Bitte helft mir: Ich brauche Graufilter

Benjamin

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Hallo Leute,

ich brauche/hätte gerne einen Rat von Euch. (Tante Edit sagt: Bin ich überhaupt im richtigen Unterforum? Bitte notfalls verschieben. Sorry!)

Mittlerweile hab ich einige Objektive und ich brauche Graufilter (Komplett und softer Verlauf, verschiedene Stufen (8, 64, 1000 oder so), und mit einem Polfilter würde ich auch gern mal spielen). Thematisch bin ich eher nicht festgelegt, deswegen hätt ich den Graufilter gern prinzipiell an allen Objektiven, je nach Bedarf.

Meine Objektivdurchmesser sind:
77, 62, 72, 67 und 95 mm

Ich möchte ungern für jedes Objektiv ein eigenes Filterset (8, 64, 1000) kaufen.

Daher meine Idee:
Step-Up-Ringe kaufen für alle Objektive, auf 95mm. Dann die Filter in 95mm beschaffen.

Ist das sinnvoll?

Habt Ihr Erfahrung mit Schiebefiltern (Lee, Cokin, Haida)? Würde so ein 100mm System z. B. von Lee an den 95mm "ordentlich" passen?

Prinzipiell gefällt mir das Schiebefilterprinzip sehr sehr gut! Aber es geht auch so richtig in die Kohle.

Wäre es sinnvoller, als z. B. meine Step-Up-Idee?

Wären Schraubfilter besser als Schiebefilter?

Google beratschlägt mich nur so "halb gut".

Also, ich würde mich über Gedanken von Euch freuen!

Vielen Dank! :)
 
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09.02.2019
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Benjamin

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Danke Dir, Peter!

Ja, genau so würde ich es auch machen wollen.

Hast Du ein richtig weitwinkliges Objektiv am Start? Wie sind Deine Erfahrungen mit Vignettierung? Bei mir geht es bis 12mm runter, und gerade da würde ich gerne mal "graufiltern". Leider ist das nicht das mit den 95mm Durchmesser.

Ich bin derzeit mit APS-C unterwegs, aber irgendwann kommt vielleicht nochmal der Umstief zu FF ... da wär es gut wenn das auch klappt, auch an den längeren Brennweiten ohne Vignettierung.

Hmmmm. :)

Ich hab schon so oft so viel Geld "verbrannt", ich hab nun Sorge es schon wieder zu tun. :-/
 
Kangal1966

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Ja ich habe das 12mm Samyang, auch an einer APS-C und da ist soweit alles gut.

Bin aber fast kompl.zu KB gewechselt, da werd ich in nächster Zeit ein Weitwinkel kaufen, da passen leider keine Schraubfilter.

Solltest du dich für diese Variante entscheiden, kauf dir auch so einen " Container " für deine Größe, sind alle Filter zusammen und sind von beiden Seiten geschützt und fliegen nicht einzeln in der Tasche oder Rucksack umher.

https://www.amazon.de/gp/product/B003RO5T84/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o08__o00_s02?ie=UTF8&psc=1
 
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Danke Dir Peter! Ja, das ist ein sehr guter Tipp. Bei dem Set meiner Wahl (da sind direkt ND 8, 64 und 1000 zusammen zu haben) sind auch diese Deckel dabei.

Eine Frage hätt ich noch ... : Hat jemand schonmal Schraub-Verlaufs-Filter (in 95mm) gesehen?
 
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Waldschrat

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Hi Benjamin!

Zunächst: Das Filterglas vor dem Objektiv ist im Strahlengang, und damit Teil des optischen Systems. Hier zu sparen, ist eindeutig an der falschen Stelle gespart.

