Der fliegende Tod

  • Ersteller des Themas Raybin
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Raybin

Guest
Vor 2 Tagen habe ich es endlich mal wieder geschafft ein paar Fotos outdoor zu schiessen.
Leider verhindert meine Gesundheit dies ja fast gänzlich.
Ich habe lange überlegt ob ich diese Bilder hier einstellen soll. Es ist purer Kontrast zu den schönen Blumen und Tierbildern, den Sonnenuntergängen usw usw usw
Denn es zeigt die unverblümte Wahrheit, die aktuelle Politik und ganz profan den fliegenden Tod.
Diese F-16, die 91-0412 ist in Spangdahlem stationiert. Ich habe Hunderte solcher Bilder von F-16 gemacht weil mich das Flugzeug als Solches und nicht als Waffe interessiert.
Doch dieses Bild ist anders.
Wenn man sich die Flecken unter der Cockpithaube ansieht erkennt man dass es keine Striche sondern stilisierte Bomben sind. Jede Bombe steht für einen Angriff mit scharfen Waffen. Diese F-16 sowie 11 andere F-16 aus Spangdahlem waren Anfang 2017 in Syrien. Und jede aufgemalte Bombe bedeutet dass sie geflogen ist, gekämpft hat und vermutlich bei jedem Einsatz auch Menschen getötet hat.Dazu kommt noch dass diese spezielle Maschine etwa 120 Einsätze anzeigt und damit die F-16 mit den wenigsten Einsätzen ist. Andere haben teilweise mehr als doppelt soviele.

Die Bugsektion mit den "Mission markings"

412a.jpg

Für mich ist die F-16 eines der elegantesten Flugzeuge der Welt. Ich liebe Flugzeuge, in allen Formen und Farben.
Doch als ich diese Bilder gemacht habe ist mir auf einmal ganz deutlich geworden dass wir nur einen kleinen Schritt von einer globalen Katastrophe entfernt sind, besonders wenn man die aktuellen politischen Entwicklungen betrachtet. Die Unterschiede sind eigentlich marginal.
Die Waffen die die F-16 auf diesen Bildern trägt sind taub und stumm. Es sind Übungsdummies. Das erkennt man an den blauen ringförmigen Kennzeichnungen.
Vor Syrien hätte das Bild genauso ausgesehen. Schöne Maschine, Übungswaffen, einfach ein Genuss für Fliegerfreunde.
Doch die über 100 kleinen Bomben ändern alles.
Jedenfalls für mich. Es mag für manchen dumm erscheinen dass ich ( und viele meiner Spotterkollegen) diesen fliegenden Tod nur als schöne Maschine angesehen haben. Es war, ist und bleibt eine tödliche Waffe. Das war mir immer schon bewusst. Das was sich geändert hat ist dass der Tod durch sie jetzt Realität ist und kein Planspiel mehr.
Die Wahrnehmung der Realität hat sich geändert.
Bislang kannten wir die Maschinen als übende Flieger, Luftpolizei die mal schnell nach dem Rechten kuckte wenn ein anderes Flugzeug sich nicht korrekt meldete und als Begleitmaschinen für wichtige Politiker. Alles ganz harmlos.
Der Krieg, egal ob in Syrien, Iran, Irak, Afghanistan oder sonstwo war immer weit, weit weg. Jetzt ist er mein direkter Nachbar.
Ich hätte nie gedacht dass mich das so erschüttern würde. Vielleicht liegt es daran dass ich an meine Kinder gedacht habe und mir vorgestellt habe sie würden in Syrien leben.

Die 91-0412, eine meiner geliebten fliegenden Schönheiten die ich jetzt mit ganz anderen Augen sehe....

412b.jpg

Sorry für den langen Text, aber das musste ich mir mal von der Seele schreiben. Wenns zu politisch ist dann bitte ich die Mods den Beitrag einfach zu löschen.
Gruss
Ray
 
dj69

dj69

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Moin Ray,
in Anbetracht der momentanen politischen Lage finde ich deine Gedanken sehr angebracht und wichtig! Die Nachrichten bringen es gerade wieder, Trump droht Nordkorea...
Was für eine Welt ist das im Moment, vor kurzem war es noch die Euphorie über das Ende des kalten Krieges die durch die Luft schwang und die Angst vor Krieg und Zerstörung wegwischte.
Jetzt ist es anders. Ein Despot, oder ein irrer Anführer, wie auch immer man es nennen will, reicht um die Welt ins Chaos zu stürzen. Kennen wir ja...

