(Panorama) Berlin Staaken vom Hahneberg - Panorama - dritter Versuch - (SD9)

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Hier ein Pano von gestern Abend. :) Mal wieder Berlin Staaken vom Hahneberg.
Mir ist der Hahneberg noch nicht "über". Jedesmal verschlägt's mir dort oben den Atem,
nicht wegen der dünnen Luft in 87 Metern Höhe, sondern vor lauter Ausblick... ;)





2016_04_22_SD9_SMCTakumar55mm_Bln_Hahneberg_Pano_124bis133_VarC_1800x600pix.jpg
SD9 - ISO100 - 1/3sec - M42 Pentax SMC Takumar 1,8/55mm @5,6 - Polfilter - 10 Einzelbilder hochkant - SPP 2.5, Hugin, Darktable, GIMP




in groß - 6030x2010 Pixel - Pixel ungefähr 1:1 wie aus der SD9 - hier hinterlegt:
Anhang 2016_04_22_SD9_SMCTakumar55mm_Bln_Hahneberg_Pano_124bis133_VarC_6030x2010pix.jpg.zip betrachten





Gestaltung in Panoramen
Sagt mal, ihr Panorama-Füchse:
Gibt es eigentlich bestimmte Gestaltungsregeln für Panoramen, die ich mir als absoluter Panoramaanfänger mal zu Gemüte führen sollte?
Aus dem Bauch heraus scheint eine Lage des Horizontes im Goldenen Schnitt oder per Drittelregel nicht zwingend; eine mehr
mittige Horizontlage scheint im Pano zu funktionieren. Das Gleiche für das Hauptobjekt/Zentrum der Aufmerksamkeit. Scheint mir bei
Panos auch eher in Bildmitte akzeptabel, im Vergleich zu "normalen" Fotos. Wie gesagt, Bauchgefühl, ohne jedes Fachwissen. :eek:
Was meint Ihr? Wo kann ich nachlesen?




Was gäbe es noch zu sagen:
Zunächst wurden Aufnahmereihen mit 105er Macro im Hochformat geschossen. Diese Kombi hat allerdings trotz Holzstativ im böigen Wind vibriert. :(

Der ganze heutige Tag ist dahin gegangen, weil Hugin mehrfach seltsame Bildergebnisse geliefert hat. Eine Hugin-Neuinstallation half nicht.
Erst die Idee nach etlichen Stunden, die Rohbilder noch einmal durch das SPP laufen zu lassen und daraus frische TIFFs zu kreieren,
löste dann das mysteriöse Problem. Ich habe nicht die geringste Ahnung, worin der Fehler der ursprünglichen TIFFs bestand.
Sie ließen sich normal im DT und GIMP und Bildbetrachtern öffnen. Nur Hugin konnte sie irgendwie nicht sauber "verdauen". :confused:


Atypische Polfilter-Verwendung
Allgemein bekannt ist, das Polarisationsfilter ca. im 90°-Winkel zur Sonnenrichtung den blauen Himmel am besten verdunkeln.
Bekannt ist auch, dass Wasseroberflächen und Glasflächen unter spitzerem Winkel betrachtet eine Polarisationsrichtung auslöschen,
sodass dieses polatisierte Licht dann per Polfilter zu Effekten genutzt werden kann. Vielleicht noch nicht allgemein bekannt ist,
dass Polfilter zum Sonnenuntergang und besonders im Erdschatten im dem Sonnenuntergangspunkt gegenüber liegenden
Himmelsbereich eine Verdunklung des Himmels ermöglichen. Das kostete im obigen Bild zwar sehr die tollen Dämmerungsfarben
im Himmel. Ermöglichte jedoch durch die "Dynamikkompression" der Himmels-Absenkung erst, dass der ganze Bildinhalt
ohne weitere Tricks (noch halbwegs) im Wohlfühlbereich der Kamera gelandet ist.
Vielleicht hilft diese Anregung Jemandem.


