oz75
Moderator
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Danke für die sehr interessanten Ausführungen! :daumen:
Geht man nach Tabellenwerken, ist das mit der Dehnung so. Praktisch gibt es größere Variationen.
Hier auf Seite 65 (eines wirklich sehr schönen Skriptes!) aufgeführt.
Ich bin mir nicht 100% sicher, aber so wie es aussieht, handelt es sich vornehmlich um Betonplatten, die auf einem Stahlträgerwerk aufliegen. Der Beton ist vermutlich nicht stahlbewehrt. Die großen Löcher mit den Trägern darunter ermöglichen diesbezüglich eine gewisse Forensik.
Oh ja - Opus caementitium.
Branntkalk, Füllstoffe, Wasser, Puzzolane. Siehe Pantheon-Decke. Faszinierend, was für ein enormes Wissen die Römer diesbezüglich schon hatten - denn sie haben den Baustoff sehr kompetent verarbeitet.
Hatten sie keine Puzzolane (Tuff /Trass), so haben sie die nächstbeste Variante gewählt - Ziegelklein. So einen Mörtel aus (Lösch)kalk, Sand Wasser und Ziegelmehl habe ich noch kürzlich verarbeitet. Jeder Gipspampe (Stichwort Rotband, etc...), die heutzutage im Innenbau verarbeitet wird, in puncto Baubiologie haushoch überlegen. Jedoch aufwendig in der Herstellung und Verarbeitung. Die nächstmildere Variante ist Luftkalkmörtel (ohne Ziegelklein).
Das Wissen der Römer (bezüglich hydraulischer Mörtel) ging zeitweilig verloren, so dass in den Jahrhunderten danach etwas obskure Mischungen mit Eiern und sonstigem organischen Zeugs genutzt wurden - mit der Folge, dass die organischen Bestandteile vergammelten und der Mörtel bröselte. Man hat das dann wohl mit einem etwas "stärkeren Wandaufbau" versucht, zu kompensieren.
Sehe ich auch so, zumal Du neben den Bildern immer sehr viel Wissen Drumherum in die Threads stellst. :daumen: Und so ein wenig Ingenieurstalk hat hier bisher noch keinen umgebracht. Ganz im Gegenteil: Das Faszination der Bilder gepaart mit der Faszination bezüglich Bau, Verfall etc... - das passt sehr gut.
Gruß,
Oz
Wir haben es mit dem alten Gruselsteig mit einem (meiner Ansicht nach) erstaunlich modernen Stahlbeton-Bauwerk zu tun.
Stahlbeton ist ein klassischer Verbundwerkstoff! Stahl ist zäh und enorm zugfest, Beton ist spröde und enorm druckfest.
Die Kombination "Stahlbeton" ist deshalb möglich und i.d.R. enorm langlebig, weil Stahl und Beton eine FAST gleiche Wärmedehnung an den Tag legen..
Geht man nach Tabellenwerken, ist das mit der Dehnung so. Praktisch gibt es größere Variationen.
Hier auf Seite 65 (eines wirklich sehr schönen Skriptes!) aufgeführt.
Ich bin mir nicht 100% sicher, aber so wie es aussieht, handelt es sich vornehmlich um Betonplatten, die auf einem Stahlträgerwerk aufliegen. Der Beton ist vermutlich nicht stahlbewehrt. Die großen Löcher mit den Trägern darunter ermöglichen diesbezüglich eine gewisse Forensik.
Schon die antiken Römer kannten den Beton!:daumen: Vulkanasche + Sand = Beton ... zu bestaunen z.B. in Xanten!!
s
Oh ja - Opus caementitium.
Hatten sie keine Puzzolane (Tuff /Trass), so haben sie die nächstbeste Variante gewählt - Ziegelklein. So einen Mörtel aus (Lösch)kalk, Sand Wasser und Ziegelmehl habe ich noch kürzlich verarbeitet. Jeder Gipspampe (Stichwort Rotband, etc...), die heutzutage im Innenbau verarbeitet wird, in puncto Baubiologie haushoch überlegen. Jedoch aufwendig in der Herstellung und Verarbeitung. Die nächstmildere Variante ist Luftkalkmörtel (ohne Ziegelklein).
Das Wissen der Römer (bezüglich hydraulischer Mörtel) ging zeitweilig verloren, so dass in den Jahrhunderten danach etwas obskure Mischungen mit Eiern und sonstigem organischen Zeugs genutzt wurden - mit der Folge, dass die organischen Bestandteile vergammelten und der Mörtel bröselte. Man hat das dann wohl mit einem etwas "stärkeren Wandaufbau" versucht, zu kompensieren.
Was hier konkret in Faden kam, finde ich nicht wirklich OT ... ich 'freu mich jedenfalls über das starke Feedback, das für einen "nicht Technik Faden" schon IMHO außergewöhmnlich ist.![]()
Sehe ich auch so, zumal Du neben den Bildern immer sehr viel Wissen Drumherum in die Threads stellst. :daumen: Und so ein wenig Ingenieurstalk hat hier bisher noch keinen umgebracht. Ganz im Gegenteil: Das Faszination der Bilder gepaart mit der Faszination bezüglich Bau, Verfall etc... - das passt sehr gut.
Gruß,
Oz
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