Deine Bilder sind klasse! Die F16 ist auch eins meiner Lieblingsflugzeuge, auch wenn sich mein Interesse eher auf Schienenfahrzeuge verschoben hat, Flieger sind immer wieder schön.
Auch wenn es sich um eine fliegende Waffe handelt... die eigentlich nie zum Einsatz hätte kommen sollen...
Dir wünsche ich alles Gute und das deine Gesundheit hoffentlich wieder besser wird!
 

Raybin

Guest
Noch ein Nachtrag zum fliegenden Tod.
Vor ein paar Tagen habe ich erfahren dass einer der Piloten der die scharfen Einsätze geflogen ist nun nicht mehr unter uns weilt.
Und es war nicht das Flugzeug oder eine Waffe die ihn umgebracht haben.
Er ist beim Joggen von einem Auto erfasst worden und leider tödlich verletzt worden.
Bei manchen Autofahrern müsste man auch jedes Mal wenn sie losfahren so eine "Mission Mark" auf ihr Auto drucken.

Was ich persönlich schlimm finde ist die Tatsache dass verschiedene Leute den Tod des jungen Mannes als "nicht tragisch" bezeichnen weil er ja selber (höchstwahrscheinlich) anderen den Tod gebracht hat.
Nur stelle ich zwischen einem Kampfpiloten im Einsatz und einem schon am Nachmittag besoffenen Autofahrer doch einige Unterschiede fest.
Jeder unnötige Tod ist tragisch, egal ob es eine Bombe, ein Auto oder eine Krankheit sind die ihn bringen.
Hoffentlich wird die Menschheit einmal so schlau dass solche Beiträge wie dieser dann nicht mehr geschrieben werden müssen.
Gruss
Ray
 
oz75

oz75

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Danke für die sehr guten Aufnahmen der Viper und für Deine Ausführungen, Ray!

...
... verschiedene Leute den Tod des jungen Mannes als "nicht tragisch" bezeichnen weil er ja selber (höchstwahrscheinlich) anderen den Tod gebracht hat. ...
Ich finde es gut, dass Du so etwas zur Ausprache bringst. Es ist wichtig. Entlarven doch solche Statements häufig, dass gerade jene, welche eine moralische Deutungshoheit für sich/eine Sache postulieren, nicht selten an einfachsten moralischen Standards scheitern.

Solche Verhaltensweisen findest Du nicht nur bei Kriegsgegnern und Pazifisten, sondern auch in vielen anderen Themengebieten (Klima, Umwelt, etc...), in denen offziell/medial akkreditierte "Gute" über offiziell/medial akkreditierte "Schlechte" urteilen.

Es finden im 21. Jahrhundert viele Hexenjagden statt. Mal sehen, wann die Hexenverbrennung wieder eingeführt wird.

Gruß - und mehr Spiegel für die Menschheit,
Oz
 
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Klaus-R

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Hallo Ray,

erstmal sind die Aufnahmen technisch gut:daumen::klatschen: und (so wie Du das ja auch relativierst) nicht zuletzt auch technich sehr interessant.

Wer sich für Hochleistungsflugzeuge interessiert (ich übrigens auch) kommt leider an Militärmaschinen überhaupt nicht vorbei.
Die für mich schönste und leider auch miltärisch genutzte Messerschmitt BF 109 ist mein persönliches Lieblingsflugzeug und ich 'hab mit Krieg nun gar nix am Hut ... habe statt Wehrdienst 10 Jahre lang beim THW "gedient".

https://www.youtube.com/watch?v=BzUUlO6ihwE

Ich hab' das Dingen mit 1,85m Spannweite früher als Modellflugzeug RC-geflogen ... keine andere Propellermaschine hat an der Fernsteuerung sooo viel Spaß gemacht, wie eben diese.

(man kann so ein Modellflugzeug übrigens auch "bunt" lackieren ... wenn's nur um das Flugzeug geht!)