Herzlicher Grüße vom Waldschrat! :)





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23.04.2016
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Guest

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Janni

Janni

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Ein gelungenes Pano und der lilafarbene Himmel sieht dabei auch gut aus :daumen:

Gibt es eigentlich bestimmte Gestaltungsregeln für Panoramen, die ich mir als absoluter Panoramaanfänger mal zu Gemüte führen sollte?
Erlaubt ist was gefällt....so sehe ich das bei Panos und entscheide den finalen Bildschnitt eher aus dem Bauchgefühl heraus, hängt auch davon
ab was alles im Pano zu sehen ist ;)

Bei einem "normalen" Bild kann man die Bildgestaltung mit der Drittelregel ganz gut anwenden weil man sich den Bildausschnitt einer Szene aus-
suchen kann und bei der Aufnahme auch Einfluss darauf hat was alles im Bild zu sehen ist.
Bei einem Pano sind diese Möglichkeiten doch stark eingeschränkt weil man mit dem breiten Panorama mehr einen Eindruck der Kulissen und (fast)
kompletten Umgebung einfängt, bzw. wiedergeben möchte.
Mit einem Pano wird versucht eine Art Stimmung, die dort zu dem Zeitpunkt vorhanden war, mit zu übertragen....hoffe Du verstehst in etwa wie
ich das meine :p
Es geht halt nicht nur um ein bestimmtes Motiv sondern vielmehr das man die Umgebung in der sich ein bestimmtes Motiv befindet im Bild mit
überträgt, also mit dem "ganzen drumherum" sozusagen :p

Auf die Horizontlinie kann man natürlich mehr Einfluss beim Bildschnitt nehmen, da entscheide ich auch aus dem Bauchgefühl heraus was am
Ende besser aussieht....hängt auch wieder davon ab ob sich wichtige Bildelemente im Vordergrund befinden oder ob der Himmel samt Wolken
überhaupt sehenswert ist ;)

Die Verwendung von Polfiltern während den Einzelbildaufnahmen ist teilweise auch etwas kritisch zu sehen. Durch den sehr grossen Bildwinkel,
den man durch ein breites Pano abdeckt, kann der Polfilter nicht den ganzen Himmel tiefblau filtern sondern nur einen Teilbereich.
Im fertigen Pano kann es dadurch zu einem recht ungleichmässigen Himmelsblau kommen :D









Gruss
JAN
 
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Waldschrat

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Ein gelungenes Pano und der lilafarbene Himmel sieht dabei auch gut aus :daumen:
...
Danke Jan, für die ausführliche Antwort.
Dann liege ich also halbwegs richtig mit dem Gefühl, dass Panos noch einmal eine ganz eigene Welt sind, gegenüber "normalen" Bildern.
Nur: Lila kommt für meine Augen im Himmel nicht wirklich vor. Auf allen beiden Rechnern nicht! Lila wäre auch nicht beabsichtigt. :eek:
Wahrscheinlich kommt als Nächstes Jemand und sagt mir zu Recht: "Hast Du Deinen Monitor kalibriert?" Nö, hab ich nicht. Aber wenn solche
Rückmeldungen kommen wie vom lila Himmel, wo ich Blau, Rosé und weiter oben intensives Türkis sehe, aber nirgendwo LILA,
geben mir dann schon zu denken. :confused: :eek:

Schönen Abend allen heimlichen und unheimlichen Mitlesern
Euer Waldschrat! :)
 
Robert

Robert

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... vor allem links das Wolkenband ist etwas lila; es ist eher der Hintergrund, der deutlicher ins Lila kippt.

(Eine Kalibrierung hat durchaus Vorteile, wenn man Bilder zeigen möchte ;))
 
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muezin

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Gestaltung in Panoramen
Sagt mal, ihr Panorama-Füchse:
Gibt es eigentlich bestimmte Gestaltungsregeln für Panoramen, die ich mir als absoluter Panoramaanfänger mal zu Gemüte führen sollte?
Aus dem Bauch heraus scheint eine Lage des Horizontes im Goldenen Schnitt oder per Drittelregel nicht zwingend; eine mehr
mittige Horizontlage scheint im Pano zu funktionieren. Das Gleiche für das Hauptobjekt/Zentrum der Aufmerksamkeit. Scheint mir bei
Panos auch eher in Bildmitte akzeptabel, im Vergleich zu "normalen" Fotos. Wie gesagt, Bauchgefühl, ohne jedes Fachwissen. :eek:
Was meint Ihr? Wo kann ich nachlesen?
Kann ich so ziemlich unterschreiben...
Kommt wie immer ganz auf das Motiv an.
Wenn der Himmel nur "relativ langweilig" z.B. blau ohne Wolken ist, dann muss der auch nicht viel Platz bekommen. Dann eher drittel Regel und der Himmel bekommt oben nur ein Drittel.
Wenn aber der Himmel toll ist und der Vordergrund nicht so viel Info hat, dann halt der Himmel zwei drittel.
Wenn aber alles spannend ist, dann halt der Horizont in der Mitte - für mich oft auch o.k.
Ansonsten wir immer - nix- ab oder anschneiden...
Sprich irgendwelche Geländer oder sowas, Gebäude sowieso nicht.
Möglichst ganz mit drauf, weils doch harmonischer rüberkommt.
Deswegen macht man ja 'n Pano um alles drauf zu bekommen.
Deswegen passt für mich Dein Pano einwandfrei!
Der Vordergrund ist zwar nicht so informativ, aber es wäre nicht so harmonisch die Gebäude links vorne anzuschneiden, wenn man unten beschneiden würde...
Für mich alles richtig gemacht :daumen:
Und:
Yep - Lila! :D
 
