegs leicht verschieben lässt, ohne zu schlabbern aber so, dass man den Klemmring gar nicht mehr zu betätigen braucht.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 

Ha Si Ti

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Hallo Klaus,

habe hier alles gelesen! Mache weiter mit der Tüte solche Aufnahmen. Bin überzeugt da kommt noch mehr.

Gruß
Hanning
 
mopsymops

mopsymops

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Meine vollste Zustimmung und weiter gutes Licht.
Es ist doch oft so, in sehr vielen Bereichen, daß irgend welche Super-Schlaumeier etwas in die Welt setzen und die ganze müde Heerde gedankenlos & völlig ignorant und ohne Hinterfragung hinterher trottet. Das würde ja auch Arbeit machen, also plappert man lieber nach. Iss nix, kann nix, bähh, Cola-Glas.
Nur so kann ich mir auch den Verriss dieses Produktes vorstellen.


Grüße
Der Mopsy
 
RitterRunkel

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Na ja, das erste ist eben noch in Ordnung, aber ich möchte nicht wissen, wie es in voller Größe aussieht. Ich wäre damit nicht zufrieden. Aber ich bin jemand, der es genießt, wenn jeder Pixel gut sitzt. Und auch wenn der Telebereich wirklich extrem ist und dies Bild freihand aufgenommen, erwarte ich das stets von meiner Ausrüstung. Ich verzichte lieber auf Brennweitenbereiche und damit auch auf Bilder, wenn mich keine Linse hierin zufriedenstellen vermag. Gut oder gar nicht. Glaubens- und Motivationsfrage. Als Erinnerung mag der Reiher gut durchgehen, Betrachtungsspaß kommt bei mir keiner auf. Dazu fehlt mir ein sauberes Bild, sprich weniger Farbsäume, schöneres Bokeh und vor allem: Mehr Details und feinere Schärfe. Das Federkleid zeigt abwechselnd gut geschärfte Kanten und weichgewischte Farbflächen. Mein Ding isses nicht ...
 
mopsymops

mopsymops

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zu den weichgewischten Flächen darf man nun aber auch nicht übersehen, daß es sich nur um ein auf ca. 100KB reduziertes jpg handelt. Da sind dann Schlieren und Unschärfe durch jpg Komprimierung sehr schnell sichtbar. Natürlich würde mich die Originalgröße auch interessieren.

Grüße
der mopsy
 

ultraprimel

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Na ja, das erste ist eben noch in Ordnung, aber ich möchte nicht wissen, wie es in voller Größe aussieht. Ich wäre damit nicht zufrieden. Aber ich bin jemand, der es genießt, wenn jeder Pixel gut sitzt. Und auch wenn der Telebereich wirklich extrem ist und dies Bild freihand aufgenommen, erwarte ich das stets von meiner Ausrüstung. Ich verzichte lieber auf Brennweitenbereiche und damit auch auf Bilder, wenn mich keine Linse hierin zufriedenstellen vermag. Gut oder gar nicht. Glaubens- und Motivationsfrage. Als Erinnerung mag der Reiher gut durchgehen, Betrachtungsspaß kommt bei mir keiner auf. Dazu fehlt mir ein sauberes Bild, sprich weniger Farbsäume, schöneres Bokeh und vor allem: Mehr Details und feinere Schärfe. Das Federkleid zeigt abwechselnd gut geschärfte Kanten und weichgewischte Farbflächen. Mein Ding isses nicht ...
robin, du verwechslest hier was....;-)) wir sind hier in einem brennweitenbereich, wo andere maßstäbe herrschen. schau dir vergleichbare bilder mit solchen brennweiten an! das was klaus hier abliefert, ist bezogen auf die brennweite und freihand, schlichtweg gut.

um das besser hinzubekommen, muß man sehr sehr sehr tief in die tasche greifen um gute objektive zu kaufen und dann mit stativ halt durch die gegend ziehen-kurzum: das macht man nicht mehr als amatuer. im umkehrschluß gehts dann vielen so wie dir: man läßt diese brennweiten einfach sein.

das klaus hier zeigt, daß es doch auch mit etwas gutem willen möglich ist, hier brauchbares herauszubekommen-das ist erstaunlich und das muß man erstmal so hinbekommen.

daß wir hier nicht die bildquali haben, wie wir sie bis zu 200 oder 300 mm gewohnt sind, ist klar. überlege einfach mal den verwacklungsaufwand: normalerweise sagt man brennweite x 2 für unverwackelte bilder. und nun haben die teles auch noch nicht mal ordentliche lichtstärekn...:eek:

also- es ist nicht soo einfach solche bilder überhaupt irgendwie hinzubekommen.
 