Sie ist und bleibt wohl mit mehr als 35.000 Einheiten das meistgebaute Flugzeug aller Zeiten. Ganze zwei dieser Maschinen (eine oben verlinkt) blieben (flugfähig) erhalten ... klar warum ... aber dennoch "schade", wenn man bedenkt, dass noch mehrere hundert britische Spitfires und amerikanische Mustang-P51 auf Flugschauen zu sehen sind.

Genau wie Dich interessiert mich das Flugzeug nur als Flugzeug. Ich weiß praktisch alles über die Technik, insbesondere über den überlegenen wassergekühlten Daimler Benz V12 - Einspritzmotor, von dem Rollce Royce Merlin damals nur träumen konnte.

Die Bewaffnung der Maschinen hat mich nie interessiert ... schlimm, dass es sowas geben musste ... bitte NIEMALS wieder ... ein frommer Wunsch, denn es wird wieder passieren.

Fast genauso schön finde ich übrigens das zivile "Vormodell" der legendären ME 109 ... Willy Messerschmitts BF-108 Taifun .. ein Vorkriegs-Sport-Tiefdecker, der auch heute noch aerodynamisch kaum zu toppen ist und einen Motor hatte, der auch heutigen Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit genügt. Damals absolut richtungsweisend hat diese Maschine die Aera der Doppeldecker beendete und sollte Meisterstück von Willy Messerschmitt bleiben ... zu überzeugend schnell und sicher war diese Maschine schon damals.

https://www.youtube.com/watch?v=O6p1FnVqiXY

Sorry für den OT .... aber er hat mich sozusagen mitgerissen, was Du oben schreibst.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 

Raybin

Guest
Ich hab die Me109 von der Messerschmitt-Stiftung, die "rote 7 " 2005 fliegen sehen bevor sie ihre Bauchlandung gemacht hat. Ist schon ein tolles Gerät :)
Gruss
Ray
 
Klaus-R

Klaus-R

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Ich hab die Me109 von der Messerschmitt-Stiftung, die "rote 7 " 2005 fliegen sehen bevor sie ihre Bauchlandung gemacht hat. Ist schon ein tolles Gerät :)
Gruss
Ray
Jou ... hier zu sehen!

https://www.youtube.com/watch?v=Dx8U3nDRPUs

Die 109 hat hervorragende Lansam-Flugeigenschaften, wie hier sehr nützlich oder sogar lebensrettend.

Das Fahrwerk war so genial konstruiert, dass man es auch bei stehendem Motor (also ohne Hydraulikunterstützung) sozusagen luftstromunterstützt aushahren konnte. Genau richtig, dass der Pilot es gar nicht erst versucht hat, denn die Zeit hätte NIE gereicht es einzurasten. Mit halb ausgefahrenem Fahrwerk hätte Die Maschine sich mit Sicherheit überschlagen. Die Bauchlandung war genau richtig! So war sie nur leicht beschädigt und ist längst repariert.

Flugschauen sind ja grundsätzlich deshalb so gefährlich, weil bei Motorproblemen oft keine Sicherheitshöhe gegeben ist, die Landebahn nicht angesegelt werden kann.

Die RED 7 ist eine 109 G (im Krieg "Gustaf" genannt) ... die letzte und stärkste 109 mit dem 1400PS starken DB 604 Motor.

Sie ist IMHO nicht die hübscheste 109. Der neu konstruierte und um 280PS erstarkte Benz Motor machte eine Verstärkung des Rumpfes erforderlich und eine Spannweitenvergrößerung von etwa 10m auf etwa 11m notwendig, weil das Startgewicht durch die Änderungen gestiegen war.
Flugdynamisch wurde die Maschine zwar schneller, aber auch unbeweglicher.

Die "schönste" 109 ist die E-Serie "Emil" genannt ... schlanker und damit eleganter, wie ich finde.....

https://aviation.stackexchange.com/...ersions-of-the-me-109-use-a-braced-stabilizer

Eine "Emil" erkennt man sofort am damals noch "abgespannten" Höhenleitwerk, das ab Serie F dann freitragend ausgeführt wurde.