Adaptierung von Filtern: Selbstverständlich geht das. Aber einen so derart großen 95mm-Filter vor kleineren Optiken haben, sieht zumindest m.M.n. doof aus. ;-)
Ich hab mich über das letzte Jahrzehnt auf einen Filter-Durchmesser von 55mm eingetuned. Das heißt, alle Altgläser sind fertig auf 55mm adaptiert, tragen 55mm Schnappdeckel,
und ruck zuck sind daran 55mm-Filter und/oder 55mm Streulichtblenden angeschraubt.
Parallel dazu betreibe ich ein (seltener genutztes und daher weniger gut ausgebautes) 67mm-Filtersystem, welches die restlichen Objektive mit größerem Durchmesser abdeckt.
(Bis auf ganz wenige Ausnahmen.)

=> Überleg Dir doch vielleicht, ob es bei den ganz großen Objektivdurchmessern dauerhaft ohne Filter geht, wär mein Tipp. Schon wegen der i.d.R. dreistelligen Preise für ein großes Filter.
Wenn Du anfängst, grau zu filtern, brauchste ja logischer Weise keine Optik, die hoch öffnet. ;)


Von allerlei quadratischen Schiebefiltern würde ich Dir grundsätzlich vehement abraten! (n) Hatte selbst mal ein gut ausgebautes Cokin-P-System am Start, und mich nach wenigen Jahren rigoros von diesem getrennt. Das Problem: Diese Schiebefilter egal welcher Marke sind eben aus Kunststoff, und können als solcher niemals so maßhaltig plan sein wie ordentliche Glasfilter. Das heißt, Unschärfen sind vorprogrammiert. Mal abgesehen davon, dass die Plastefilter keinerlei Vergütung tragen, also sowieso immer den Kontrast mindern, und dann auch bei einer kleinen Unachtsamkeit schnell verkratzen.

Was genau hast Du denn vor?

Herzlicher Gruß!
der Waldschrat
 
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Hallo @Waldschrat, wow, auch Dir herzlichen Dank für die ausführliche Antwort.

Ich mache gern Landschaftsaufnahmen, in allerlei Lichtistuationen. Der Himmel ist immer mit drauf, und mir ist Zeichnung (Wolken usw.) wichtig. Natürlich sollte auch die Landschaft selbst vernünftig belichtet sein. Aber entweder saufen mir die Tiefen ab oder die Lichter brennen völlig aus. Bisher versuche ich immer, mir einen Wolf am Kontrast zu drehen.

HDR als Option schließe ich für mich eher aus. Ich erhoffe mir nämlich auch, durch Langzeitbelichtung mal ein Auto oder ähnliches "rausradieren" zu können.

Ja, dafür die Filter und konkret auch Verlaufsfilter; dunkle Seite vor den Himmel, den weichen bzw fast neutralen Bereich vor die Landschaft ... so dachte ich mir das.

Ein Bild, an das ich denke, ist z. B. das hier (da hab ich einen Sack voll Fehler gemacht, hatte meine DSLR erst wenige Monate und ... z. B. war die Blende extrem zu und ich habe ganz viel Sensordreck weggestempelt, und es ist trotzdem noch einiges zu sehen .... Nikon D60 mit Sigma 50-200); da ist der Himmel nur homogen hellgrau, war er aber in der Aufnahmesituation nicht:
 
GuidoAustria

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Hey Benjamin.

Schau´ Dir evtl. mal das Filtersystem von Rollei an (Universal Starter Kit Pro).
Da gibt es auch einige sehr gute youtube-Videos dazu.
Ich persönlich würde keine Schraubfilter verwenden. Zudem sind die Filter aus Glas.

Vielleicht hilft Dir das ja einen Schritt weiter zur Entscheidung.
 
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Kangal1966

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Mit welcher Begründung magst du keine Schraubfilter verwenden ?
 
GuidoAustria

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Hey Peter.

Einfach nur, weil ich mit den Steckfiltern sehr zufrieden bin. Und deshalb nicht wechseln würde.
 
Kangal1966

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OK, kann ich verstehen Guido aber es geht ja nicht um ein Wechsel.
 
