1,5 MP ? Olala ... :-)

babha

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Nach einigen interessanten Beiträgen hier im Forum und auf dpreview war ich wirklich neugierig geworden, was die kleine Polaroid mit dem winzigen 1,5 MP Foveon-Sensor zu leisten vermag.
Außerdem hatte ich im Hinterkopf: Könnte die Kleine vielleicht sogar meine IMMER DABEI Foveon-Kamera werden (was die SD9 definitiv nicht ist ;) ) ?
Lange habe ich gesucht, und schließlich in einem Onlinekleinanzeigenmarkt bin ich fündig geworden. Preis noch akzeptabel, Kamera laut Vorbesitzerin praktisch neuwertig und an keiner der bekannten Krankheiten (Dezentrierung des Objektives, Energieversorgung ...) leidend.
Und ja, tatsächlich, ich scheine wieder Glück zu haben. Wie auch schon die SD9 scheint die Polaroid unauffällig zu sein - aber ich habe sie natürlich noch nicht lange ...

Aber nun am besten einige Fotos. Nichts fotografisch wirklich Unverzichtbares, aber für erste "Testzwecke" schon mal ganz interessant:
(Aufgenommen als X3F, konvertiert entweder mit der beiligenden Polaroid-SW (wohl ein irgendwie abgespecktes - die Installationsdatei ist erheblich kleiner als SPP 2.5 - SPP2.5) oder mit der 2.5Version von SPP. Seltsamerweise hat bei den Resultaten einmal die Polaroid und dann wieder die Sigma-Variante des Programmes die Nase vorn. Vor allem der Himmel wird unterschiedlich sauber rausgearbeitet ... aber auch die Farben variieren geringfügig. Schärferegler in Polaroid/Sigma auf 0 und sonst diverse kleine Anpassungen. Als 16-bit-tiff abgespeichert und mit LR4 meist fast ohne weiteren Eingriffe als jpeg gespeichert und mittels PS4 auf Forumgröße gebracht ...)

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28.06.2017
#1

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Guest

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babha

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Und schließlich noch einige Sonnenaufgangshimmel ;) ... heute früh bzw. gestern (vorgestern?) ...

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Harald

Harald

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Nicht schlecht!
Die zwei Exemplare, die ich hatte, waren mit den Lichtern schnell überfordert. Kann man an deinem letzten Bild auch erahnen.
Aber die Farben stellt sie gut dar bzw. hast du gut herausgearbeitet.
 

babha

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Stimmt. Mit der bewältigbaren Dynamik der 530er scheint´s nicht allzu gut bestellt zu sein. Das ist mir bei meinen allerersten Aufnahmen klar geworden. Situation: Bleicher aber nicht zeichnungsloser Himmel. Auf den Polaroid-Fotos war dort aber alles weiß, keine Infos rauszuholen!
Ich muß mich erst rantasten, wie aussagekräftig das Live-Histogramm ist. Denn allzu knapp belichten sollte man ja auch nicht, weil der Spielraum in den Schatten gering ist.
Bei allem sollte man aber nicht die Größe des Sensors und das Erscheinungsdatum der Kamera vergessen. Außerdem ist der Foveon sowieso kein "Dynamikmonster" ;).

Bisher bin ich wirklich positiv überrascht. Das Guckloch ohne jede Anzeige ist natürlich eher ein "Gag", aber mit dem Bildschirmchen läßt sich´s recht gut leben. Für meine Augen ist so etwas zwar eine "Beleidigung", aber mit der Bildschirmlupe geht´s gut :). Der AF sitzt gut und ist sogar verhältnismäßig schnell und treffsicher. Die manuelle Variante mit Hoch/Runtertasten muß ich noch üben.
Sogar an die "Vergeßlichkeit" gewöhne ich mich schnell, mache die ISO-Einstellung und Umstellung auf´s Histogramm-Display schon ganz automatisch.
Das Zoom ist wirklich scharf und zeigt bisher überhaupt keine Neigung zu CA´s/PF´s (oder die sind mir noch nicht aufgefallen).

Die Farben kommen gut, recht foveontypisch würde ich sagen. Bei den gezeigten Fotos hab ich nicht rumgedreht, sogar der WA hat praktisch immer gepaßt :) (auch wenn ich versuchsweise auf "Tageslicht" umgestellt habe). Lediglich mit der Sättigung bin ich bei dem einen oder anderen Bild etwas hoch, das ist alles.
Ob´s allerdings den "3D-Look" geben wird, darf ich mal vorsichtig bezweifeln: Wegen der Winzigkeit des Sensors ist das Freistellungspotential einfach zu eingeschränkt.
Über das immerhin 3-fach optische Zoom freue ich mich :).
 