Grüße

Klaus
 
softdown1

softdown1

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Moinsen Ray,

über dem, was die Flieger machen muss man wohl einfach nicht nachdenken. Die Piloten dürfen sich gerne ihre „Punkte“ auf die Maschine kleben und stolz darauf sein, aus einer Höhe von 10.000 Metern in unter 5 Sekunden in etwa 13 Kollateralschäden produziert zu haben.

Dazu kann bis dahin die Maschine nichts. Wäre das alles nicht erfunden worden, so würden diese… hm… was ist eigtl. die Halbform von Primat? Halbmat? Schwachmat? Soll mal egal sein – jedenfalls würden die mit einer Keule bewaffnet in das nächste Dorf ziehen und dort die Leute per Hand erschlagen. Zumindestens die, die man als feindliche Kombattanten identifizieren würde. Das Dorf mit den Zivilisten würde anschließend niedergebrannt werden.
Passende Beispiele in der Geschichte gibt es mehr als genug. Und dass es dazu nicht mal eines militärischen Konfliktes Bedarf wissen wir spätestens seit der katholischen Kirche (was andere Religionen in keinster Weise entschuldigt oder besser stellt – wer morden muss, weil _sein_ imaginärer Kumpel viel geiler ist hat was an der Waffel).

Natürlich ist es traurig, wenn man das sieht und versucht(!) sich vorzustellen, wieviel hundert Kilo Sprengstoff jedes Bildchen auf der Maschine wohl gewesen sein mögen und welches Leid das gebracht hat. Aber offensichtlich ist das alte britische System nicht mehr cool genug: 2 Leute, Rücken an Rücken, 10 Schritte und abdrücken.

Es bleibt aber, wie es ist – es sind technische Meisterwerke, die zwar kaum einen praktischen (zivilen!) Nutzen haben, aber das haben Formel 1 Renner auch nicht.

Persönlich ziehe ich der F16 aber die F14 vor – derlei Technik auf 200 Meter Landefläche kontrolliert abstürzen zu lassen finde ich beeindruckend :D.

Beste Grüße,
softdown

p.s.: Wirklich beeindruckende Bilder sind dir gelungen!
 

Raybin

Guest
@ softdown
Also ich würde es vorziehen mit einer entsprechend ausgebauten F-16 auf dem Dampfer zu landen ;)
Die F-14 Tomcat ist behäbiger, schwerer zu manövrieren und fast doppelt so schwer.
Nichts desto trotz ist die Tomcat einer meiner absoluten Lieblingsflieger. Leider hab ich sie nur einmal fliegen sehen, irgendwann Mitte der 80er in Ramstein ( vor dem grossen Knall 88 )
Gruss
Ray
 
Klaus-R

Klaus-R

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(...)
Es bleibt aber, wie es ist – es sind technische Meisterwerke, die zwar kaum einen praktischen (zivilen!) Nutzen haben, aber das haben Formel 1 Renner auch nicht.(...)
Mal ganz abgesehen davon, dass ich Dir hier in wirklich allen Punkten recht gebe, bin ich mir NUR bei dieser Feststellung nicht ganz sicher ....

Dazu kommt, dass ich mich nur mit historischen Flugzeugen wirklich gut auskenne, mit modernen eher nicht.

Krieg bzw. das Ziel, anderen deren Leben zu nehmen, hat Wissenschaft und Technik (leider oft) erheblich vorangebracht bzw. beschleunigt.

Das Strahltriebwerk "Jet-Engine" bleibt eine deutsche Erfindung, die 1942 (mitten im 2. Weltkrieg) debuttierte und deshalb notwendig wurde, weil Propeller-Jagdflugzeuge (aus technischen Gründen) einfach nicht mehr schneller werden konnten.

Heute sind Strahltriebwerke Standard bei jedem Ferienflieger und technisch gegenüber dem Klassiker JUMO 004 von damals nur verfeinert ... das Prinzip blieb genau das gleiche.

