Ist ja eine sehr schöne Gegend !!
Allerdings gefallen mir die S/W-Aufnahmen nicht so recht, sind für meinen Geschmack zu kontrastreich. Besonders die ersten Fotos, so als ob eine HDR-Aufnahme in s/w umgesetzt wurde.
Aber das ist eben nur meine persönliche Meinung, ansonsten sehr schön gesehen.
Vielen Dank für Dein Interesse.
KONTRAST ist IRGENDWAS zwischen "Weißer geht es nicht" und "Schwärzer geht es nicht"!
Technisch gesehen ist "
OPTIMALER KONTRAST" dann gegeben, wenn die Lichtwertverteilung einer Szene so gestaltet ist, dass möglichst nur ein EINZIGER Pixel maximal weiß ist und möglichst nur ein einziger Pixel minimal schwarz ist .... denn dann - UND NUR DANN .... ist maximal mögliche Luminanz- DURCHZEICHNUNG einer Szene gegeben!!!
Das ist die Theorie und nicht mehr, als die "emotionslose" Theorie, denn Bildgestaltung fängt mit eben dieser Überlegung ja -INSBESONDERE in SW - gerade erst mal an.
Dein Eindruck "zu kontrastreich" ist technisch gesehen zunächst einmal falsch! Eine Luminanzanalyse meiner Aufnahmen zeigt MEISTENS eine höchst ausgewogene Tonwertverteilung .... ich prüfe das immer.
Es gibt aber Motive und Szenen, die gestalterisch durchaus überstrahlte Spitzenlichter oder zeichnungslose Schatten WOLLEN .... und schon ist die technische Theorie wieder "falsch" .... mein Anspruch ist es mehr, sich den Tatsachen zu stellen, die Probleme und Kriterien zu kennen und zu berücksichtigen, DANN ABER DAS BILD ALS SOLCHES zu sehen, und durchaus auch mutige Entscheidungen zu treffen, um eine Szene gestalterisch umzusetzen...... ganz ohne künstliche Intelligenz!
Wenn Du von "zu starken Kontrasten" schreibst, meinst Du vielleicht etwas ganz anderes .... mämlich meine detailbetonenden Mikrokontraste....???!
SW-Photos finde ich viel schwieriger zu gestalten, als Farbphotos .... aus ganz vielen Gründen!
Um ein ausdruckstarkes SW-Photo zu gestalten hast Du ganz einfach weniger Bildinformationen! Zwei Farben, die den selben Lichtwert haben, bilden in SW ganz einfach keinen abgrenzenden Kontrast!!! Details, die ein noch so "flaues" Farbphoto noch liefert, verblassen in einer SW-Szene ganz einfach deswegen, weil zwei Farben keine Grenze zeichnen, die den selben Grauwert haben.
Der SW-Photograph steuert deswegen gezielt gegen, indem er Farben GEZIELT GEÄNDERTE GRAUWERTE ZUORDNET!
Klassisch, also mit SW-Film mache ich das mit Vorsatz-Filtern, die solche Veränderungen machen.
Digital (hier gezeigt) mache ich das im Zuge der EBV-Bildgestaltung, indem ich digital verschiedenen Farben individuell geänderte Grauwerte zuteile und so Zeichnung schaffe ... in Bereichen, die durch physikalische Luminanz nicht mehr differenzierbar sind.
Du schreibst oben "HDR" .....
Ganz sicher nicht! Ich habe vor Jahren mal ganz viel mit HDR experimentiert. Inzwischen ist das IMHO bei der enormen Eingangsdynamik der Kameras (und auch von NEGATIV-FILM) etwas obsolet geworden.
Es ist nicht mehr notwendig, Belichtungsreihen abzulichten und eine HDR-Kontrastkompression vorzunehmen!
Was ich ja oben schon schrieb ..... Aufnahmen, die extreme Kontraste aufweisen (Mittagssonne mit Schlagschatten z.B.) bearbeite ich gerne mit der TONE MAPPING-Technik .... eine Art der Dynamik-Kompression aus nur einer einzigen RAW-Aufnahme .... eine
moderne Alternative zur klassischen HDR- Belichtungsreihen-Dynamikkompression.
Grüße und schöne Photos
Klaus