Telekonverter 2 fach als Vorsatzkonverter

Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
18.046
Gefällt mir
59
Wer sagt denn das?!;)

Das ist nämlich genau falsch!

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffnungsverh%C3%A4ltnis

Die Maximale Lichtstärke einer Photooptik (Öffnungsverhältnis) bemisst sich aus dem Quotienten "wirksamer Öffnungsdurchmesser der Optik" geteilt durch die Brennweite.

Der wirksame Öffnungsdurchmesser entspricht näherungsweise dem Durchmesser der Frontlinse einer Objektives .... in der Prakis immer etwas weniger!

Der wirksame Öffnungsdurchmesser des Objektives wird durch den Vorsatz praktisch nicht vergrößert ... falls doch, dann marginal! Die Brennweite dafür aber verdoppelt. Da die Brennweite im Nenner steht, halbiert sich das Öffnungsverhältnis ca..

(...)Taugt so etwas? Gibts Erfahrungen?(...)
Taugt nix! Da darfst Du Dich von Grundschärfe und insbesondere von Randschärfe getrost verabschieden. Ferner sind solche Vorsätze "Sammelgeräte" für Lensflares aller Art.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
Ich befürchte, dass Du Recht hast, was die Qualität betrifft.
Ich glaube jedoch, die Lichtstärke bleibt tatsächlich erhalten.

Die /wirksame/ Eintrittspupille ist genau das, was man sieht, wenn man durch die Frontlinse schaut. Dasselbe "sehen" auch die Photonen, wenn sie in die Linse reinfliegen, denn der Lichtweg ist ja umkehrbar :)
Wenn ein solcher Konverter vor dem Objektiv sitzt, dann sollte man eine Blendenöffnung mit doppeltem Durchmesser sehen.

D.h Brennweite hat sich verdoppelt, Eintrittspupille hat sich verdoppelt => Blendenzahl (Lichtstärke) beibt gleich.

Interessiert wäre ich an Beispielbildern mit 1:1 Pixelausschnitt.

Grüsse,

Peter
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
Gilt dies auch für Telekonverter die zwischen Body und Objektiv montiert werden?


Grüße
Denny
Auf Traumflieger gibt es einen Test, der zeigt, dass die meisten Telekonverter nicht mehr, oder sogar weniger bringen, als eine Ausschnittsvergrösserung.
Sie verschlechtern die Schärfe.

Es gab in diesem Test aber eine Ausnahme; die Schärfe verbesserte sich. Das kann dann passieren, wenn die Fehler von Konverter und Objektiv sich gegenseitig kompensieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas zufällig passiert. ist aber sehr klein. Man muss dazu sehr viel Glück haben ;-)
Evtl. sind Konverter die speziell für ein bestimmtes Objektiv gerechnet sind, besser, aber die Erfahrung spricht dagegen.

Allen Telekonvertern die /hinter/ das Objektiv gesetzt werden, ist aber gemeinsam, dass sich die Blendenzahl um den Vergrösserungsfaktor multipiziert, denn die Gesamtbrennweite wird grösser, die Eintrittspupille bleibt aber unverändert.

Grüsse,

Peter
 
2Nice

2Nice

Beiträge
353
Gefällt mir
0
Auf Traumflieger gibt es einen Test, der zeigt, dass die meisten Telekonverter nicht mehr, oder sogar weniger bringen, als eine Ausschnittsvergrösserung.
Danke, hab diesen Test gerade gefunden.

...Ich frage weil ich nämlich mit meinem Soligor 70-210mm f/3.5 Macro Objektiv möglichst auf 1:1 Abbildung kommen möchte.
Mit meinem 2x Kenko Telekonverter komme ich schon deutlich näher ran als die auf dem Objektiv angegebenen 1:4,5.
Erziele ich mit Zwischenringen bessere Ergebnisse?
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
BTW, Klaus,

Es ist nicht ganz einfach, Infos zu Tele-Vorsatz Konvertern zu finden.
Es gibt da sicher viele Billigprodukte die nichts taugen. Im Camcorder Bereich sind sie aber üblich.

Hier z.B. ein Angebot von Canon, die schreiben explizit dazu, dass die "F Number" erhalten bleibt: http://www.canon.com/bctv/products/optical_acc/tele-side.html.

Hier die Selbstbau Seite von Rainer Emling:
http://www.emling-online.de/converter.html
Er setzt den Konverter u.A. vor das 500mm Beroflex.

Wenn so ein Vorsatzkonverter ordentlich konstruiert und gebaut ist, kann er durchaus taugen. Das Problem ist nur, wie findet man so einen?

Grüsse,

Peter
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
Danke, hab diesen Test gerade gefunden.

