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Olympus Objektive Alles zum Thema Olympus Objektive. Informationen, Kaufberatung und Tricks.

Olympus 17mm f/1:1,2 & 45mm f/1:1,2

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Alt 06.11.2017, 22:23   #1
softdown1
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Standard Olympus 17mm f/1:1,2 & 45mm f/1:1,2

Ahoi zusammen,

Olympus hat es also nun doch getan - wurde ja schon lange drüber orakelt

Zwei neue Festbrennweiten sind nun zu haben mit doch beachtlicher Lichtstärke. Offenblende von 1,2 ist schon eine Ansage.

Dummerweise auch der Preis von 'ganz gut' über 1.000€ (also pro Linse, nicht das da jemand sofort bestellen möchte .

Die Meinungen gehen da teils ein wenig auseinander - also wie immer. Vergleicht man die Unschärfe und Bokeh bei Offenblende..... ich werde alt und Blind, aber die Unterschiede sind meiner Meinung nach marginal.
Im dunkeln gibt es sicherlich Situationen, wo die 1,8 nicht mehr reichen und 1,2 rann muss/soll, aber.... der Preis. Das wirklich sehr gute 45/1,8 ist für irgendwas um die 300euro zu bekommen und damit satte 1.000euro billiger als sein 1,2 pendant.

Anderseits muss man auch eingestehen, dass die 1,2 Pro Objektive sind und damit auch Spritzwasserschutz haben. Wer's braucht hat also eh keine Alternative.

Denkt jemand von euch über die Anschaffung nach oder will es bei Test&Wow mal wenigstens befummeln?

Neugierige Grüße,
Mike
softdown1 ist offline  
Alt 06.11.2017, 22:23   #1
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Hast du schon mal in Fotos nach Rezept nachgelesen?
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
softdown1 ist offline  
Alt 07.11.2017, 01:06   #2
Waldschrat
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Vorab: Ich kenne diese Optiken nicht und plane auch keine derartige Anschaffung.

Mit ganz großen Objektiv-Öffnungen fotografieren, Dinge nur im Bokeh andeuten,
das ist eben die letzten Jahre so sehr zum Hype geworden, dass es schonwieder
als Mainstream erscheint.



Zitat:
Zitat von softdown1 Beitrag anzeigen
...Vergleicht man die Unschärfe und Bokeh bei Offenblende..... ich werde alt und Blind, aber die Unterschiede sind meiner Meinung nach marginal.
...
Naja, füsikalisch ist "das Loch", wo das Licht durchkommt, bei Blende 1,2 anderthalb
mal so groß wie bei Blende 1,8. Das bedeutet logischer Weise, die Streukreise im
Unschärfebereich werden rechnerisch auch anderthalb mal so groß. Den Blörr
um Faktor 1,5 aufblasen ist meines Erachtens mehr als ein nur marginaler Unterschied.

Herzlicher Gruß aus der Berlin!
Waldschrat ist offline  
Alt 07.11.2017, 02:10   #3
softdown1
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Hi Waldschrat,

Zitat:
Zitat von Waldschrat Beitrag anzeigen
Mit ganz großen Objektiv-Öffnungen fotografieren, Dinge nur im Bokeh andeuten,
das ist eben die letzten Jahre so sehr zum Hype geworden, dass es schonwieder als Mainstream erscheint.
Dem müsste ich gefühlt zustimmen. Es ist aber auch ein schönes Gestaltungswerkzeug. Bei dem Foto im Tierpark möchte man auch das Tier auf dem Bild und wenn es nicht anders geht, dann den Zaun im Hintergrund so zermatschen, dass der nicht mehr wahrgenommen wird .

Aber bei Fotos in genau solchen Situationen wo genug Licht vorhanden ist, können die 1,2er ihren Vorteil gegenüber den 1,8er quasi nicht mehr ausspielen, da schon die 1,8er wirklich recht gut sind.