Robert

Robert

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Sehr schöne Farben :daumen::daumen:

Die kleinen Polaroids (drei habe ich davon :D) sind meine letzten verbliebenen Foveon-Kameras, aus praktisch den gleichen Gründen: klein, ordentliches (gut zentriertes) Objektiv, prima Foveon-Farben.

Was ich bisher noch nicht ausprobiert habe, ist die X3Fs der Polaroid mit der aktuellen Sigma Photo Pro zu entwickeln.

In der Vergangenheit war ich da bisher mit der Version 2.5 aber ganz zufrieden: im Ergebnis haben die Farben meist besser gepasst als bei der mitgelieferten praktisch identisch aufgebauten Polaroid-Software.
 

babha

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DREI Polaroids ... :D :klatschen: :daumen: :ausrufezeichen:

Aber ja, oft werden die Dinger nicht mehr angeboten ... ich habe jetzt bestimmt einige Wochen gesucht!

Selbst ausprobiert habe ich es nicht, aber auf dpreview gab´s kürzlich einen Beitrag https://www.dpreview.com/forums/post/59418682 zur kleinen Polaroid im Sigma-Forum. Dort schrieb jemand, daß die Rohdaten dieser Kamera von den aktuellen 6er-Versionen von SPP nicht mehr erkannt wird.
Bei den erst wenigen gemachten Bildern kann ich im Prinzip ähnliches aussagen wie Du: Die Farben "passen" eher aus SPP 2.5, aber nicht immer. Interessant hingegen ist, daß etwa der Himmel meines Mirabellgartenbildes (Bild 6) ohne jede Blauzeichnung aus SPP 2.5 gekommen ist, während das Resultat der Polaroid-Version wie hier gezeigt aussieht. Das war auch bei einem anderen Foto erkennbar ... und gelesen hab ich darüber auch.

Dann wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß mit jeweils einer Deiner drei :)
 

Dirk124

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Habe bei meiner Staub auf dem Sensor.
Hat jemand eine Idee?

viele Grüße,

Dirk
 
Klaus-R

Klaus-R

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Hallo zusammen,

die Polaroid X530 ist eine sehr interessante Kamera, die damals zwar (unerkannt) floppte, dann aber zum Lachpreis unter das unwissende Volk geschleudert wurde.

-Goldkäfer-.jpg

-Easy Rider-.jpg

-Schmetterling- 1.jpg

-Blick aus dem Penthouse-.jpg

-Wegwarte-.jpg

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
2F C2

2F C2

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Hehe, ja die X530 :) - irgendwo in meinem Fundus ist selbige auch noch; müsste ich mal wieder rausholen und damit knipsen...

...hat echt was das kleine Kästchen. Wobei irgendwie alle kompakten Foveon Kameras haben irgendwie echt einen wow Effekt...
 

babha

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@ Klaus-R: Phänomenale Fotos :daumen: ! Danke :)

Ja, ich schätze, Nahaufnahmen sind tatsächlich DIE Domäne der kleinen Polaroid ;)

1.
PIMG0005j-bf.jpg

2.
PIMG0008j-bf.jpg

3.
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4.
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und schließlich eine meiner drei, die liebe Gina
5.
PIMG0009j-bf.jpg

Alle Fotos mit "PPL" (Polaroid PhotoLab) als 16bit Tiff konvertiert und MINIMALST (meist, wenn nötig, automatische Kontrastkorrektur in PS) in LR4 oder PS4 "korrigiert" bzw. als jpeg abgespeichert und auf Forumgröße gebracht.
 

babha

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Vorgestern mußte ich einen Leihwagen in "Salzburg-Süd" abliefern. Eine meiner seltenen Besuche "meiner" Stadt Salzburg während der Tagstunden. Bewußt brachte ich nur die "Kleine" mit.
Da um die Mittagszeit, war kein ideales Fotolicht.
Kleiner Spaziergang bei fast unerträglich hohen Temperaturen auf einem Abschnitt der Hellbrunner Allee:

(Bildbearbeitung siehe letzte Beschreibung)

1.
PIMG0002j-bf.jpg

2.
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3.
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4.
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5.
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6.
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babha

