Bilderforum.de

Zurück   Bilderforum.de > DUNKELKAMMER > Offtopic Forum

Offtopic Forum Allgemeine Themen und Diskussionen.

Auto kaputt

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 18.05.2017, 18:28   #1
dj69
Hesse!

dj69's Ausrüstung
 
Benutzerbild von dj69
 
Beiträge: 1.397
Standard Auto kaputt

Hallo Zusammen,

mein Auto steht ja in der Werkstatt, Stoßstange wieder fest machen...
Jetzt hat mich der Werkstattmeister informiert, dass er am Auto eine alte Unfallverletzung gefunden hat. Er sagt das diese Schäden definitiv nicht von meinem Stoßstangen Malheur kommen können und auch deutlich älter als ein Jahr sind.
Jetzt habe ich die Kiste ja erst ein 3/4 Jahr...
Also hat mich der Vorbesitzer angelogen, als er den Wagen als unfallfrei anpries...
Es sind diverse Halter von Kotflügel und Stoßstange verbogen, Halteschrauben ausgebrochen und Halterungen an den Scheinwerfern gebrochen und die Radhausauskleidung ist auch gebrochen. Das ist das, was er sieht ohne weitere größere Demontage.

Aber alleine das ist wahrscheinlich ein Schaden von ca. 1000,- Euro wenn ich Teile aus dem Zubehör nehme und nicht Audi Originalteile. Die Montage kommt ja auch noch dazu.

Hat jemand von euch, oder jemand aus eurem Bekanntenkreis, so etwas schon einmal erlebt und kann mir sagen wie man in so einem Fall am besten vorgeht?
Ich bin nämlich gerade etwas Ratlos...
dj69 ist offline  
Alt 18.05.2017, 18:28   #1
Anzeige
 
Standard

Hast du schon mal in Fotos nach Rezept nachgelesen?
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
dj69 ist offline  
Alt 18.05.2017, 18:42   #2
Peter_M
Bayer mit X-Trans

Peter_M's Ausrüstung
 
Benutzerbild von Peter_M
 
Beiträge: 2.718
Standard

Bei Ratlosigkeit einen Fachanwalt zu rate ziehen.
Mir sind die Kosten dann relativ egal, aber Betrügern scheXXXX ich auf den Kopf.
Peter_M ist offline  
Alt 18.05.2017, 19:29   #3
dj69
Hesse!

dj69's Ausrüstung
 
Benutzerbild von dj69
 
Beiträge: 1.397
Standard

Zitat:
Zitat von Peter_M Beitrag anzeigen
Bei Ratlosigkeit einen Fachanwalt zu rate ziehen.
Mir sind die Kosten dann relativ egal, aber Betrügern scheXXXX ich auf den Kopf.
Danke Peter, ja, daran hatte ich auch schon gedacht. Eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer ist wahrscheinlich witzlos und sinnlos obendrauf.
dj69 ist offline  
Alt 18.05.2017, 19:30   #4
Steffen1207
Thüringer im Exil

Steffen1207's Ausrüstung
 
Benutzerbild von Steffen1207
 
Beiträge: 8.252
Standard

Moin Dirk,

ist wirklich sehr ärgerlich das Ganze.

Jetzt, wo das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, ist die Idee von Peter wirklich gut. Anwaltskosten sollte die Rechtsschutzversicherung erstmal übernehmen.

Ansonsten ist es immer eine gute Idee, vor dem Gebrauchtwagenkauf im Rahmen der Probefahrt mal bei einem Sachverständigen vorbeizuschauen. Das hat mich auch schon mal vor einem Fehlkauf mit "großzügig" verschwiegenen Unfallschäden bewahrt. Und der Anbieter hat direkt eine Übergebraten bekommen. Von der Justiz. Wegen arglistiger Täuschung und Betruges. Denn schon der Versuch ist strafbar.
Steffen1207 ist offline  
Alt 18.05.2017, 19:41   #5
ekin06
waschechter Hobby-Knipser

ekin06's Ausrüstung
 
Benutzerbild von ekin06
 
Beiträge: 86
Standard

Wenn er sich wirklich sicher ist, würde ich als erstes ein Gutachten (DEKRA?) erstellen lassen und einen Anwalt aufsuchen. Oder anders herum . Eine Anzeige wäre noch eine Möglichkeit, aber am Ende muss auch bewiesen werden können, dass der Vorbesitzer wirklich vorsätzlich gehandelt hat, vom Schaden wusste und diesen beim Verkauf verschwiegen hatte.