Zitat:
Zitat von Waldschrat Beitrag anzeigen
Naja, füsikalisch ist "das Loch", wo das Licht durchkommt, bei Blende 1,2 anderthalb mal so groß wie bei Blende 1,8. Das bedeutet logischer Weise, die Streukreise im Unschärfebereich werden rechnerisch auch anderthalb mal so groß. Den Blörr um Faktor 1,5 aufblasen ist meines Erachtens mehr als ein nur marginaler Unterschied.
In low light Situationen macht sich das sicherlich auch wirklich bemerkbar. Physopraktisch habe ich deiner Aussage auch nichts entgegen zu setzen .

Würde mich jemand unter Androhung von Gewalt zwingen die f1,2 Oly Linsen als Geschenk anzunehmen. Ich würde mich ja beugen .
Da aber schon ein 1,8er den Hintergrund quasi komplett zerlegt, bleibt dem 1,2er kaum mehr über, als das gleiche zu machen. Tagsüber sind die von mir bisher gesichteten Vergleichsbilder wirklich so nahe beieinander, dass (mir persönlich!) kein wirklicher Kaufgrund eingefallen ist. Außer natürlich der Wetterfestigtkeit und natürlich der Qualität (die Oly Pro Objektive haben wirklich eine Haptik, die einem das Gefühl vermittelt, das Geld nicht gänzlich sinnlos versenkt zu haben ).

Ich bin daher immer noch etwas zwiegespalten mit meiner Meinung zu den neuen Lichtriesen...

Beste Grüße,
Mike
softdown1 ist offline  
Alt 07.11.2017, 08:29   #4
Mike Hope
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Die Schärfentiefe und damit das Freistellungspotential entspricht f2.4 an KB.
Damit kann man bei den (äquivalenten) Brennweiten wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken.

Schön, daß es für mFT Objektive in dieser Qualität und Robustheit gibt, aber wer sein Hauptaugenmerk auf Bokeh und Unschärfe richtet ist bei größeren Sensoren deutlich besser aufgehoben. Das ist meine Meinung zu dem Thema.
Mike Hope ist offline  
Alt 07.11.2017, 17:01   #5
Towy
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Zitat:
Zitat von Mike Hope Beitrag anzeigen
Die Schärfentiefe und damit das Freistellungspotential entspricht f2.4 an KB.
Damit kann man bei den (äquivalenten) Brennweiten wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken.

Schön, daß es für mFT Objektive in dieser Qualität und Robustheit gibt, aber wer sein Hauptaugenmerk auf Bokeh und Unschärfe richtet ist bei größeren Sensoren deutlich besser aufgehoben. Das ist meine Meinung zu dem Thema.
Da ist was dran. Allerdings sind sowohl Kamera als auch die passenden lichtstarken Linsen in entsprechenden Preisregionen...
Towy ist offline  
Alt 07.11.2017, 19:57   #6
Klaus-R
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Zitat:
Zitat von Mike Hope Beitrag anzeigen
Die Schärfentiefe und damit das Freistellungspotential entspricht f2.4 an KB.
Damit kann man bei den (äquivalenten) Brennweiten wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken.

Schön, daß es für mFT Objektive in dieser Qualität und Robustheit gibt, aber wer sein Hauptaugenmerk auf Bokeh und Unschärfe richtet ist bei größeren Sensoren deutlich besser aufgehoben. Das ist meine Meinung zu dem Thema.
.... dem ist nichts hinzuzufügen ... absolute Physik und gar nicht diskutierbar.

Ungeteilten Spaß machen mir höchste Lichtstärken an KB-Bildsensoren.

z.B. mein OLYMPUS 55mm/f:1,2 , mein Porst 135mm/1,8 oder mein Soligor 200mm /2,8 an Kleinbild....

https://www.bilderforum.de/t30100-ho...des-eisen.html

Eine Kritik aber ist andererseits dann doch berechtigt .... Lichtstärke widerspricht fast immer Dingen wie Schärfe und vielen anderen wichtigen Qualitätsparametern einer guten Optik. Es gibt bei den Lichtriesen nämlich auch gewaltigen Schrott.

Will sagen ... ein "Spitzen" 1,8er ist fast immer einem auf 1,8 abgeblendeten 1,2er oder 1,4er überlegen. Gute "Lichtriesen" gehen eben ins Geld ... ist einfach so. Lohnt es sich? ... NEIN! Macht es Spaß? Ja!

