Die Menschen in der Öffentlichkeit fotografieren, ohne dass das jemand bemerkt?

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18.02.2011
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Raphael

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Heute wird überall fotografiert und geknippst. Warum verstecken? Wenn es ein spezielles Bild von einer fremden Person sein soll, bitte fragen. Wenn derjenige das nicht wünscht, sein lassen.

Ein anständiger Mensch ist weder ein Heckenschütze noch ein Schnüffler!

Wieder einmal: ist nur meine Meinung, aber die vertrete ich und handle auch danach! ;)

Ralph
 
SprinterMadl

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Ich geb jetzt zu, ich hab es noch nie wirklich getan, ABER....

...auf einer Veranstaltung (Mittelalter in Renningen) wo ich hier die Bilder gepostet hab, hab ich gerne aus dem "hinterhalt" fotografiert, einfach aus dem Hintergrund, sobald ich mit der Kamera vor den Leuten stand, standen die in Pose. Und bei den 2-3 Bildern wo ich das ausgenutzt hab, waren gerade für die Tonne, keine Ahnung warum, mir haben Sie einfach nicht gefallen, weil ich sie gestellt fand.
Ebenfalls auf dem Pferdemarkt, die Bilder die ich gut fand, waren aus dem Hinterhalt mit viel Tele fotografiert.

Das Bild von dem möchtegern Poseidon hier ist gestellt, ich habe ihn gefragt ob ich ihn fotografieren darf, da er fragte positionierte ich ihn so das ich die Sonne im Rücken hatte, er stand gelangweilt da und wartete bis ich fertig war mit den Bildern, auch nicht Sinn und Zweck der Sache.

Wenn ich jetzt aber durch eine Stadt gehe und eine Person fotografiere aus dem Hinterhalt, würde ich hingehen das Bild zeigen und Fragen ob es in Ordnung ist wenn ja okay, wenn nicht dann löschen.

Ich finde die Leute vorher Fragen wäre besser, nur dann ist die Situation dahin, und vielleicht gestellt.
 
crazy

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....ich hab irgendwo mal gehört/gelesen: "Wer auf eine öffentliche Veranstaltung geht, muss damit rechnen fotografiert zu werden...
Hallo zusammen,

und damit fangen dann die Halbwahrheiten an, die im Zweifelsfall leider auch teuer werden können.

Beispiel: 30.000 Fußballfans sind im Stadion, der Sportreporter macht Fotos, natürlich auch mit den Fans im Hintergrund oder ein Foto mit Blick auf die Tribüne, das hinterher 100 fahnenschwingende Fans zeigt: kein Problem, darf man veröffentlichen. Einen einzelnen Fan per Supertele herausgreifen, der sich z.B. grade unter Alkoholeinfluß völlig daneben benimmt und hinterher dieses Foto mit der Bildunterschrift zeigen: So benehmen sich besoffene Fans = nada, da greift das Persönlichkeitsrecht.

Das Recht am eigenen Bild ist ähnlich vielschichtig wie das Erbrecht....

Übrigens heißt "Veröffentlichen" auch: In einem Forum posten. Es sei denn, für genau dieses Foto des einzelnen Fußballfans läge eine Veröffentlichungsgenehmigung dieses Fans vor, neudeutsch auch gerne Modell-Release genannt.

_____

Hier hat doch jemand mal vor kurzem einen Link auf einen Fotorecht-Ratgeber gepostet, den mal einfach lesen - erhellt den Sachverhalt schon deutlich.


Die moralische bzw. ethische Kategorie lass' ich mal vollkommen unbetrachtet.

Gruß, Karsten
 
SprinterMadl

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Einen einzelnen Fan per Supertele herausgreifen, der sich z.B. grade unter Alkoholeinfluß völlig daneben benimmt und hinterher dieses Foto mit der Bildunterschrift zeigen: So benehmen sich besoffene Fans = nada, da greift das Persönlichkeitsrecht.
Gut, von solchen Bildern bin ich jetzt nicht ausgegangen, muss ich so jetzt einfach dazusagen.
Ich finde solche Bilder auch nicht schön und hätte da kein Interesse dran diese zu zeigen.
Ich meinte damit eher, solche Bilder die ich gepostet hab, von Personen die bei der Veranstaltung mitmachen, im Kostüm, zu Pferde, auf dem Motorrad, wie auch immer, da frag ich nicht, da fotografier ich einfach :D
 

krybatki

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Es gibt auch "Stufe Numero 2." in dem Gebiet,
ein alter und grauer Pole spaziert mit der Kamera
auf einer deutschen Straße, die Sprache nur "relativ",
die Chance, die Person zu einem Einverständnis
zu überzeugen, auch dementsprechend kleiner
(Ausweis als Mensch und Fotograf immer in der Fototasche).
Um ein gutes Bild abzuschießen, hat man praktisch nur
eine Möglichkeit, man fotografiert ab, danach läuft man
dem "Objekt" hinterher und fragt nach Erlaubnis.
Meine private Statistik zeigt es mir, mit den Absagen um
zirka 60% kann ich ziemlich gut leben.