RitterRunkel

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Der extreme Bereich ist mir ja bewußt. Einfach isses wiklich nicht mit dieser Brennweite und Lichtstärke. Das wollte ich ja auch keineswegs abstreiten. Ich wollte vielmehr sagen, und habe es mMn auch gesagt, daß mich die Ergebnisse nicht erfreuen und ich selbst dann lieber keine Bilder mache. Klar mag es der ein oder andere brauchen, und diese Bilder als bauchbar oder sogar gut beurteilen. Ich eben nicht ... Und ja, es gibt wenig Alternativen, erst recht in dieser Preislage. Ich kann eure Meinungen durchaus nachvollziehen, nur ich wollte kein Exemplar dieser Linse und bin von einem "gut" für das Ergebnis immer noch entfernt. Ich find es einfach nicht gut, das ist alles. Heißt aber nicht, daß es nicht für manch einen den gewünschten Nutzen hat.

Ein Vergleich würde mich wirklich interessieren: Das 1300er Samyang, ein Spiegeltele, Konverter an ner guten 300er/400er-Telelinse und die Bilder der guten Telelinse interpoliert. Eventuell noch Digiscoping, aber das wird auch oft recht teuer. Alle bei voller Größe mal nebeneinander ...
 
ThomasRS

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Je länger ich über diese Röhre lese, desto schizophrener werde ich :)
Einerseits reizt esmich schon, mit so einem Kracher an meiner Crop 2 Oly mal zu
experimentieren. Zumal ich da ja auch gleich einen Stabi habe. Das muss man sich
mal vorstellen, das wären fröhliche, adapterfreie 2600mm KB-äquivalent.
Aber ehrlich gesagt, wäre ich viel zu faul, das Ding auf gut Glück mit mir
herumzuschleppen. Das wäre die 1/12tel-Dutzend-Speziallösung.

Qualitativ, was man so in Netz findet, ist das allerdings nicht so berauschend.
Dein Reiher hier ist dagegen ziemlich verblüffend. Wenn Du den irgendwo
beurteilen lässt, ohne Exifs, bekommst Du höchstens die etwas flauen Farben
und die Farbsäume als harte Kritik. Ansonsten, für Bilder direkt aus der Kamera,
ist das kein schlechtes Ergebnis.

Man sollte aber nicht den Fehler machen, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Ein zigfach teureres Objektiv mit allen möglichen "Zusatzfeatures" zusammen
mit einem (oder mehreren) wieder teuren Konvertern wird wahrscheinlich deutlich
bessere Ergebnisse bringen.
Die Tatsache, dass dabei allerdings meine Familie verhungern würde, lässt mich
das eine oder andere Mal durchaus mit einer Qualität zufrieden sein, die durchaus
auf einem Niveau ist, dass die Bilder "vorzeigbar" sind.

Insgesamt sollte man hier vielleicht einfach mal wieder die Sensibilität des
"geschulten" Pixelpeepers abschalten. Nicht vergleichen, sondern einfach mal
erkennen ob das Bild passt, oder nicht. Vollkommen losgelöst vom Werkzeug.
 

ultraprimel

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Der extreme Bereich ist mir ja bewußt. Einfach isses wiklich nicht mit dieser Brennweite und Lichtstärke. Das wollte ich ja auch keineswegs abstreiten. Ich wollte vielmehr sagen, und habe es mMn auch gesagt, daß mich die Ergebnisse nicht erfreuen und ich selbst dann lieber keine Bilder mache. Klar mag es der ein oder andere brauchen, und diese Bilder als bauchbar oder sogar gut beurteilen. Ich eben nicht ... Und ja, es gibt wenig Alternativen, erst recht in dieser Preislage. Ich kann eure Meinungen durchaus nachvollziehen, nur ich wollte kein Exemplar dieser Linse und bin von einem "gut" für das Ergebnis immer noch entfernt. Ich find es einfach nicht gut, das ist alles. Heißt aber nicht, daß es nicht für manch einen den gewünschten Nutzen hat.