Ein Letztes .....

Das sog. Freistellungspotential lasse ich (an KB!) nur bis MAXIMAL 150mm Brennweite gelten. Noch längere Brennweiten stellen alleine durch ihre Brennweite schon dermaßen frei, dass sich deswegen die kiloschweren hochlichtstarken Supertele-Boliden infrage stellen lassen müssen. Zu Filmzeiten haben solche Trümmer IMHO schon noch Sinn gemacht .... heute kannman mit HIGH ISO-Power den Scherpa prima einsparen.

Grüße und schöne Photos

Klaus
Klaus-R ist offline  
Alt 08.11.2017, 22:56   #7
softdown1
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Moinen zusammen,

die pure Leistung der Freistellung von mFT gegenüber KB muss man wirklich nicht besprechen. Wie mit den PS ist Sensorgröße eben durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Sensorgröße .

Ein (anfängliches) Makel bei mFT war es ja, dass man bei kurzen Brennweiten schlecht freistellen konnte (bzw. nur über den Bildaufbau). Da scheint sich nun aber ein wenig getan zu haben, was ich durchaus spannend finde - wenngleich meine Äuglein da langsam keine wirklichen Unterschiede mehr sehen.
Nicht falsch verstehen - zu KB sehe ich durchaus einen Unterschied, denn so blind bin ich nun doch noch nicht.

Beste Grüße,
Mike
softdown1 ist offline  
Alt 09.11.2017, 00:58   #8
Klaus-R
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Das KB-Bildfeld ist reiner Zufall .... und wir wissen ja nun alle, wie es zustande kam .... die UR-Leica und der 35mm Kinofilm sind Schuld!

Wer aber sagt, dass nun gerade diese "Zufallssensorgröße" IDEAL für 'ne Digitalkamera sein soll???

Auch das APS-C Sensorformat ist NUR dem Umstand gezollt, dass man KB-Bildsensoren einfach nicht herstellen konnte ... später nicht "bezahlbar" herstellen konnte. Die dafür gerechnete Optik kam erst anschließend ... mit tollen Erfolgen!!

Das gilt ebenso für MFT-Kameras, wie auch für noch kleinere Sensoren .... ich bin von der BQ, dei eine SAMSING NX-MINI oder EINE NIKON 1 an 1'' Bildsensoren leistet absolut begeistert.

Ich fahre auf KB Kameras allein deswegen ab, weil ich hauptsächlich KB-Photooptik habe ... und die ist eben für diese Sensorgröße optimiert .... bei vielen meiner Gläser lange, bevor es überhaupt Bildsensoren gab.

Grüße

Klaus
Klaus-R ist offline  
Alt 09.11.2017, 01:18   #9
Towy
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Über einen genannten Aspekt habe ich etwas grübeln müssen. Dass aus 17mm an einer mFT auf Kleinbild gerechnet 34mm werden, war mir klar. Dass aber aus f1,2 dann f2,4 werden sollen, erschließt sich mir nicht sogleich. Kann man mir das in einfachen nachvollziehbaren Worten verklickern?
Towy ist offline  
Alt 09.11.2017, 03:04   #10
softdown1
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Hi Towy,

ich will nicht denen vorweg greifen, die es wirklich besser wissen, aber ich meine eventuell gehört zu haben von mystischen Orakeln aus fernen Welten:
f1,2 ist f1,2.

mFT ist mit crop 2 ein perfekter Rechenpartner dafür, weil eigtl. immer alles durch zwei oder mal zwei genommen wird.

Ich will nun keinen Quatsch verzapfen, aber das ist Stand der Dinge den ich kenne:
Der Sensor vom Kleinbild ist doppelt so groß. Bei gleicher Blende bekommt er also doppelt so viel Licht ab. Für das gleiche Ergebnis bräuchte ich an mFT also wesentich mehr Leistung (sprich Offenblende). Oder einfach gesagt: der KB Sensor bekommt bei f2,4 so viel Licht ab, wie mein mFT Sensor bei f1,2.