Nur eine Situation als Beispiel, ich kann schon langsam ein Buch
darüber schreiben:

fahre mit Rad tief im Walde, plötzlich sehe ich ein toll aussehendes
Mädchen mit einem Hund (geschätztes Alter 18-20), das Paar
fotografiere ich aus der 20m Entfernung ab, danach komme ich
auf sie zu. Ich zeige meine 2 Dokumente, darf das Bild veröffentlichen,
am Abend werde ich ihm das Resultat per Mail zeigen (wenn eine Person
im Internet vertretbar ist, verschicke ich meine Arbeit IMMER auf
dem Wege).
Am Ende des Gesprächs frage ich es obligatorisch nach seinem Alter,
das Mädchen ist unter 16 !!!

In dem Moment stelle ich fest, ich habe 2 Möglichkeiten:
- ich lösche die Aufnahme, es kommt nach Hause und erzählt den Eltern
über die Begegnung mit einem alten, ausländischen Opa und Kamera;
als Vater bin ich auch sensibel, wenn ich nur das Wort "Internet" höre,
fahre ein gelbes und stechendes Rad ins Auge, man kann mich schnell
ausfindig machen, nach dem Löschen habe ich keine Beweise, was ich
mit dem Foto gemacht habe
- ich schreibe den Eltern auf einem Zettel alles von dem Ausweis ab,
das wunderbare Mädchen hat mir auch die lange Nummer diktiert, meine
Telefonnummer selbstverständlich auch

Ich habe mich für die 2. Variante entschieden, es soll zu Hause sofort
alles berichten, das Bild bleibt NUR auf meiner SD Karte, abends verschicke
ich es per Mail, die Eltern sollen eventuell grünes Licht geben.

In 2 Stunden komme ich zurück nach Hause, meine polnische Frau
(kaum Deutsch) informiert mich sofort über ein hektisches Telefongespräch
mit der Mutter des Mädchens, sie hat praktisch nur geschrien, kaum Luft
gehalten, ich durfte in dem Wald kein Bild machen, sie geht sofort
zur Polizei ! In 1 Stunde genau das gleiche, diesmal mit mir am Apparat,
keine Chance mit ihr nur ein Wort zu wechseln.

Ja, es gibt auch einen dummen Fotografen, der mit "bösen" Absichten Leute
abfotografiert, eben aus dem Grunde die persönlichen Daten freigibt. :confused:

Auch diese Polizei-Stelle habe ich am nächsten Tage mit meiner CD
konfrontiert, darauf alle meine eingescannte Dokumente, wie immer
ein tolles Gespräch über Fotografie mit einem Kommissar geführt. :)

Ich habe nochmals festgestellt, mit Ehrlichkeit kommt man auch nicht
immer problemlos durch Leben- als junge, hübsche und deutsche
Fotografin hätte ich viel leichter in dieser Branche gehabt ! :D
 

Raphael

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Ich habe nochmals festgestellt, mit Ehrlichkeit kommt man auch nicht
immer problemlos durch Leben- als junge, hübsche und deutsche
Fotografin hätte ich viel leichter in dieser Branche gehabt ! :D
Das klingt alles etwas ungesund. Wenn Du abends im Wald fotografieren willst, nimm dir Menschen mit, die das auch wollen. Alles andere klingt ein wenig wie die Geschichte vom bösen Wolf. ;)

Als junge, hübsche, deutsche Fotografin täten wir uns alle leichter, bei bestimmten Motiven. Was willst Du uns eigentlich sagen?

Ralph
 

Raphael

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Wird das hier ein Testprogramm einer Universität? :mad:

Ralph
 
fotom

fotom

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Nun ja, ich kann ihn verstehen und nachvollziehen. Ich habe im Gegensatz zu ihm aber nicht immer und überall meine Kamera dabei und komme deshalb eher nicht in solche Verlegenheiten...

Käme meine Tochter mit einem solchen Erlebnis aus einem Wald zurück wollte ich auch wissen wer genau da Fotos von meinem Kind gemacht hat.

Spielst Du mit Deiner Frage nach der Universität auf das nicht ganz perfekte Deutsch an?
 
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