Ein Vergleich würde mich wirklich interessieren: Das 1300er Samyang, ein Spiegeltele, Konverter an ner guten 300er/400er-Telelinse und die Bilder der guten Telelinse interpoliert. Eventuell noch Digiscoping, aber das wird auch oft recht teuer. Alle bei voller Größe mal nebeneinander ...
robin: das kam schon rüber. aber dein "nicht gut" bezeiht sich eben auf andere massstäbe, bzw. brennweiten. selbst wenn man- wie ich auch-in diesen brennweiten gar nicht arbeitet, weil einem die bilder zu schlecht sind-die von klaus hier gezeigten beispiele sind eben innerhalb des einem amateurs möglichen rahmen "gut".
das muß man so sagen.

mich würde eher der vergleich mit digiscoping - auch einer alternative zum kostengünstigen telefotografiere- interessieren. aber wie gesagt: diese ergebnisse von klaus da oben wollen erstmal getopt werden ;-)) nicht soo einfach.

ich wüßte aber eine kombi mit der das sicher gänge: handy+ zeiss 20x60 IS (binokular) leider kostet das zeiss etwas. aber ich selbst habe gar keine soo schlechte erfahrungen mit handy an fernglas.
 
Klaus-R

Klaus-R

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20.042
Hallo zusammen,

Das typische gute Teleobjektiv (FESTBRENNWEITE) ist ein lang-bauender Vierlinser.

Die vier Linsen sind dabei in zwei Gruppen angeordnet (Frontlinsenachromat + Korrekturgruppe)

Wichtig ist, dass solch ein Objektiv laaang baut, dann kann mit kleinen Brechnungszahlen gearbeitet werden.

Wenn die beiden Linsengruppen dann noch anspruchsvoll vergütet sind und präzise gefertigt wurden, dann hat man ein knackscharfes Teleobjektiv, das Familienväter auch noch guten Gewissens finanzieren können.

Nach diesem Prinzip sind z.B. die Beroflex-"Wundertüten" gebaut ... ich kann sie nicht oft genug empfehlen.;););)

Ganz sooo einfach ist die Rechnung nicht mehr, wenn das Tele....

1) .....in die Bereiche von Extrembrennweiten vordringt...
2) .....ein Zoom ist
3) .....kurz bauen soll
4) ..... besonders hohe Lichtstärke leisten soll

Bei meinem Samyang sind die Punkte 1)-3) definitiv erfüllt Punkt 4) IMHO zumindest teilweise. ... eine schwierige Sache demnach.

Lichtstärke: nehmen wir mal Blende 8,0 bei 650mm, dann hört sich das zunächst einmal schlecht an ... ist es aber gar nicht!

Das SIGMA 150-500mm OS z.B. bietet Blende 6,3 bei 500mm und hat demnach kein günstigeres Lichtverhältnis in Relation zur Brennweite. Vergleichbar liegt auch ein 400mm/5,6. Ein Standard 400er hat 6,3, ein Standard 500er auch nur 8,0.

Die Optik ist mit einer 95mm Frontlinse und einer Innenfokussierung ausgestattet ... folglich alles andere als eine typische Billigkonstruktion.

Eine 95mm Frontlinsengruppe und eine kaum kleinere Fokussiereinheit zu fertigen, ist nicht gerade technisch anspruchslos.

Mir ist rätselhaft, wie man so etwas zu dem Preis überhaupt kostendeckend fertigen kann .....

Bildqualität:

Ich habe zum Vergleich noch ein 800mm/F:8 Admiral Supertele, das ich im anderen Thread schon gezeigt habe.

Das Schätzchen ist 1m!!! Lang und kann nicht annähernd mit dem Koreaner optisch mithalten .... abgesehen davon, dass man es am Set zunächst mal zusammenbauen muss (zweiteilige Bauweise). Mit solch einem Trumm aus der Hand zu arbeiten ist schlicht "nicht drinn" zumal die Fokussierung auch noch direkt an der Kamera liegt ... die dritte Hand fehlt!
Das Samyang ist praxistauglich ... sagt einer, der mit den Kameras rausgeht!;)

So ... man sollte das Gefieder eines Graureihers auch nur dann beurteilen (oder dessen Abbildung kritisieren), wenn man es auch kennt.