Die Streitereien darum, ob f1,2 nun f1,2 oder f2,4 an KB sind - die habe ich vor langem aufgegeben. Das fürt nirgends hin. Der Sensor an mFT ist kleiner und bekommt deswegen weniger Licht ab. Das muss man so akzeptieren. Beim umrechnen der Brennweiten macht das evtl. noch Sinn - bei Blenden scheiden sich die Geister. Da haben beide Parteien recht (und ich meine Ruhe ).

Ich hoffe, ich habe da nichts groß falsch erklärt und beste Grüße,
Mike

p.s.: ich bitte explizit darum nicht darauf einzusteigen, dass der Sensor an KB die vierfache Fläche hat. Mir geht es explizit um den crop von 2 .
softdown1 ist offline  
Alt 11.11.2017, 14:50   #11
Mike Hope
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In epischer Breite möchte ich jetzt nicht auf das Thema eingehen, aber einiges vom Schrieb meines Vorposters und Namensvetters richtigstellen:
Der KB Sensor ist viermal so groß wie bei (m)FT, die Diagonale ist doppelt so groß und daher resultiert der sog. Cropfaktor.
Eine Verdopplung der Blendenzahl entspricht zwei Blendenstufen und jede Blendenstufe entspricht einer Verdopplung der Lichtmenge.

Das Thema ist ausreichend dokumentiert, einfach mal googeln.

Die absolute Blendenzahl ist natürlich für die Belichtung verantwortlich, aber die Schärfentiefe/Freistellung ist eben zusätzlich von der Sensorgröße abhängig.

Absolut gesehen bezahlt man eben für ein 17/1.2 mFT Objektiv sehr viel mehr als für ein "äquivalentes" 35/2.8 KB Objektiv.
Bei beiden ergibt sich ähnliches Rauschverhalten und Freistellungspotential.
Mike Hope ist offline  
Alt 12.11.2017, 11:07   #12
softdown1
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Hallo Mike,

danke für die Ergänzung, aber ich denke, das war sowohl mir, als auch den anderen klar. Daher auch mein p.s.

Wenn ich explizit darum bitte nur den crop als Rechenfaktor zu nehmen. dann wegen dem einfachen Überschlag im Kopf...
Geteilt durch zwei und mal zwei ist im vorbei gehen viel griffiger als vier oder gar APS-C mit 1,6. Wieviel Full-HD man für 8k braucht kann sich jeder selber auf A4 malen - versteckt sich schon im Namen, aber griffig wird 8k dadurch noch nicht .

Beste Grüße,
Mike
softdown1 ist offline  
Alt 12.11.2017, 15:30   #13
Mike Hope
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Zum Thema Preis sticht mir auch das neue Panasonic Leica DG 200/2.8 für mFT und schlappe 3k€ ins Auge.
Das "äquivalente" Canon EF 400/5.6 L (zugegeben, uraltes Design und ohne IS) kostet nichtmal die Hälfte, bei exakt gleichem Gewicht!
Mike Hope ist offline  
Alt 12.11.2017, 20:06   #14
softdown1
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Hi Mike,

das Pana 200/2,8 knnte ich nicht. Die UVP von 3.000euro ist wahrlich nochmals eine neue Hausnummer im mFT Lager. Laut diversen Websites soll es in der Leistung sogar das Oly 300/4 übertreffen (was preislich als auch in der Qualität schon die obere Liga ist).

Das Canon spielt sicherlich in der gleichen Liga - als purer mFT'ler hat man leider wenig davon. Adaptiert ist es halt doch "nur" ein f5,6 .
Wieviel Aufwand konstruktionstechnisch dahinter steckt vermag ich nicht zu sagen, aber ich finde es immerhin erwähnenswert, wenn es den Herstellern gelingt etwas zu bauen, was auch nur im Ansatz vergleichbar ist.
Die Threads zur NX Mini mit dem 1" Sensor offenbaren da ja auch neue Erkenntnisse .

Ob so oder so - momentan scheiden wegen meinem Geiz sowohl die neuen Oly Linsen als auch das 200er Pana aus. Evtl. lasse ich mich aber verleiten das im Test&Wow mal auszuleihen - quasi Forschungsdrang.