...Ich frage weil ich nämlich mit meinem Soligor 70-210mm f/3.5 Macro Objektiv möglichst auf 1:1 Abbildung kommen möchte.
Mit meinem 2x Kenko Telekonverter komme ich schon deutlich näher ran als die auf dem Objektiv angegebenen 1:4,5.
Erziele ich mit Zwischenringen bessere Ergebnisse?
Könnte es sein, dass Du eine Nahlinse suchst?
Mit einem Minolta Achromat No. 1 (2 Dioptrien, respektive 500mm Brennweite) vor meinem 45-200 Tele kann ich maximal eine halbe Zigarettenschachtel formatfüllend abbilden.

Wenn Dein Objektiv eine kürzere Naheinstellung hat als meines, dann sollte noch mehr gehen.
Aber beachten: Nahlinsen verkleinern die Blendenzahl, dadurch sinkt die Schärfentiefe. Man muss also u.U. Abblenden und es ist Glückssache, ob sich Objektiv und Nahlinse vertragen.

Grüsse,

Peter
 
2Nice

2Nice

Beiträge
353
Gefällt mir
0
Könnte es sein, dass Du eine Nahlinse suchst?
Mit einem Minolta Achromat No. 1 (2 Dioptrien, respektive 500mm Brennweite) vor meinem 45-200 Tele kann ich maximal eine halbe Zigarettenschachtel formatfüllend abbilden.

Wenn Dein Objektiv eine kürzere Naheinstellung hat als meines, dann sollte noch mehr gehen.
Aber beachten: Nahlinsen verkleinern die Blendenzahl, dadurch sinkt die Schärfentiefe. Man muss also u.U. Abblenden und es ist Glückssache, ob sich Objektiv und Nahlinse vertragen.

Grüsse,

Peter
Naheinstellgrenze ist mir leider nicht bekannt, hab keinerlei Unterlagen zu dem Objektiv. Ich würd mal schätzen dass ich bei Makro 1:4.5 mit 2x Telekonverter auf ca. 20cm rangehen kann.

Direkt auf der Suche nach einer Nahlinse bin ich nicht. Hab bis Dato auch noch nichts von Achromaten gehört - hab mich gerade eben etwas schlau gemacht.
Im Endeffekt möchte ich mit diesem Objektiv noch weiter ins Macro reingehen können und bin eben auf der Suche nach der besten Lösung dafür. Sei es mit Zwischenringen oder Nahlinsen. Welches ist nun die Bessere Wahl?


Besten Dank
Grüße
Denny
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
Mit Zwischenringen habe ich keine Erfahrung.
In der Handhabung sind Nahlinsen sicher einfacher.
Ich glaube auch, dass Zwischenringe eher für kurze Brennweiten geeignet sind.

Angenommen, Dein Objektiv hat 200mm und eine Nahgrenze von 1m.
(Die Nahgrenze ist normalerweise der erste Wert auf der Entfernungsskala. Bei einem Makro Objektiv sollte das draufstehen)

Für eine 1:1 Abbildung müsste das Objektiv (theoretisch) 400mm von der Sensorebene entfernt sein. Die Nahgrenze (Abstand Sensor Motiv) ist dann (theoretisch) ca. 800mm. Das ist mit Zwischenringen kaum zu erreichen.

Mit einer 10 Dioptrien Nahlinse kann man 1:1 Masstab sicher erreichen.
Man hat dann aber kaum noch die Möglichkeit, am Fokusring zu fokussieren, weil der Bereich nicht mehr ausreicht. Man muss dann fokussieren, indem man den Abstand variiert.

Ich würds mal mit 2 oder 4 Dioptrien versuchen, entweder findest Du eine Lupe, mit der Du es vorher ausprobierst, oder zunächst eine ganz billige Nahlinse, und wenn du dann herausgefunden hast, was Du brauchst, dann kannst Du etwas mehr für einen Achromaten z.B Raynox investieren.
(Ein Achromat ist eine hochwertige farbkorrigierte Nahlinse, ansonsten gibt es keine Unterschiede zu einer billigen Nahlinse)


Grüsse,

Peter
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
Übrigens, die Frontlinsen von alten Ferngläsern und Teleobjektiven sind alle Achromaten. Ich habe mir aus einem alten Exakta 200 mm Zoom die Frontlinse ausgebaut und verwende sie als Nahlinse 10 Dioptrien. Funktioniert prima.

Peter
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
Ich glaube, es gibt noch ein Missverständnis aufzuklären:

Die Entfernungsangaben in der Fotografie und auf dem Objektiv beziehen sich fast immer auf den Abstand Film/Sensor - Motiv und nicht auf den Abstand Linse Motiv.
Nur bei Kompaktkameras ist das anders.

Peter
 
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
18.046
Gefällt mir
59
(...)
Ich glaube jedoch, die Lichtstärke bleibt tatsächlich erhalten.
Genau das ist/wäre nur dann möglich, wenn der Televorsatz trichterförmig aussähe, weil die Eingangslinse des TCs genau den Doppelten Durchmesser der Frontlinse des Basisobjektives haben müsste ... und dann auch noch NUTZBAR ... was das eigentliche optische Problem ist.