GuidoAustria

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Hey Peter.
Das ist mir schon klar.
Habe nur auf Deine Frage angefügt, dass ich nicht wechseln würde weil ich eben das Steckfiltersystem verwende.
Wenn ich mir erst Filter anschaffen würde, würde ich auch hier fragen.
Mit Schraubfiltern habe ich nie gearbeitet.
 
Benjamin

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Hmmmmmmmmmmm. Also erstmal danke Euch allen! :)

@GuidoAustria
Vielen Dank! Bei Rollei hab ich schon geguckt, meine 95 mm krieg ich damit nicht abgedeckt.

Zu Rollei mal was: Das ist ja kein Hersteller mehr, sondern es gibt nur noch die Marke (So wie Commodore .... erinnert sich jemand? :cry:).
Von Rollei habe ich ein wirklich richtig schönes kleines Stativ. Traveller Pro oder so ähnlich. Es passt perfekt an meinen kleinen Fotorucksack. Ich habe noch ein Cullmann, das ich wirklich gezielt mitnehmen/einplanen muss, da sehr viel größer.

Aber egal, zurück zum Thema.
@GuidoAustria und @Waldschrat, Ihr habt beide Recht. Es gibt sowohl Glas (unterschiedliche Arten) als auch Kunststoff. Z. B. Cokin macht primär Kunststofffilter (erst seit recht kurzer Zeit auch Glas). Aber auch Pro-Hersteller wie Lee haben wohl einiges aus Kunststoff im Programm.

@Kangal1966
Was für mich für Steckfilter/Schiebefilter spricht: Ich finde keine Verlaufsfilter in Schraubform, zumindest nicht in den von mir gesuchten 95mm. Ich habe - relativ(!) - preiswerte hochwertige Schraubfilter (als ND, also komplett durchgetönt) von Gobe im Blick, es gibt von denen auch einen CPL-Filter in der Größe. Aber hmmmm, wie gesagt, ein Verlaufsfilter wäre mir wohl wichtig, siehe auch das Foto oben.

Ich hänge so manisch an den 95mm weil ich nicht (mal wieder) auf Lücke kaufen will, und ich auch Langzeitbelichtungsideen mit diesem Objektiv habe.

Danke nochmal für Eure Rückmeldungen. (y):)
 
Benjamin

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Vielleicht ist das mit dem Verlaufsfilter auch Unsinn....? So eine richtig gerade Kante habe ich im Beispielbild ja auch nicht.

Gerade einen Text von Stephan Wiesner gelesen. Eigentlich finde ich, dass er eine eher abgehobene Art hat (sehr viel mehr als Rüdiger Schestag) und ich schau zumindest seine Videos nicht so wahnsinnig gern. Trotzdem bin ich überzeugt, dass auch er sehr genau weiß, wovon er redet. Er rät prinzipiell zumindest von Verlaufsfiltern ab und setzt eher auf Belichtungreihen und/oder HDR und Software.

Hmmmmm.

Ja, vielleicht bin ich mir zu unsicher bzgl. meiner Vorhaben.
 
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oz75

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... Bei Rollei hab ich schon geguckt, meine 95 mm krieg ich damit nicht abgedeckt.
Es gibt andere Hersteller, die Schiebefiltersysteme mit 95mm Anschluss bieten. Haida zum Beispiel.

Gerade einen Text von Stephan Wiesner gelesen. Eigentlich finde ich, dass er eine eher abgehobene Art hat (sehr viel mehr als Rüdiger Schestag) und ich schau zumindest seine Videos nicht so wahnsinnig gern. Trotzdem bin ich überzeugt, dass auch er sehr genau weiß, wovon er redet. Er rät prinzipiell zumindest von Verlaufsfiltern ab und setzt eher auf Belichtungreihen und/oder HDR und Software.
Schön für ihn.

Kleiner Tipp: Mach -grundsätzlich- Deine eigenen Erfahrungen. Den teils impertinenten Sermon von sogenannten Experten darf man getrost -unterbewerten-.