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Vielen Dank auch noch an Dich Thomas, Robert und Günther für die Rückmeldungen!

Fand letzte Nacht den Grund, warum ich den lilafarbenen Himmel nicht sehen konnte!
Grundsätzlich ist mein Monitor erfahrungsgemäß für meinen Amateurgebrauch farblich auch ohne Kalibrierung ganz okay.
Aber: Irgend ein Strolch muss irgendwann das Profil von neutral auf warm umgestellt haben! Das Bild "warm-"unterscheidet sich gefährlicher
Weise nicht wesentlich. Aber bestimmte Farbtöne werden dann offensichtlich türkis angezeigt, wenn sie in Wirklichkeit schon ins Lila abdrifteten. :eek:

Viel schlimmer: Ich habe keine Ahnung, wie lange das schon so ging... :confused: :eek: :rolleyes: :mad:

Also noch einmal einen Tusch mit Trommelwirbel für's mit der Nase draufstubsen. :daumen:


Herzlicher Gruß vom Schrat!
 
Try

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Gut, dass du den Thread nochmal hochgeholt hast, hier wollte ich doch auch mal kommentieren. :D

Ist jedenfalls gelungen, scheint eine schöne Ecke für Panos zu sein. :daumen:

Bezüglich Gestaltung: Hier hast du ja im Prinzip schon eine Dritteleinteilung gewählt, oberes Drittel Himmel, unteres Drittel Vordergrund, Mitte Häuser.
Ansonsten würde ich tendentiell unterscheiden, wie breit das Pano letztendlich werden soll und für welchen Ausgabezweck.
Bei extrem breiten Panos, die man dann eher stückchenweise betrachtet, sollte auf jeden Fall vertikal eine sinnvolle Gestaltung da sein, horizontal kann man sich ja beim Druck davorstellen, am PC hinscrollen, wo es gerade interessant aussieht, deshalb muss da nicht von vornherein extrem gestalterisch aufgeteilt werden. Eine eher homogene Gestaltung ohne extrem auffällige Motive (eben Häuserreihen, Gebirgsketten) dürfte aber grundsätzlich harmonischer wirken. Oder eben mehrere Bilder in einem, zum Beispiel an einer Stelle ein Dorf, woanders Felder, die dann farblich hervorstechen. Mit ausreichend großen Zwischenbereichen, wo nicht viel los ist.
Wenn das Pano schmaler ist und durchaus noch als Ganzes gesehen werden kann, dann sollte es auch in sich harmonisch wirken und kann vielleicht ein Hauptmotiv irgendwo im horizontal goldenen Schnitt oder Drittel haben.

Wären so meine Betrachtungen zum Thema, ohne Anspruch auf Ahnung haben. :D
 
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Hallo Helena!

Ich danke für Deine Gedanken zum Gestaltungsthema! :daumen:

Schönen Abend! :)
 
GD7

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Die Verwendung von Polfiltern während den Einzelbildaufnahmen ist teilweise auch etwas kritisch zu sehen. Durch den sehr grossen Bildwinkel,
den man durch ein breites Pano abdeckt, kann der Polfilter nicht den ganzen Himmel tiefblau filtern sondern nur einen Teilbereich.
Im fertigen Pano kann es dadurch zu einem recht ungleichmässigen Himmelsblau kommen :D


Gruss
JAN
Das stimmt, Polarisationsfilter und Reihenaufnahmen für ein Panoramabild, das geht meistens nicht gut, da er bei den unterschiedlichen Winkeln zur Sonne, unterschiedlich auf die Aufnahmen wirkt.