hgm2000
- Beiträge
- 303
Der letzte Henker von Nürnberg war Franz Schmidt. Er war in Hof ( Bayern ) als Sohn eines Scharfrichters geboren. Igendwann zog die Familie Schmidt nach Bamberg wo der Vater seinen Beruf als Scharfrichter verrichtete. Franz trat in die Fußstapfen seines Vateres und wurde ebenfalls Scharfrichter. Nach vier Jahren ging Franz nach Nürnberg. " Meister Franz " wie er auch genannt wurde, weil ihm im Gegensatz zu seinen vielen Kollegen, beispielsweise der Scherthieb eines zum Tode verurteilten, immer mit den ersten Hieb gelang. Das war bei anderen Scharfrichtern meistens anders. Viele seiner Kollegen mussten zwei oder sogar dreimal nachschlagen, weil der erste Schwerthieb nur Schulter oder den Rücken traf. " Meister Franz " hinterlies ein Dienstbuch indem er alles niederschrieb - ( der große Schreiber war er aber nicht ) ein kleiner Auszug davon: Eintrag 17.10.1587 - Christoph Schmidt von Nürnberg, ein Büttner und Dieb, so wegen Diebereien das Land verboten worden; ist aber in den Badestuben gegangen, hat schlechte Kleider angelegt, wenn er aus den Bad gegangen ist, die besten anderer angezogen, seine alten an die Statt gelegt und ansonsten überall viel gestohlen. Eintrag 6.11.1595 - Hans Siegert aus Pollingen bei Neumarkt ( ca. 40km Von Nürnberg ) einen Bauernknecht welcher einen Schneider in Sünderbühl ( heute Ortsteil v. Nürnberg ) mit einen dreeecken Zaunstecken erschlagen, allhie mit den Schwert gerichtet. " Hat den ganzen Weg geweint bis er niederkniet ". Das Diensttagebuch aus den Jahr 1600 ist ein einzigartiges Dokument zur Rechts und Kulturgeschichte der Stadt. Der " Meister " war 40 Jahre in Nürnberg tätig. Am 14. Juni 1634 starb der letzte Henker von Nürnberg - seine Frau Maria schon im Jahr 1600. Das Ehepaar hatte 4 Söhne und 3 Töchter.

Blick von der Maxbrücke zum Henkersteg

Blick von der Karlsbrücke zum Henkersteg

Blick vom Henkersteg zur Karlsbrücke
der Fluß ist die " Pegnitz "

Zugang zum Henkerssteg
links hinter der Wasserturm
im Hintergrund die Kirchtürme von St. Sebalt

Henkersteg - der Name entstand weil am anderen
Ende das Amtshaus deß letzten Henkers steht

Amtshaus - im Hintergrund wieder der Wasserturm
- der wie die meisten früher Gefängnisse waren.

Blick von der Maxbrücke zum Henkersteg

Blick von der Karlsbrücke zum Henkersteg

Blick vom Henkersteg zur Karlsbrücke
der Fluß ist die " Pegnitz "

Zugang zum Henkerssteg
links hinter der Wasserturm
im Hintergrund die Kirchtürme von St. Sebalt

Henkersteg - der Name entstand weil am anderen
Ende das Amtshaus deß letzten Henkers steht

Amtshaus - im Hintergrund wieder der Wasserturm
- der wie die meisten früher Gefängnisse waren.