Natürlich gibt es Szenen, in denen man mit Belichtungsreihen und EBV prima klarkommt. Es gibt jedoch auch Szenen, in denen ND-Grad-Filter sehr sinnvoll sind. Jeder, der einen Sonnenuntergang am Meer photographiert hat, kennt so eine Anwendung.

Übrigens sind beide Ansätze kombinierbar und widersprechen sich keineswegs.

Eines ist klar: ND-Filter oder ND-Grad-Filter sind "Sparte". Man hat sie irgendwann, setzt sie auch hier und da ein. Es kommt dann aber auch vor, dass sie nach der ersten Euphorie jahrelang vor sich herstauben.

Insofern würde ich ggf. empfehlen, zunächst ein günstiges Einstecksystem zu testen. Da gibt es Cokin-P-Nachbauten mit reichlich Filtern dazu, die man für ca. 50€ bekommt.

Die Alternative ist halt, den dreistelligen Betrag für den 95er Filter investieren (warum eigentlich unbedingt die 95er Linse?) und für die anderen Linsen per Step-Down herunterzuskalieren. Wenn man sich ganz sicher ist, dass man das Teil häufig einsetzen wird...

Gruß,
Oz
 
Waldschrat

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Ich wusste bisher noch nicht, dass es mittler Weile auch Schiebefilter aus Glas gibt.
Da greift die Kritik am Plaste logischer Weise nicht. ;)

Wieder was dazu gelernt.
 
Waldschrat

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...
Ja, vielleicht bin ich mir zu unsicher bzgl. meiner Vorhaben.
Ja, ich glaube, am mit Abstand preiswertesten und besten segelst Du, wenn genau klar ist, was Du willst und wofür Du so ein Filter genau einsetzen möchtest. Nach meiner Erfahrung aus mehreren Hobbies (Fotografie und früher auch viel Elektronikbastelei und Amateurfunk) macht es wenig Sinn, sich massenhaft Dinge bereit zu legen, weil man sie vielleicht irgendwann mal irgendwofür gebrauchen könnte. Wesentlich schlanker bleibt's, wenn man klar umrissene Projekte verfolgt.

Und um mir selbst zu widersprechen: ... Wobei natürlich die Komponente des Spielens und Erkundens neuer Dinge unbedingt zum Fotografieren wie zum Leben dazu gehört. :)

Na, Du machst das schon. (y) Allein schon das hier öffentlich machen Deiner Suche und die Reflexionen der Kollegen darüber führt ja sicherlich zu inneren Klärungsprozessen, worum es eigentlich geht.
 
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Die günstigste Methode, das alles einmal anzutesten, dürfte sein, sich so ein ND-Plasteteil (Cokin P Clone) zu beschaffen (gibt es schon für 8€ in der Bucht) und mit etwas Blue Tape an den Rändern am Objektiv zu fixieren. So ein Teil passt dann sogar an ein 95mm Objektiv.

Wenn der Funke dann überspringt, kann man ja nachlegen...:D

Gruß,
Oz
 
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Also ich danke Euch allen. :)

Der Tipp von Oz ist erstmal ganz witzig. ich glaube das probiere ich mal so oder ähnlich.
Vielleicht kann man ja auch irgendwas über das Sonnenblendenbajonett fummeln. .... :unsure:

Tatäschlich lagen schon diese Gobefilter in meinem Einkaufskorb, aber ich werde sie erstmal wieder entfernen.

Ich update hier mal. :)
 
Benjamin

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Erstmal noch ein anderes Update. Oben habe ich ja gemosert, dass ich Videos von Stephan Wiesner nicht mag. Das war irgendwie doof und neben dem Thema, insbesondere weil ich mich an anderer Stelle über genau dieses Verhalten, das ich nun gezeigt habe, beschwert habe.

Hier möchte ich daher nochmal einen Text verlinken, den ich in diesem Kontext für echt richtig und wahr halte: Konstruktive Kritik, Stephan Wiesner

In diesem Sinne: mea culpa, ich gelobe Besserung.
 
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