Beste Grüße,
Mike
softdown1 ist offline  
Alt 13.11.2017, 14:19   #15
uwedd
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Zitat:
Zitat von softdown1 Beitrag anzeigen
Hi Towy,

ich will nicht denen vorweg greifen, die es wirklich besser wissen, aber ich meine eventuell gehört zu haben von mystischen Orakeln aus fernen Welten:
f1,2 ist f1,2.

mFT ist mit crop 2 ein perfekter Rechenpartner dafür, weil eigtl. immer alles durch zwei oder mal zwei genommen wird.

Ich will nun keinen Quatsch verzapfen, aber das ist Stand der Dinge den ich kenne:
Der Sensor vom Kleinbild ist doppelt so groß. Bei gleicher Blende bekommt er also doppelt so viel Licht ab. Für das gleiche Ergebnis bräuchte ich an mFT also wesentich mehr Leistung (sprich Offenblende). Oder einfach gesagt: der KB Sensor bekommt bei f2,4 so viel Licht ab, wie mein mFT Sensor bei f1,2.

Die Streitereien darum, ob f1,2 nun f1,2 oder f2,4 an KB sind - die habe ich vor langem aufgegeben. Das fürt nirgends hin. Der Sensor an mFT ist kleiner und bekommt deswegen weniger Licht ab. Das muss man so akzeptieren. Beim umrechnen der Brennweiten macht das evtl. noch Sinn - bei Blenden scheiden sich die Geister. Da haben beide Parteien recht (und ich meine Ruhe ).

Ich hoffe, ich habe da nichts groß falsch erklärt und beste Grüße,
Mike

p.s.: ich bitte explizit darum nicht darauf einzusteigen, dass der Sensor an KB die vierfache Fläche hat. Mir geht es explizit um den crop von 2 .
Der Einfachheit halber ein Zitat: (https://www.traumflieger.de/reports/...nde::1135.html)

"Richtig ist: bei gleicher Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert ergeben sich die gleichen Bildhelligkeiten. Da ist es egal, ob man eine Kompakt-, Bridge- oder Systemkameras bzw. KB-Kamera nimmt. Die Blendenzahl ist eine Eigenschaft des Objektivs und hat mit einem Cropfaktor nichts zu tun. Weiterhin ist der ISO-Wert genormt (ISO 5800:1987). Mehr Faktoren spielen normalerweise keine Rolle. Ein Umrechnen der Blende ist also unsinnig, was die Helligkeit angeht. Zwar nimmt die Schärfentiefe bei kleineren Senosren zu (wenn man den gleichen Bildwinkel zugrunde legt) aber das ist hier ja nicht das Thema."


Also konkret:


Gleiches Motiv = KB 50 mm f 1.4 = APSC 32 mm f 1.4 = mft 25 mm f 1.4 = ISO 100 1/100s (z. B.)



Der EINZIGE Parameter der die drei Bilder unterscheidet, ist die Schärfentiefe/Tiefenschärfe/Freistellung oder wie es beliebt. Das ist manchmal weniger, manchmal besonders wichtig.



Ich nutze eine mft gerade deswegen, um bei Makros mehr Schärfentiefe zu haben. Mein 45f2.8 1:1 Makro ist exakt so "lichtstark" wie ein 90f2.8 an KB. Zum Glück für mein Makro stellt es aber weniger frei .

Wenn ich die gleiche Freistellung bei einem Porträt erreichen will wie bei 90f2.8 an KB dann muss ich allerdings mindestens ein 45f1.4 an mft bemühen. Das ist dann aber lichtstärker, was helfen kann die schlechteren High-Iso-Eigenschaften des mft gegenüber KB auszugleichen. Dieser Nachteil hängt letztlich mit dem Pixelpatch zusammen. Aber das ist noch eine andere Baustelle.


Insofern: ein 17mm f1.2 ist schon sinnvoll und bis auf die Freistellung vergleichbar einem 34 mm f1.2 an KB. Und das darf "was kosten".