Da gibt es tatsächlich schlicht Bereiche, die sooo samtig sind, dass es keine Zeichnung geben kann.

Ferner hatte ich oben geschrieben (und das passt), dass die Tiefenschärfe bei rund 1.000mm und Offenblende bei ca. 1cm liegt. Alles was davor und dahinter liegt, kann nicht in "feinsten Details" abgebildet werden ... mit keinem Objektiv ... das ist Physik.

Bitte auch nicht vergessen ... ich habe hier mit einer Cropkamera gemacht, die einen weit höheren Bedarf an Grundschärfe hat, als eine Vollformat-Kamera.:ausrufezeichen:

Irgendwie ist es mir tatsächlich gelungen, das Auge zu fokussieren (dazu gehört auch etwas Glück).

Graureiher: Da bin ich nicht ganz unbedarft ... vergleichen wir mal eine SIGMA EX-Optik (bei weniger als 1/2 Brennweite) mit der "Billiglinse".

Wobei ich ganz klar dazu sage ... ein wilder Reiher würde mich NIE auf 400mm Brennweite heranlsssen ... das macht er einfach nicht!

Ferner möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass die CANON auf ISO 1600! geschaltet werden musste ... die SIGMA hatte mit ISO 400 viermal soviel Licht auf dem Sensor.

Rechnen wir dann noch die unterschidlichen Offenblenden dagegen, dann sehen wir, dass ich für die SIGMA ca. die 8-10-fache Lichtmenge zur Verfügung hatte.

Ich habe jetzt bei der Samyang-Aufnahme mal die Farbsäume digital entfernt (3min. Zeitaufwand!)

sample 6.jpg

sample 7.jpg

Sorry, meine Einschätzung zu der Optik bleibt unverändert ... kann ich bestens gebrauchen.

Ich bin einigermaßen sicher, dass ich bei besserem Licht, die gezeigten Ergebnisse auch noch toppen werde;).

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
RitterRunkel

RitterRunkel

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So ... man sollte das Gefieder eines Graureihers auch nur dann beurteilen (oder dessen Abbildung kritisieren), wenn man es auch kennt.
Da gibt es tatsächlich schlicht Bereiche, die sooo samtig sind, dass es keine Zeichnung geben kann.
Vielleicht schmilzt sein Gefieder mit dem Klimawandel ... Exemplare anderer Fotografen scheinen noch verschont geblieben zu sein. Aber ja, es gibt sehr feine samtige Federchen.

Ferner hatte ich oben geschrieben (und das passt), dass die Tiefenschärfe bei rund 1.000mm und Offenblende bei ca. 1cm liegt. Alles was davor und dahinter liegt, kann nicht in "feinsten Details" abgebildet werden ... mit keinem Objektiv ... das ist Physik.
Nach meinen laienhaften Berechnungen hattest Du diesen Zentimeter Schärfentiefe bei Blende 8 und 1000 mm - sofern Du nur 6-7 m vor dem Reiher standest. Meine laienhaften Augen meinen hier auch einen größeren Bereich der Schärfentiefe zu erkennen. Der Bereich der Schärfentiefe scheint mir hoch genug, aber die Optik versaubeutelt mMn das Tier darin ... und die Tiefenschärfe könnte geringer, vor allem aber harmonischer ausfallen.

Bitte auch nicht vergessen ... ich habe hier mit einer Cropkamera gemacht, die einen weit höheren Bedarf an Grundschärfe hat, als eine Vollformat-Kamera.:ausrufezeichen:
"Grundschärfebedarf" = Geringere Auflösungsanforderungen an die Optik aufgrund größeren Bildkreises und meist geringerer Pixeldichte (an KB-Format und umgekehrt)?

Sorry, meine Einschätzung zu der Optik bleibt unverändert ... kann ich bestens gebrauchen.
Möcht ich Dir auch nicht nehmen. Meine Einschätzung bleibt auch, und die Linse damit beim Händler. Deinen Sigma-Reiher find ich deutlich besser. Da man leider nicht immer so nah herankommt, hab ich Glück, nicht auf Reiherbilder angewiesen zu sein. ^^
 
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