Als probates Mittel zur Begrenzung der Predigtzeiten wurden meist Sanduhren vorgeschrieben oder empfohlen. Noch heute finden wir einige davon in den Kirchen, oft noch unmittelbar an der Kanzel, wie in der Stadtkirche St. Marien im sächsischen Torgau. Mit ihren vier Gläsern ist die Torgauer Sanduhr nicht nur ein besonders schönes Exemplar, mit ihr ließ sich auch der zeitliche Fortgang der Predigt sehr leicht beobachten. Es ist zu vermuten, dass der Sand im ersten Glas nach genau 15 Minuten durchgelaufen war, der im zweiten eine halbe Stunde und der im dritten 45 Minuten brauchte, während das letzte untere Glas erst nach einer vollen Stunde ganz gefüllt war./wikipedia)