Noch interessanter ist es bei den Teles. Ein 200 mm f 2.8 an mft läßt Belichtungswerte zu (ISO/Verschlusszeit), wie ein 400 mm f 2.8 an KB und hat eine größere Tiefenschärfe, was bei 400 mm KB durchaus ein VORTEIL sein kann. Was kostet ein stabilisiertes 400 mm f 2.8 an KB? Bei Canon 10.000 €
Deshalb gibt es mit Erscheinen des Oly 300f4 und Panaleica 100-400 schon die ersten Berichte, dass manche Wildlife - Fotografen wegen der Kompaktheit auch mft einsetzen.

Wenn man mit der geringeren Freistellung leben kann, sind gerade die High-End-mft-Objektive regelrecht billig.


Am besten für jede fotografische Aufgabe das richtige Werkzeug.
uwedd ist offline  
Alt 13.11.2017, 22:48   #16
Towy
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Ich habe mir das ganze Thema nochmal im Netz angelesen und bin der "Erleuchtung" näher gekommen. Lichttechnisch ist eine Bande f2.8 immer eine Blende f2.8 - egal wie groß der Sensor ist. 120 km/h sind ja auch unabhängig vom Fahrzeug immer gleich schnell - auch wenn sie sich sehr unterschiedlich anfühlen können ;-)

Der Witz liegt darin, dass sich i.d.R. bei der Bildkomposition der Abstand zum Motiv ändert. Wenn ich bei KB ein Gesicht formatfüllend auf das Foto bekommen möchte, gehe ich mit der Kamera näher ran, während ich mit einer Crop weiter weg bleibe. Dadurch verändern sich aber die Relationen zwischen Abstand Kamera - Motiv - Hintergrund und ich komme zu einer anderen Lager der Schärfeebene und damit verbunden zu einer anderen Unschärfe. Jedenfalls habe ich das so verstanden ...

Nun denn - es ist schon spät. Ich kann nicht mehr denken ;-)
Towy ist offline  
Alt 14.11.2017, 00:03   #17
softdown1
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Hi Uwe,

deinen Ausführungen ist glaube ich kaum noch etwas hinzuzufügen .

Das Oly für sein 17/1,2 durchaus einiges verlangen kann - auch da dürftest du wohl recht haben.
Entsprechende 1,4er Linsen von Pana und die 0,95er von Voigtländer kosten ja auch schon entsprechende Sümmchen (die Voigländer obendrein noch ohne AF).

Bei den Teleobjektiven sprichst du natürlich einen spannenden Punkt an. Da habe ich in der Tat von vielen gelesen, die recht zufrieden sind (für "bezahlbares" Geld) eine "mobile Lösung" zu bekommen. Entsprechendes Equipment von Canon auf einem Stativ was zusammen 15k Euro kostet sollte wirklich die Nsse vorne haben (sonst wäre es traurig ), aber mal eben fix auf eine geänderte Situation reagieren wird natürlich schwer.

Sicherlich wird es auch wieder für die lichtstarken 1,2er einen Markt geben. Nur wohl absehbar nicht bei mir - persönlich ist das zu viel Anschaffungswiederstand und auch das Gewicht spielt da ja schon ein Wörtchen mit. Das 7-14 und dazu das 8mm fish in der Tasche sind schon ordentliche Gewichtsbrocken.

Beste Grüße,
Mike
softdown1 ist offline  
Alt 14.11.2017, 11:22   #18
uwedd
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Kaufen werde ich es wohl auch nicht. Ich bin nicht der große Fan von Freistellen, besser meine 3 FBs 17f1.7 25f1.4 und 45f2.8 reichen mir.
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Alt 14.11.2017, 21:13   #19
Mike Hope
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Eigentlich ist diese Diskussion hier OT.
Zitat:
Zitat von softdown1 Beitrag anzeigen
das Pana 200/2,8 knnte ich nicht. Die UVP von 3.000euro ist wahrlich nochmals eine neue Hausnummer im mFT Lager. Laut diversen Websites soll es in der Leistung sogar das Oly 300/4 übertreffen (was preislich als auch in der Qualität schon die obere Liga ist).
Auch das Oly 300/4 ist genauso groß und schwer wie das Canon EF 300/4 L IS, obwohl es nur den kleineren Bildkreis ausleuchtet. Und kostet natürlich auch das Doppelte. Erst verglichen mit dem brennweitenäquivalenten EF 600/4 L IS ist es dann wieder ein Schnäppchen. Allerdings bei identischer Lichtstärke, also nix mit äquivalent hierbei.

