Filmentwicklung bei Cewe (dm)? Vorsicht...

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Hallo zusammen,

vor wenigen Wochen hatte ich ja berichtet, dass ich zufällig 6 ältere Filme in einer Jacke gefunden hatte.

Aus Neugier habe ich dann einfach mal den Kodacolor VR 400 Plus in meine geliebte Canon A1 geschmissen und diesen Film an einem Tag verballert.

Anmerken möchte ich, dass ich den Film bewusst um zwei Blenden überbelichtet hatte. Sprich, ich hab ihn auf ISO 100 belichtet. Dabei habe ich mich nicht auf den internen Belichtungsmesser verlassen, sondern schön mit einem externen Belichtungsmesser auf die Schatten gemessen.

Neugierig war ich aber auch wie die Großlabore arbeiten. Inwieweit unterscheidet sich die Qualität von professionellen, kleinen Filmlaboren? Also habe ich den Film einfach bei DM abgegeben. Die leiten den ja dann weiter an Cewe.

Tja, was soll ich sagen? Ich bin von der Arbeit maßlos enttäuscht.

Das der Film nicht mehr die Qualität aufweist, die er einst mal hatte ist mir bewusst. Immerhin ist der bereits Jaaahre abgelaufen. Aber drumherum wurde einfach nur schlampig gearbeitet.

Hier mal einige Beispiele:

Zunächst hat man sich gnadenlos verschnitten.

#1
imm035_N35.jpg

#2
imm034_N34.jpg

#3
imm033_N33.jpg

#4
imm032_N32.jpg

#5
imm031_N31.jpg

Des Weiteren frage ich mich, was diese grün/gelben Farbklekse auf den Bildern zu suchen haben? Ist das ein Entwicklungsfehler? Diese ziehen sich wirklich durch fast alle Bilder.

Eine Foto-CD hatte ich zudem einfach mal mitbestellt. Die hier gezeigten Bilder stammen von dieser. Naja, und die Auflösung der Scans ist auch nicht der Brüller... Aber fürs Web reicht es.

Also ganz ehrlich? Geiz ist nicht geil!!! Der ganze Spaß hat mich 10,20 € gekostet. Ein kleines, spezialisiertes Lab kostet wesentlich mehr (grob 20 € je Film), aber die leisten sich nicht solche Schnitzer. Zumindest hatte ich da noch nie Probleme.

Wie gesagt, ich weiß dass die Filme abgelaufen sind. Was mich ärgert ist, dass die Filme verschnitten wurden und die grün/gelben Farbklekse.

Sehr schade, ich dachte ich hätte eine Alternative zu den Lab's für evlt. Dia-Filme gefunden. Die möchte ich ehrlich gesagt nicht selber entwickeln. Zumindest jetzt noch nicht.

Habt ihr auch bereits solche Erfahrungen machen müssen?

So, hier nun noch einige Bildeindrücke. Es ist nichts besonderes. Es war einfach nur ein Testfilm ohne künstlerische Ambitionen.

#6
imm003_N3.jpg

#7
imm004_N4.jpg

#8
imm005_N5.jpg

#9
imm011_N11.jpg

#10
imm012_N12.jpg

#11
imm015_N15.jpg

#12 (Das orangene sind Karottenreste. Mein Hündchen ist halt blind)
imm023_N23.jpg

#13
imm025_N25.jpg

#14
imm030_N30.jpg
 
13.03.2021
#1

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Guest

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So, ich habe spaßeshalber mir nun einfach mal ein Negativ geschnappt, es abfotografiert und mit Negativ Lab Pro in Lightroom umgewandelt. (Und direkt mal die Karottenkrümel weggestempelt... 😂 )

Dort sind die grün/gelben Flecken nicht mehr zu sehen.
DSC03395.jpg

Also ist es nicht beim Entwickeln passiert, sondern beim Scannen. Keine Ahnung wie man das schafft...

Da die Papierauszüge ebenfalls diese Flecken aufweisen, scheint Cewe von den Scans für die Auszüge zu nutzen.

Naja, nur mal für euch zur Info.

Meine Empfehlung, wenn ihr mal ein analoges Erlebnis haben wollt, schickt die Filme an Labore wie MeinFilmLab, SpiekerFilmLab, NimmFilm und wie sie nicht alle heißen. Da bekommt ihr mehr für euer Geld.

Oder aber ich entwickelt selbst. 😉
 
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Oder man bleibt bei seinen digitalen Kameras und entwickelt die RAW-Dateien selber. 😉
 
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Sicherlich, mit meinen Sony-Kameras hab ich die Ergebnisse auf meiner Speicherkarte und kann sie direkt in Lightroom bearbeiten. Aber ganz ehrlich, das reizt mich im Moment nicht sonderlich. Ich habe viel mehr Freude daran, alte Kameras zu bedienen. Des Weiteren finde ich es interessant, wie die jew. Filmemulsion die Szene eingefangen hat.
 
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....also ich hab' ja meine Filme ja immer selber entwickelt ..... kann's mir gar nicht anders vorstellen!
Allein schon die elende Warterei wäre nicht mein Ding!😔

Dabei kann natürlich auch was schiefgehen ..... ist mir (TOI TOI!) aber noch nie passiert.
Du solltest auch mal darüber nachdenken, selber zu scannen!
Leider sind für KB und die Mittelformate verschiedene Scanner erforderlich, wenn's qualitativ
hochwertig enden soll.
Dennoch ist das eine (wie ich finde) lohnende Investition, wenn Du schon so weit bist, selber zu
entwickeln.

Was Du über die Dienstleister sagst, wird schon stimmen! Vermutlich ist das "Processing" bei Cewe
vollautomatisiert .... insbesondere das Schneiden.

Steffen Schüngel hat mal bei denen einen Halbformat-belichteten KB-Film entwickeln lassen. Olympus
PEN Negative. Das sind Kameras, die (wie APS-C Format) das halbe KB-Format nutzen. So gehen dann 72
Aufnahmen auf einen KB-Film.
jedenfalls haben die ihm da "vollautomatisiert" mitten durch die Aufnahmen geschnitten.
Wer da liebevolle Handarbeit haben möchte, sollte das dann auch bezahlen ODER gleich selber machen.

Das ist ganz einfach so .... und das ist es dann auch wert!😊

IMMERHIN .... ich find's gut, dass die Drogerien den Filmverkauf aufrecht erhalten (leider nur Kleinbild).

Vielen Dank für den Bericht!😊

Grüße und rettet Film ....

Klaus
 
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Ach übrigens .... die BQ ist für "warmgelegerten" Farbfilm ERSTAUNLICH gut .... von den wenigen "flauen"
(unterbelichteten??) Shots mal abgesehen.

Kannst Du mal die Negative zeigen? Mich würde deren Dichte bei 2EV-Überbelichtung in Relation zur Überlagerung mal sehr interessieren.

Grüße und rettet Film😊

Klaus
 
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Ach übrigens .... die BQ ist für "warmgelegerten" Farbfilm ERSTAUNLICH gut .... von den wenigen "flauen"
(unterbelichteten??) Shots mal abgesehen.

Kannst Du mal die Negative zeigen? Mich würde deren Dichte bei 2EV-Überbelichtung in Relation zur Überlagerung mal sehr interessieren.

Grüße und rettet Film😊

Klaus
Das mach ich gerne Klaus. Soll ich einfach die ganzen Filmstreifen einmal abfotografieren? Gib mir aber bitte Zeit bis Sonntag. Ich hab vorher einfach keine Zeit...
 
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