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Mal sehen, ob meine Überlegungen dazu führen, daß auch "normale" Aufnahmen - also nicht Nahbereich - "besser" oder jedenfalls schärfer/klarer werden.
Weil die Polaroid x530 eine reine Automatikkamera (Szenenmodi) ist, hat man keinen direkten Einfluß auf Blende und Verschlußzeit, was ich schade finde. "Wenigstens" einen Programmshift sollte sie schon haben.
Das Landschaftsprogramm blendet bei ausreichend Licht extrem ab - nämlich gerne um Werte in Richtung Blende 11! Bei dem Winzigsensor qualitätsmäßig bestimmt nicht die erste Wahl.
"Portrait" geht zwar in die entgegengesetzte Richtung (also möglichst offene Blenden, wobei die kleine Polaroid mit 2,6 WW und 3,4 Tele gar nicht mal so schlecht für ein Zoom liegt), blitzt aber gerne (was meines Wissens nicht abschaltbar ist). Allerdings ist die kleinste Verschlußzeit von 1/1000 bei "zu viel" Licht zu wenig, weil dann auch noch entsprechend abgeblendet werden muß, um eine richtige Belichtung zu bekommen.
"Sport" ähnelt ein wenig "Portrait", aber ohne Blitz. Kürzeste Zeiten werden, logisch, bevorzugt und erst dann wird die Blende nach Bedarf entsprechend geschlossen.
Als einzige Abhilfe bleibt wohl nur der Einsatz eines Pol- (wenn´s paßt) oder Graufilters.
Damit werde ich nun ein wenig experimentieren. Erste Versuche heute haben immerhin schon gezeigt, daß die Resultate in die gewollte Richtung gehen.
Allerdings möchte ich durch Vergleichsaufnahmen testen, wie viel das Abblenden qualitativ tatsächlich kostet. Vielleicht ist der Unterschied ja so gering, daß er durch den Einsatz einer zusätzlichen Glasfläche (Filter) ausgeglichen wird.
Wer weiß, vielleicht ist das Objektiv ja am besten für den Nahbereich ("Makro" = 1 - 29 cm) korrigiert?
Aber das werde ich recht bald herausgefunden haben :)
 

babha

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Zu meiner Überraschung ist der Unterschied "offene vs. geschlossene Blende" weit weniger ausgeprägt, als ich erwartete/hoffte.

In der Telestellung war es möglich, "geschlossene Blende" (Programm: Landschaft) und "offene Blende" (Programm: Sport) mittels der Motivprogramme zu erreichen.

Alle Aufnahmen vom Stativ, 2 sec. Selbstauslöser, AF auf selben Punkt, RAW mittels Polaroid SW und finale Konvertierung nach jpeg und Größenanpassung für´s Forum per PS4.

Blende 11, Programm: Landschaft (max. Telestellung), kein Filter

PIMG0017j-b11-bf.jpg

Blende 3,5, Programm: Sport (max. Telestellung), kein Filter

PIMG0018j-f3,5-bf.jpg

Den Weitwinkelvergleich betrachte ich als wiederholungswürdig. Es war mir nicht möglich, die Blende ohne Einsatz eines Filter geöffnet zu halten, obwohl nur Minuten zwischen den Aufnahmen "Weitwinkel" und "Tele" lagen und das Licht konstant blieb. Leider wählte ich den Polfilter (immerhin ein guter von B&W). Das hatte auf die Farben keinen guten Einfluß, diese Kombination werde ich nicht mehr verwenden.
Sowohl "Landschaft" als auch "Sport" brachte dieselbe Blenden-/Zeitkombination. Die eingestellte Blende war jedes Mal 7,6. Erst der Filtereinsatz öffnete die Blende im Sportprogramm.
Wie gesagt, hier kein wirklich aussagekräftiges Ergebnis. Das wird wiederholt. Trotzdem stelle ich die beiden Bilder der Vollständigkeit halber ein:

Programm: Landschaft, Blende 7,6, max. WW, kein Filter:

PIMG0015j-f7,6-bf.jpg

Programm: Sport, Blende 2,6, max. WW, B&W Zirkularpolfilter

PIMG0016j-f2,6pol-bf.jpg
 
Robert

Robert

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Dass der Polfilter so gar keine Auswirkungen hat, finde ich jetzt aber doch erstaunlich ...