Das Pana 200/2.8 wiederum ist doppelt so groß und schwer wie das Canon EF 200/2.8 L (ohne IS) für KB. Verstehen tue ich das nicht.

Ich denke, das ist Marketing. Wenn die 200mm und 300mm zu den Preisen der KB Objektive angeboten werden würden, würde man sie Oly und Pana aus den Händen reissen. Das wäre dann für Wildlife Fotografen ein echter Grund zu wechseln.
Mike Hope ist offline  
Alt 15.11.2017, 21:59   #20
Klaus-R
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Zitat:
Zitat von Mike Hope Beitrag anzeigen
Zum Thema Preis sticht mir auch das neue Panasonic Leica DG 200/2.8 für mFT und schlappe 3k€ ins Auge.
Das "äquivalente" Canon EF 400/5.6 L (zugegeben, uraltes Design und ohne IS) kostet nichtmal die Hälfte, bei exakt gleichem Gewicht!
Hmmmm .... Die Überlegungen zur Schärfentiefe, Lichtausbeute usw. vom "Hoffnungs Mike" sind natürlich physikalisch richtig!

Ein Kleinbild-Sensor ist tatsäclich 3,8x flächengrößer, als ein MFT-Bildsensor.
ERGO ... der KB-Sensor bekommt fast 4x soviel Licht serviert, wie der MFT-Sensor.

Die Rechnung (Insbesondere die mit Eurem Televergleich) geht aber wirklich nur dann auf, wenn der KB-Bildsensor WIRKLICH zwei Blenden isofester ist, als der MFT-Bildsensor??! Ist das wirklich so?

Ich überlege auch gerade, ob ein 400/5,6 nicht doch etwas unhandlicher bzw. schwerer ist, als ein 200/2,8 (letzteres für einen sehr viel kleineren Ausleuchtungskreis möglicherweise kompakter zu bauen, als vergleichsweise für Kleinbild.)

Zudem die ewige Randproblematik bei KB-Optik (lösbar mit guter Optik ... weiß ich ja ... hast Du aber kaum bei APSC-MFT oder 1'' Bildsensoren.

Irgendwie hat das alles Vor- und Nachteile und alles gute Berechtigung. Ich trau' mich da schon lange nicht mehr von "besser" oder "schlechter" zu quatschen ..... wenn, dann jammern wir auf sehr hohem Niveau.

Ich z.B. disponiere gerade mit OLYMPUS OM-Optik auf Kleinbild aber kompakt um .... schwierig, nicht ganz unmöglich ...geht auch ...

Eine MFT-Ausrüstung hat diesen Vorteil quasi gepachtet .... kompakt und leicht ist da selbstverständlich.

Ich würde mich freuen, wenn all diese Bildsensorformate langfristig ihre Fangemeinde behalten würden ... eben weil das alles seinen individuellen Reiz hat.

Grüße und schöne Photos

Klaus
Klaus-R ist offline  
Alt 16.11.2017, 01:32   #21
softdown1
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Hi zusammen,

Zitat:
Zitat von Klaus-R Beitrag anzeigen
Ich würde mich freuen, wenn all diese Bildsensorformate langfristig ihre Fangemeinde behalten würden ... eben weil das alles seinen individuellen Reiz hat.
ein gutes Stichwort zum Ende. Soviel Glaubenskrieg sollte es nicht mal werden (manchmal driftet es woh einfach ab).

Sowohl die Formate als auch die Fans werden aber sicherlich bleiben. Wobei Fan nun auch immer sehr relativ ist. Ich bin da per Zufall gelandet, andere kaufen das mit Absicht .