Steht denn im Kaufvertrag "unfallfrei" oder "folgende Unfallschäden..."?
ekin06 ist offline  
Alt 18.05.2017, 20:17   #6
oz75
Moderator

oz75's Ausrüstung
 
Benutzerbild von oz75
 
Beiträge: 5.237
Standard

§123.1 BGB

https://dejure.org/gesetze/BGB/123.html

Du wärest im Erfolgsfall allerdings Deinen Wagen los.

Zitat:
Zitat von dj69 Beitrag anzeigen
als er den Wagen als unfallfrei anpries...
Angepriesen oder schriftlich im Vertrag festgehalten? Und wenn ja, welcher Wortlaut (Stichwort besten Wissen u. Gewissen)? Ersthalter?

Da auch nicht unwahrscheinlich wäre, dass der Verkäufer Dir den Vorschaden unterschieben wollte, kämest Du um einen Gutachter nicht umhin.
Und als Rechtslaie um einen Anwalt ebenfalls nicht.

Einfach wird das nicht.

Gruß,
Oz

P.S.: Alle "Tipps" ohne Gewähr.
oz75 ist offline  
Alt 19.05.2017, 08:20   #7
dj69
Hesse!

dj69's Ausrüstung
 
Benutzerbild von dj69
 
Beiträge: 1.397
Standard

Ich danke euch für die Infos.

Im Kaufvertrag steht: Der Verkäufer ... in der Zeit in der es sein Eigentum war, keine Unfallschäden hatte, keine sonstigen Beschädigungen hatte.

Weiter heißt es: Der Verkäufer erklärt, (soweit Ihm bekannt ist) dass das KFZ auch in der übrigen Zeit keine Unfallschäden und keine sonstigen Beschädigungen hatte.

Ich glaube das wird schwierig.
Ich gehe am Montag mal zum ADAC, vielleicht können die mich da was tiefgreifender Beraten? Oder einen Anwalt empfehlen? Mal sehen...

Wenn ich das Auto los wäre wäre das schon doof, habe schon eine Reparatur machen lassen, das Geld wäre dann wahrscheinlich weg.
Mein Ziel wäre eine Wertminderung und damit die Rückzahlung eines Teils des Kaufbetrages durch den Verkäufer...

Ach manno, was ein Mist...
dj69 ist offline  
Alt 19.05.2017, 19:35   #8
ekin06
waschechter Hobby-Knipser

ekin06's Ausrüstung
 
Benutzerbild von ekin06
 
Beiträge: 86
Standard

Wenn die Reparatur bereits durchgeführt wurde, wird es echt sehr schwer oder sogar unmöglich das nachzuweisen. Auch wenn evtl. Fotos existieren, kein Gutachter wird dir ein Foto begutachten. In dem Fall würde ich es wohl dabei bleiben lassen und mir die Kosten für Anwalt und Co. sparen. Denn die Chancen auf Erfolg sind nun deutlich gesunken, am Ende bleibst vermutlich auch wieder du auf den Kosten sitzen, da dem Verkäufer nichts nachgewiesen werden kann.