Ansonsten: die Polaroid kann wirklich was :daumen:
 

babha

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@ Robert:

Findest Du wirklich? Zumindest auf meinem (sehr betagten) Eizo-Monitor sehen die Farben in der Pol-Variante stumpfer aus. Vielleicht hätte ich die automatische Kontrastanpassung in PS weglassen sollen - davor war der Unterschied deutlicher erkennbar. Aber mir ging es ja nicht um die Pol-Wirkung, ich habe den Filter zweckentfremdet. Bei mir sollte er einfach nur die etwa 1,5 - 2 Blenden Licht "schlucken", um das Programm zur Blendenöffnung zu zwingen. Die Sonne stand bei den Aufnahmen der Testbilder zusätzlich ziemlich genau im Rücken, wodurch praktisch kein Einfluß des Filters zu erwarten ist.
Aber natürlich wird auch der Einsatz eines Graufilters nicht ohne Einfluß bleiben. Fast jeder hat ja eine gewisse Eigenfärbung ... da muß man nachträglich den WA anpassen.
Sollte aber der Schärfeunterschied auch im WW-Bereich nicht größer ausfallen als bei den Teleaufnahmen, werde ich den Weg wohl nicht weiter verfolgen und nehmen, was mir die Hardware bietet ...
 
Robert

Robert

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Meist habe ich es mit den Programmeinstellungen versucht; die haben bei meinen drei Kameras zwar geringfügig unterschiedlich reagiert, insgesamt kann ich Deine Beobachtungen aber bestätigen.

Bei Deinen Vergleichsaufnahmen ging es mir aber mehr um den Gesamt-Kontrasteindruck; der scheint mir in etwa vergleichbar zu sein.

Die Schärfe ist ein ganz anderer Punkt: da verliert die Aufnahme mit dem Polfilter erkennbar (z.B. Laub, Sprungturm im Freibad).
Wenn das nicht an der Fokussierung liegt, kommt es hier sicher auch auf die Güte des eingesetzten Filters an: die Unterschiede im Schärfeverlust können da ziemlich deutlich sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

babha

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Naja, der Polfilter ist an sich ein "guter" von B&W, den ich auch - Schraubfilter - an meinen anderen Kameras (selten) verwende.

Die Scharfstellung im Nahbereich ist recht gut kontrollierbar, weil das Hauptmotiv groß genug ist, und selbst trotz der sehr schwachen Bildschirmauflösung eine Beurteilung möglich ist. Bei der Nahaufnahme weiter oben - Spaziergang in der Hellbrunner Allee in Salzburg: der Türgriff - war ich überrascht, daß der AF trotz der guten Kontraste kein scharfes Bild zustande brachte. Erst die manuelle Justierung brachte Erfolg.
Bei Übersichtsaufnahmen bzw. Motiven, die weiter entfernt liegen und damit nur noch ganz wenig vom Bildschirm beanspruchen, kann zumindest ich mit der händischen Scharfstellung - TROTZ Bildschirmlupe mit Dioptrienausgleich - nichts anfangen. Wohl oder übel muß ich mich auf den AF verlassen. Dessen Fläche ist aber relativ groß, sodaß ich nicht sicher sein kann, worauf die Polaroid nun eigentlich scharf stellt.
Inzwischen habe ich noch einmal Vergleichsaufnahmen in Weitwinkelstellung gemacht, die ich aber nicht einstelle, weil eigentlich schon zu wenig Licht war, um Schärfeunterschiede, falls vorhanden, richtig herauszuarbeiten.
Ich konnte praktisch keinen Unterschied feststellen.
Und obwohl es nicht notwendig gewesen ist - das Sportprogramm wählte ohne Hilfsmittel Offenblende (vs. der fast schon "typischen" Bl. 7,6 des Landschaftsprogrammes) - habe ich noch den 4x Graufilter von B&W vor´s Objektiv gehalten. Es dürfte keine Qualitätseinbußen geben. Allerdings hat das Halten seine Tücken ... eine Randabschattung durch nicht mittig gehaltenen (Rund)Filter ist nicht auszuschließen und wegen der schwachen Monitorauflösung nicht verläßlich zu erkennen ...
Um den Vergleich abzuschließen, werde ich entsprechende Aufnahmen in Kürze präsentieren.
Es zeichnet sich jedoch schon jetzt ab, daß durch die - wenn auch etwas umständliche - Änderung der Blende recht wenig erreicht wird.
Immerhin bleibt so der "leichte Charakter" der Polaroid x530 erhalten :D