Bildgestaltung

PixelSven

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Für die Bildgestaltung und Bildkomposition in der Fotografie gibt es viele Tipps – von der Wirkung der Kontraste über die ein Drittel-zwei Drittel-Aufteilung bis zu Tipps zur Perspektive und zum Standpunkt.

An dererlei lockere Regeln muss sich niemand halten, aber sie lassen sich kombinieren, sie helfen bei der Suche nach Fotoideen und dem Motiv und sind immer gut für Serien.

1. Staffeln und Überlappen

Elemente ins Bild setzen, so dass sie einander überlappen und Staffeln oder Stapel bilden. Das holt Tiefe, die das flache Foto sonst nicht zu bieten hat und öffnet den Raum.

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2. Kontrast

Kontraste sind die Seele der Fotografie: Formenkonkrast (eckig und rund), Größenkontrast, Schärfekontrast, Helligkeitskontrast und Farbkontrast. Der Farbkontrast gehört zu unseren Lieblingskontrasten.

Fotografie: Bildgestaltung mit Kontrast

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3. Blickführende Linien

Unsere Augen folgen den Linien im Bild automatisch. Wenn du Linien ins Bild setzen kannst, lass sie auf das Motiv zulaufen oder öffne einen Raum mit den Linien.

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4. Vordergrund und Hintergrund

Wir teilen die Szene vor unseren Augen automatisch in Vordergrund und Hintergrund. In einem zweidimensionalen Foto ist Vorn unten und Hinten ist oben. Setze ein Motiv in den Vordergrund, damit sich der Raum öffnet und besser verstanden wird.

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5. Muster und Wiederholungen

Wir sind umgeben und Mustern – die Ziegelsteine der Hauswand, die Bücher im Regal. Suche die Muster und Wiederholungen in der Szene und halte Ausschau nach Mustern, die wir dort nicht erwarten.

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6. Standpunkt und Perspektive

Fotografiere nicht einfach aus Augenhöhe, denn der Standpunkt hat großen Einfluss auf die Proportionen des Motivs. Fotografiere aus der Mitte des geplanten Bildes für einen neutralen Standpunkt, aus einer tiefen Position, um das Motiv zu erhöhen, aber fotografiere nicht mit Feldherrenblick.

Brennweite, Perspektive und Standpunkt

7. Gib dem Motiv einen Rahmen

Es hat seinen Grund, dass wir Bilder in einem Rahmen an die Wand hängen. Der Rahmen gibt dem Betrachter einen Halt und konzentriert den Blick auf das Motiv.

Die Welt um uns herum ist voller Fenster, Löcher, Zweigen und Säulen. Ein natürlicher Rahmen stellt das Motiv heraus und gibt uns dennoch Einblick in die Umgebung.

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8. Beschneiden und Freistellen

Das Abschneiden überflüssiger und störender Element rund um das Motiv beruhigt das Bild und konzentriert den Betrachter auf das Motiv. »Weniger ist mehr« lautet die Devise.

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9. Stürzende Linien

Linien wie ein Waldweg oder ein Fluß sind Mittel der Bildgestaltung und führen den Bild durch das Foto. Wenn die vertikalen Linien hingegen nicht parallel zum rechten und linken Bildrand laufen, gelten sie als Stürzende Linien. Die Bezeichnung sagt schon, dass stürzende Linien in der Fotografie eher als unerwünscht gelten.

Sie entstehen, wenn die Kamera nach oben gekippt werden muss, weil der Abstand zu kurz ist oder keine Brennweite kurz genug ist.Sobald die Linien stark zusammenlaufen und ein weiteres Element der Bildkomposition hinzukommt, entsteht auch beim Betrachter das Gefühl, er blick nach oben.

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10. Drittelregel

Teile dein Bild durch Linien in neun gleiche Teile und setze die wichtigsten Elemente entlang dieser Linien oder an den Schnittpunkten. Deine Kamera hilft dir mit einem Linienraster.

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Quelle: ivent.de
 
02.07.2020
#1

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Guest

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PixelSven

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Warum schreibe ich das hier ?? Weil mir das Thema Bildgestaltung wichtig ist. Ich halte nichts davon, immer weiter an der Technik zu feilen, dann aber am Motiv nicht in der Lage zu sein, die beste Perspektive zu finden.

Zwei Dinge möchte ich:

  1. Dies hier könnte ein Sammelthread werden ohne Bilder ... dafür mit weiteren wichtigen Tipps, Hinweisen, Links zum Thema Bildgestaltung, die ihr selber geben möchtet oder im Internet gefunden habt. Daraus kann sich dann jeder nehmen was er braucht und sich persönlich weiterentwickeln.

  2. Einen weiteren Thread mit ein Jahresprojekt, an dem sich jeder beteiligen mag aber natürlich nicht muss. Ich würde darin wochenweise ein Thema — zum Beispiel „Gelb“ — vorgeben, welches jeder in der Woche umsetzen und posten kann. Die Woche darauf kommt dann ein neues Thema.