Die einzige Chance wäre jetzt noch eine Anzeige und dann eine damit verbundene Durchsuchung der Wohnung des Verkäufers um ggf. belastende Schreiben in Papier- sowie elektronischer Form (E-Mails, Fotos) zu finden. Bei dieser Indizienlage und dem Schadenswert von 1000€?, wird dir den Beschluss aber vermutlich kein Richter unterschreiben - da könnte ja jeder daherkommen. Es ist ein Versuch wert, aber Erfolg würde ich mir nicht versprechen. Dann kannst du dir nämlich vielleicht auch erstmal den Anwalt sparen und nur den Mechaniker der Werkstatt als Zeugen nennen.
ekin06 ist offline  
Alt 19.05.2017, 21:34   #9
Klaus-R
Moderator

Klaus-R's Ausrüstung
 
Benutzerbild von Klaus-R
 
Beiträge: 15.807
Rotes Gesicht

Hallo Dirk,

Unfallfreiheit kann (seriös) nur der Ersthalter eines Autos zusagen. Eine entscheidende Frage ist also, ob Du den Wagen aus erster Hand gekauft hattest?!

Wenn der Wagen mehr als einen Vorbesitzer hatte, ist es sowieso zwecklos, denn der Vorbesitzer muss nicht wissen, ob ein Auto vorher schon verunfallt war.

Wenn sich zwei Unfälle dann auch noch überlagern, ist alles Weitere nur eine sinnlose Bereicherung von Rechtsanwälten und Gutachtern, die Dir mit einiger Sicherheit nichts bringt.

Eine gebrochene Radhausauskleidung (auch Innenkotflügel genannt) hättest Du beim Kauf aber auch bemerken können. Beim nächsten Mal Taschenlampe und Spiegel benutzen. Immer auch auf Spaltmaße achten.

Zumindest mal Kopf hoch.... Wenn eine Pfuschreparatur zumindest so möglich war, dass Motorhaube, Stoßfänger uind Kotflügel sichtlich "gepasst" hatten, dann leigt mit einiger Sicherheit kein Rahmenverzug oder ein wirklich kapitaler Schaden vor.

Zu empfehlen ist also eine zeitwertgerechte Reparatur. Gerissene Innenkotflügel z.B. lassen sich recht gut mit aufgenieteten Lochblechstreifen instand setzen ... diverse Befestigungsteile können pfiffige Mechaniker selber
anfertigen oder gebraucht organisieren.
Lass Dich da mal vom "Mechaniker" deines Vertrauens beraten und pack die Sache in die Rubrik "nicht zu ändern" oder "es gibt sicher Schlimmeres".

Leider gibt's Betrüger ... aber .... das Leben ist oft gerecht .... der Typ wird auch noch betrogen werden!

Grüße und gute Fahrt mit dem Auto

Klaus
Klaus-R ist offline  
Alt 20.05.2017, 09:21   #10
dj69
Hesse!

dj69's Ausrüstung
 
Benutzerbild von dj69
 
Beiträge: 1.397
Standard

Ich danke Euch für die Unterstützung, Johannes und Klaus.

Das Auto ist nicht aus erster Hand, bei 13 Jahren auch fast unvermeidlich. Der Verkäufer ist ein Privatmann und kein Händler. Die Schäden sind wie schon beschrieben nicht so krass, der Rahmen ist gerade und auch sonst ist die Grundstruktur des Autos gut. Es betrifft wohl nur den Vorbau und da Halter, Verschraubungen, Ösen, Abdeckungen und halt ärgerlicherweise die Lampen, an denen verschiedene Halter Abgebrochen sind.
Da ich ja nun aber auch einen Schaden am Vorbau verursacht habe, nämlich die Stoßstange rechts abgerissen habe, wird das sicherlich sehr schwierig.

Was mich halt sehr enttäuscht ist folgendes, als ich das Auto gekauft habe hatte ich gerade eine heftige OP hinter mir. Ich konnte kaum laufen, nur mit Krücken, mich nicht bücken und schon garnicht auf dem Boden rumkriechen und in irgendwelche Radkästen schauen. Ich brauchte dringend ein Fahrzeug mit Automatik um zum Arzt und zur Reha und zur Physio zu kommen, dem Verkäufer war das bekannt, er hat, wenn er denn von dem Schaden wusste (man muss ja hier im Zweifel auch davon ausgehen er wusste es nicht), meine Notlage ausgenutzt. So fühlt es sich jedenfalls gerade an...

