Beugungsunschärfe in Retrostellung

Sebi6000

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Ich habe mal eine Frage an die Objektivexperten. Der Zusammenhang von Brennweite, Apertur, Blende, Auflösungsvermögen usw. ist mir alles klar. Ich kann es sogar (in gewissen Grenzen) berechnen 😉

Nun verwende ich an meinem Balgengerät aber gerne Objektive in Retrostellung mit Revese-Ring. Hier verhält sich alles anders. Der Strahlengang bzw. die Lichtstrahlen passieren hierbei die Blendenöffnung deutlich bevor sie auf die (eigentlich frontale) Einlasslinse treffen. Ich habe hier für mich eine Heuristik abgeleitet, wie sich Blende und Brennweite am besten zueinander stellen lassen. Das Thema Beugungsunschärfe ist hier z.B. ganz anders. Hat hier jemand schon mal versucht das zu berechnen oder Erfahrung dazu?
 
19.02.2020
#1

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Guest

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Janni

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Bin kein grosser Freund von irgendwelchen genauen Berechnungen, ich probiere es einfach aus und schaue mir die Unterschiede zwischen A, B und/oder C an 😉
Gerade bei der Beugungsunschärfe heisst es immer Blende x nur bis ABM von y, aber die Grenzen sind da fliessend, deshalb nehm ich das auch nicht so genau weil es in der Praxis oft anders aussieht und ein Bild nicht nur aus rein rechnerischen Faktoren besteht, oft klappt es auch sehr gut wenn man z.B. auch mal eine Blende oder irgendwas anderes verwendet die man so nicht mit einer Formel berechnet hätte 😜
Also alles nicht so eng sehen was man durch theroretische Berechnungen herausbekommt, einfach in der Praxis ausprobieren und machen....
 
Sebi6000

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Ich habe ja bereit eine Heuristik aus meiner Erfahrung abgeleitet. Habe ich ja auch geschrieben. Aber als Mathematiker bin eben eben ein großer Freund von Berechnungen 😁 Es interessiert mich einfach. Allen Dingen liegt eine Physik zugrunde die sich berechnen lässt. Die Berechenbarkeit der Fotografie ist einer der Punkte, die für mich ihren Reiz ausmacht.
 
Janni

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Man kann zwar mit mathematischen Formeln die Schärfentiefe "berechnen", z.B. ist bei Blende 8 und einem ABM von 1:1 am Kleinbildformat die Schärfentiefe rein rechnerisch ungefähr 1mm "tief", aaaaaber die Unschärfe oder der Unschärfebereich fängt dann ja nicht abrupt an, eher ist eher weich im Übergang.
Für den Einen ist dann der Bereich von 1,2mm noch scharf und für den Anderen ist vielleicht der Bereich von 0,7mm nur scharf ! .....ist halt nur ein Beispiel 😉
Aber wenn Du ein Freund der Berechnungen bist kannst Du natürlich auch nach den Berechnungen gehen wenn Dir das Spass macht, ich probiere das lieber in der Praxis aus und weiss dann welchen Bereich ich persönlich noch als scharf (für meine Verhältnisse) ansehe, auch wenn mir irgendeine Berechnung etwas anderes vorgibt 😜

Wie war doch gleich die Füsik-Formel eines bekannten ostfriesischen Füsikers : Je schneller das "ssssssit" desto eher der "bumms" 🤣
 
Sebi6000

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Da hast du natürlich Recht, ich sehe das im Endeffekt genauso wie du. Nur ich finde es eben spannend auch genau zu verstehen, warum die Dinge so sind wie sie sind. Mir persönlich macht es eben auch viel Freude immer wieder zu sehen, wie universell viele mathematische Gesetze sind. Logarithmen, die Fibonacci-Folge usw. Die Gesetze der Lichtzunahme bei Blendenreihen finden sich in der menschlichen Wahrnehmung wieder.

Es geht nicht darum irgendwelche Formeln zu pauken oder mit Papier und Zettel irgendwas auszurechnen. Es geht mir eher darum die vielen vielen Zusammenhänge zu entdecken, die es in der Natur gibt.