Beste Grüße,
Mike
softdown1 ist offline  
Alt 17.11.2017, 13:36   #22
uwedd
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Zitat:
Zitat von Klaus-R Beitrag anzeigen
Ein Kleinbild-Sensor ist tatsäclich 3,8x flächengrößer, als ein MFT-Bildsensor.
ERGO ... der KB-Sensor bekommt fast 4x soviel Licht serviert, wie der MFT-Sensor.

Die Rechnung (Insbesondere die mit Eurem Televergleich) geht aber wirklich nur dann auf, wenn der KB-Bildsensor WIRKLICH zwei Blenden isofester ist, als der MFT-Bildsensor??! Ist das wirklich so?
Ich denke es geht bei diesen Belichtungsdaten/Sensorgröße/Brennweite/Blende - Überlegungen darum, wieviel Licht pro Flächeneinheit der Sensor bekommt (Integral). Und das ist völlig unabhängig von der Sensorgröße, die Blende ist entscheidend. Deswegen ja: Ein 200mm f2.8 an mft bringt bei größerer Schärfentiefe die gleichen Belichtungsdaten (Blende/Zeit/ISO) wie ein 400 mm f2.8 an KB . Der Vergleich 200 mm f2.8 mft mit 400 mm f5.6 KB ist nur dann interessant wenn man identische Schärfentiefe will. Was Zeit/ISO betrifft ist die f5.6-Linse der f2.8 unterlegen.

So mancher Wildlife-Fotograf hat deswegen auch zu seiner KB-Canon 5Dxy ein APSC-Gehäuse dabei

Wie "ISO-fest" der Sensor ist, hängt nur vom Sensor ab. Regel 1: je größer die Photodiode (Pixelpatch) desto weniger Rauschen. "Regel" 2: neuere Sensoren rauschen weniger als alte (sollten sie zumindest )

Die beiden neuen Olympus-Objektive versuchen ja auch bei den Brennweiten mit Freistellmöglichkeiten zu Punkten, wo die kleineren Sensoren im Nachteil sind. Die paar mm mehr freistellen werden dann sehr kostspielig. Wenn freistellen mein bevorzugtes Sujet wäre, würde ich es genau so machen wie Klaus: A7 und adaptieren. Billiger als nur EIN Oly-Pro-Objektiv...
uwedd ist offline  
Alt 19.11.2017, 19:58   #23
Klaus-R
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....hmmm.... ein 18MP APS-C Sensor z.B. MUSS zwangsläufig den selben Pixel-Pitch haben, wie ein 36MP Kleinbildsensor. Soweit so gut! Es muss also ebenso gut möglich sein, an KB einen APS-C Bildausschnitt zu machen ... bei absolut identischer Bildqualität. Dabei muss der KB-Sensor aber wirklich die doppelte Lichtmenge (einsammeln), wie der APS-C ... allerdings ist der Crop Faktor nicht 2, sondern nur 1,5 und gegenüber 4/3'' nicht 3,8 , sondern nur 2.

Bei gleicher Pixelzahl und Blende muss ja jede einzelne Photozelle der flächengrößeren Sensoren mehr Licht abbekommen .... nur ob das "proportional" zur größeren Fläche mehr ISO-Rauschfestigkeit bedeutet (gleiche Sensorqualität bzw. Baujahr mal vorausgesetzt), das weiß ich nicht wirklich?!

Was ich weiß ist, dass Du an KB mit mäßigen Objektiven sehr schnell Probleme mit dem Bildrand bekommst ... insbersondere mit mäßigen lichtstarken Linsen ... kein Vorteil ohne Nachteil also, was die "besser, schlechter /teurer, preiswerter"-Debatte umso schwieriger, wie sinnloser gestaltet.

Wie gesagt ... es hat wohl alles seine Berechtigung.

Grüße und schöne Photos

Klaus
Klaus-R ist offline  
Alt 20.11.2017, 17:30   #24
Stoneage
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Zitat:
Zitat von uwedd Beitrag anzeigen
Und das ist völlig unabhängig von der Sensorgröße, die Blende ist entscheidend.

Eine gute Analogie zum Thema: Die Schweiz bekommt nicht weniger "Licht ab" wie Deutschland, nur weil sie viel kleiner ist.
Stoneage ist offline  
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