Auch der sog. "Vorflügel" eine geniale Erfindung (zur Auftriebsverstärkung bei Start und Landung) von Willy Messerschmitt war eine "Kriegserfindung" und findet sich seither bei jedem zivilen Jet wieder.
Die Me 262 reizte schon 1942 wirklich ALLES aus, was "unterschall" flugdynamisch möglich war und ist.
O.K.. Der zivile Überschallflug war ein sehr teurer FLOP ... da muss ich zustimmen.
Auch bei den Formel 1 "Autos" gebe ich Dir recht ... das sind keine Autos! ... das sind unsinnige Flugzeuge, die kurz vor dem Abheben aerodynamisch am Abheben gehindert werden. Wenn der Fronstspoiler abbricht, heben sie wirklich ab .... das sind Klamotten ohne jeden wirklichen zivilen Nutzen ... absolut richtig.

Grüße und viel Spaß mit den Fliegern und deren Photos

Klaus
 
Waldschrat

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Krieg bzw. das Ziel, anderen deren Leben zu nehmen, hat Wissenschaft und Technik (leider oft) erheblich vorangebracht bzw. beschleunigt.
...
Stimmt nicht! Das ist -sorry- leider eine ganz typische und sehr gefährliche Kriegs-Schönrederei. :eek:


Genau das Gegenteil ist der Fall: Der erste und zweite Weltkrieg haben Europa und die Welt um Jahrzehnte in der Entwicklung verzögert. Das liegt schlicht an der Verengung des Denkens in Kriegszeiten, sowie der Konzentration der Forschung ausschließlich auf Dinge, die für den Krieg taugen. Jede Technologie jedoch, die für das zivile Leben tatsächlich einen Nutzwert hat, wäre mit Sicherheit auch ohne die Kriegsmaschinerie entwickelt worden. Auch das genannte Strahltriebwerk.

Ein Beispiel? Elektromobilität auf Schiene und Straße zum Beispiel. Für die Weltkriege benötigte man dringend Fahrzeuge, die irgendwo im Feld disloziert noch funktionieren. Das ging seinerzeit auf die Schnelle nur via Verbrennungsmotoren. Sonst hätte es wohl schon vor 60 oder 70 Jahren keine Diesel- und gar Dampfloks mehr auf den Schienen gegeben (weil alle Bahnstrecken elektrifiziert!). Auch die vor über hundert Jahren als Prototypen existenten Elektro-Autos wären damals schon weiter entwickelt worden. Individuelle Elektromobilität wäre seit vielen Jahrzehnten flächendeckend Standard. (Wird uns nun aber als was ganz Neues angepriesen. ;-))

Man tut nix Positives für die Menschen, indem man sie ermordet. :mad:


Soviel dazu.
 
L*A*B

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@Waldschrat:
1. :daumen:
2. Ich lese gerade die Geschichte des dreißigjährigen Kriegs. Wurgs... :eek:
3. Heute geht es um Rohstoffe, die "wir" wegen übermäßigen und pervertierten Ansprüchen glauben zu brauchen.
4. Die Menscheit befindet sich imho auch jetzt kortikal immer noch auf Steinzeit-Niveau = Egoismus und fehlendem Bewußtsein über das "Gesamt-Feld".
5. Ergo? > Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi, svaha!
 
softdown1

softdown1

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Moinsen zusammen,

@Klaus
Richtigerweise hätte ich wohl schreiben sollen, dass die Kampfjets in ihrer momentanen Form keinerlei zivilen Nutzen haben oder bringen. Auch demilitarisiert hat eine Überschallmaschine praktisch ohne Laderaum und nur eine Person eher keinen gesteigerten nutzen ;).

Was die Entwicklung angeht, so bin ich auch eher bei Schrat – das Militär selber „erfindet“ meistens nichts (sinnvolles ;)). Die Ideen gibt es i.d.R. bereits vorher. Werner von Braun ist ja das Paradebeispiel dafür, wie sich Wissenschaft schlicht nach dem verfügbaren Kapital orientiert hat. Das Interesse von „von Braun“ an einer Flugbombe war quasi nicht vorhanden und eher notwendiges Übel für seine eigentlichen Forschungen (für die er im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen ging).

Aber das ist natürlich auch alles wieder hätte, hätte, Fahradkette. Hätte man einen gewissen Vegetarier ausnahmsweise trotz Abstinenz von Können an der Kunsthochschule angenommen, so würden wir heute ganz sicher auch mit dem Jet um die Welt düsen ;).

Beste Grüße,
softdown
 
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