Ja, der wöchentliche Zyklus ist schnell, aber es geht eben auch darum, sich mit zügig in ein Thema einzufinden, kreativ zu sein und in kurzer Zeit etwas daraus zu machen. Dies soll ausdrücklich keine Konkurrenz zum monatlichen Fotowettbewerb sein !!

Siehe auch: Projekt: 52 Wochen, 52 Fotos
 
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Moin Sven,
einen allgemeinen Bildgestaltungsfaden finde ich gut, man lernt ja bekanntlich nie aus :)
Vielleicht kann ja auch jemand was zum Thema Menschen fotografieren, Portrait, Posing, ..., hier reinschreiben, denn da hab ich zum Großteil noch Defizite und würde mich gerne weiter entwickeln.
 
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@dj69
Solange „Menschen, Porträt und Posing“ irgendwie in Richtung Bildgestaltung gehen, sehe ich da kein Problem — Beispiel: Wo im Bild positioniere ich mein Model, wie soll die Blickrichtung sein usw.

Alternativ kann ich mir zum Thema People aber auch einen extra Thread vorstellen, nur dann nicht von mir, denn davon habe ich gar keine Ahnung 😉
 
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Vielleicht kann ja auch jemand was zum Thema Menschen fotografieren, Portrait, Posing, ..., hier reinschreiben, denn da hab ich zum Großteil noch Defizite und würde mich gerne weiter entwickeln.
Das ist ein schwieriges Thema und meiner Meinung nach, gibt es dazu kaum allgemein gültige Tipps, außer viel Menschen fotografieren und möglichst nicht so oft die selben.
Üben üben üben, war mein Plan und viele lehrreiche Videos auf Youtube anschauen, das hat mir sehr geholfen.
Portrait Situationen die mir auf Videos besonders gefallen, versuche ich dann so gut wie möglich nachzustellen, dabei lernt man schnell auf wieviele Kleinigkeiten es dabei oft ankommt.
Mit der Blitzerei sollte man sich befassen oder zumindest mit Lichtsetzung, welcher Art auch immer, damit z.B. die Nase keine Schatten wirft etc.
Überhaupt sollte man immer die Lichter und Schatten im Gesicht des Models beobachten und eventuell mit setzen von Lichtquellen oder Positionsänderung, das Beste daraus machen.
Zum Thema Posing gibt es auch sehr viele hilfreiche Videos, sehr gut ist es, wenn man sich darüber im Vorfeld, mit dem Model unterhält, das macht auch die Stimmung etwas lockerer, was sehr wichtig ist.
Was viele total vernachlässigen, das ist der Hintergrund.
Bei outdoor Portraits ist es oft nur ein Schritt nach li. oder re. um hinter dem Kopf des Models, einen besseren oder anders farbigen Hintergrund zu haben.
 
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Die fünf W-Fragen für gute Fotos

Es gib fünf Fragen, die Du Dir im besten Fall immer stellen solltest, bevor du auf den Auslöser drückst:
  1. Was sehe ich?
    Beschreibe für Dich alles, was Du in Blickrichtung Deines Motivs siehst.
  2. Was davon möchte ich im Foto festhalten?
    Mache klar, was von all den Dingen, die du siehst, Dein Motiv sein soll und was davon ablenkt.
  3. Warum will ich es festhalten?
    Stelle für Dich fest, warum Du genau dieses Motiv fotografieren willst.
  4. Was möchte ich beim Betrachter auslösen?
    Frage Dich, was der Betrachter des Fotos empfinden soll.
  5. Welche Mittel der Bildgestaltung unterstützen mein Vorhaben?
    Überlege, wie Du die Eigenschaft des Motivs und die dementsprechende Wirkung beim Betrachter mithilfe der Bildgestaltung unterstützen kannst.
Und hier der Link zum kompletten Artikel: Fotocommunity
 
Der Bü...

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Hej...

zur Zeit lese ich folgendes Buch:

Das Herz der Fotografie • dpunkt.verlag

Da gibt es auch eine Leseprobe.
Das Buch liefert keine Antworten, sondern zeigt nur Fragen und Möglichkeiten auf.

Ich gehe sehr oft raus und mache Bilder von Gebäuden aus verschiedenen Perspektiven. Zuhause schaue ich mir die Bilder an und denke mir, dass ein anderer Winkel besser gewesen wäre und laufe dann nochmal zu dem Gebäude und wiederhole meine Aufnahmen. Für das finale Bild am Wiesbadener Rhein Main Congress Centrum habe ich 3 Anläufe gebraucht, weil ich vor Ort nicht erkannt habe welche Perspektive mein Bild das ich vor Augen habe am Besten wieder gibt.

Ich denke da hilft nur sehr viel Übung und sich mit den Bildern beschäftigen, die man gemacht hat.

Mir sind Portraits einfach lieber und deswegen habe ich begonnen in Portraits zu lesen. Ich schaue mir Portraits anderer Fotografen an und schaue, ob ich alle Lichtquellen und die Position der Kamera gedanklich erkennen kann.

Gruß, der Bü...