Ich gehe kommende Woche zum ADAC und höre mal was die so sagen.
dj69 ist offline  
Alt 20.05.2017, 11:08   #11
muezin
Exilbayer in Hessen

muezin's Ausrüstung
 
Benutzerbild von muezin
 
Beiträge: 2.542
Standard

Hallo Dirk,
Ich wünsche Dir viel Erfolg!
muezin ist offline  
Alt 20.05.2017, 11:57   #12
oz75
Moderator

oz75's Ausrüstung
 
Benutzerbild von oz75
 
Beiträge: 5.237
Standard

Zitat:
Zitat von dj69 Beitrag anzeigen
Im Kaufvertrag steht: Der Verkäufer ... in der Zeit in der es sein Eigentum war, keine Unfallschäden hatte, keine sonstigen Beschädigungen hatte.

Weiter heißt es: Der Verkäufer erklärt, (soweit Ihm bekannt ist) dass das KFZ auch in der übrigen Zeit keine Unfallschäden und keine sonstigen Beschädigungen hatte.

Ich glaube das wird schwierig.
Ja, sehr schwierig - da es bei der Sachlage kaum nachzuweisen sein wird, dass er ("Dein Verkäufer") als Privatperson nicht ebenso arglos wie Du das Fahrzeug vom entsprechenden Vorbesitzer gekauft hat. Die o.g. Formulierung ist ein Disclaimer. Und es kann -wirklich- sein, dass der Vorbesitzer nichts davon wusste.

Was die Option des Anzeigens betrifft:
Sofern die Faktenlage nicht erdrückend ist, wird der Staatsanwalt das Ganze mit einem Fünfzeiler abschmettern.

Anwälte:
Nun gut - die Leben davon. Also vom Geld, dass Du ihnen geben wirst. Von den Gutachtern ganz zu schweigen, die Du brauchen wirst, um Altschäden von den von Dir verursachten Neuschäden zu unterscheiden.

ADAC:
Die Leute können sicher Anwälte empfehlen. Umsonst wird der ADAC das Problem auch nicht -technisch- bewerten.

Ein Gebrauchtwagencheck (sehr empfehlenswert) kostet etwa 100€. Bei echten Schadensgutachten läuft man in ganz andere Regionen.

-----------

Meine Empfehlung:
Mach lieber Deinen Frieden mit der Sache, als Dich darüber zu zerreiben. Auch damit, dass es Dich in einer dummen Situation ereilte.
Warst Du vor der Entdeckung der Angelegenheit mit dem Auto zufrieden? Fuhr es gut? Wenn ja, schau einfach nach vorne. Das nächste Mal dann mit Gebrauchtwagencheck...

Was die 1000€ betrifft:
Besorg' Dir doch Gebrauchtteile. So kostet z.B. eine Radhausverkleidung in der Bucht irgendetwas zwischen 15 und 30 Euro. Bei so einem Schmutzartikel kommt es wirklich nicht auf Neuware an. Das ließe sich ggf. auch auf andere Teile ausweiten, so dass hierdurch die Reparatur zeitwertgerecht (13 J. altes Auto) und ökonomischer erfolgen könnte.

Gruß und viel Erfolg beim ADAC,
Oz
oz75 ist offline  
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Forum Kaputt??? Seebär Harry Offtopic Forum 15 20.04.2017 19:56
Kaputt Andi Makro 13 27.11.2015 08:26
Stativ kaputt Lithops Digitalkamera Objektive & Zubehör 14 21.06.2014 21:52


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 13:03 Uhr.


vBulletin® 2000-2010, Jelsoft Enterprises Ltd.

SEO by vBSEO 3.6.0 ©2011, Crawlability, Inc.