Dass das im Eizelfalle mit einem speziell konstruierten "Glasbaustein" möglich wäre, mag sein.

Der eingangs diskutierte Konverter erhält die Blende des Basisobjektives auf gar keinen Fall ... ich habe oben die Physik zerlegt bzw. referenztiert.;)

Grüße

Klaus

P.S. Kauf Dir die Scherbe und Du wirst sehen, dass ich recht habe.;)
Preiswerter ist's, Du glaubst mir.:D
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
Der Frontseitige Adapter kann die Blendenöffnung nicht verkleinern, er kann höchstens vignettieren, wenn der Durchmesser der Linse zu klein ist, bzw. falls er die Blendenöffnung verkleinern würde, dann vignettiert er auch.
Wenn das nämlich so einfach wäre, dann würde man keine Graufilter brauchen ;-)

Mein 100-300 hat frontseitig ein Filtergewinde von 67mm, aber der brutto Linsendurchmesser ist 55mm. Netto wird üblicherweise davon nicht wirklich alles genutzt.
Rechnerisch sind 300mm/5,6 = 53,5mm Eintrittspupille.

Der angebotene Adapter ist aber für 72mm Filtergewinde.
Das Frontgewinde ist 82mm und vermutlich wird die Frontlinse auch bis zum Rand genutzt, was den Schärfeabfall erklärt.
D.h. ausser Transmissionsverlusten gibt es vermutlich keine Lichtstärkeverluste.

Online konnte ich nur aussagekräftige Testbilder von dem Raynox 2025
http://www.raynox.co.jp/german/dcr/dcr2025pro/index.htm
finden.
Der vignettiert laut Angabe von Raynox nicht, die haben eine Kompatibilitätsliste.
Die Testbilder zeigen deutliche CA und Schärfeabfall am Rand; in der Mitte scheint er aber scharf zu sein.
Der kostet aber 200,-, das will ich dafür nicht ausgeben.

Ich hab mir nun dieses Teil von Vivitar bestellt zum Rumspielen:

http://www.amazon.de/Vivitar-Telekonverter-%C3%A4hnliche-Objektiven-Filtergewinde/dp/B003VUJO2G/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1332673042&sr=8-1

Vielleicht hab ich Glück, und er ist in der Mitte scharf ;-)
Ich berichte dann -mit Bildern- ;-)

Grüsse,

Peter
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
Ich hab übrigens bei meinem billigen Sigma Telezoom festgestellt, dass es am langen Ende schärfer wird, wenn man den Rand der Linse mit einer Blende abschattet.
Dann funktioniert aber der Autofokus an meiner Dynax 5D nicht mehr, weil der Fokussensor den Randbereich der Linse braucht, um den Phasenunterschied zu detektieren.
Meine Lumix hat aber einen schnellen Kontrastautofokus, der solche Einschränkungen nicht hat, und der auch keine Front- Backfokusprobleme hat.
D.h. wenns hilft, klebe ich einen schwarzen Papierring vorne auf die Frontlinse und lebe mit ein bissschen Vignettierung.... :D
Wenns bei Blende 8 scharf wird, dann hab ich immer noch einen Vorteil gegenüber der Wundertüte.
Mal sehen, ich bin zu neugierig und MUSS das selber probieren, sonst kann ich nicht mehr ruhig schlafen, ich werd dann berichten ;)

Grüsse,

Peter
 
peterh

peterh

Beiträge
105
Gefällt mir
0
Ich hab nun eine Beurteilung bei Amazon eingestellt. Ich hoffe, dass sie die veröffentlichen.
Ich hab auch 4 Bilder, auf die Schnelle durchs Dachfenster aufgenommen, dort eingestellt.
Das Resultat war: Die Lichtstärke wird nicht vermindert, und die Bildqualität ist gut, wenn man Objektive < 100mm damit verwendet. Verwendet man grössere Brennweiten, dann wird auch die Bildqualität schlecht.
Aber an einer 50mm/2,8 Festbrennweite lieferte er durchaus gute Resultate ohne Lichtstärkeverlust.

Ausserdem vergrössert der Konverter nur 1,5 fach, obwohl er als 2,2 fach
Konverter verkauft wird. 2,2 ist auch auf dem -durchaus edlen- Gehäuse aufgedruckt. Es ist alöso keine Verwechslung von mir, sondern da das Tel in China hergestellt wird, hat sich der Übersetzer wohl geirrt. 1,5 x 1,5 = 2,25. Vielleicht geben die im Chinesischen ja die Flächenvergrösserung statt der Brennweitenverlängerung an :p und das sind Kulturprobleme.

Die Bilder (mit Erläuterungen) sind hier:
http://www.amazon.de/gp/customer-media/product-gallery/B003VUJO2G/ref=cm_ciu_pdp_images_all

Peter
 

Ähnliche Themen


Ähnliche Themen

Neueste Beiträge