escho
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Wißt ihr, was ich für ein Problem habe, wenn ich in der Nacht raus gehe, Sterne gucken? Ich kenn die Sternbilder nicht, geschweige denn die Namen der Sterne. Num gut, den Großen Wagen, Kassiopeia und Orion bekomme ich noch hin, das wars dann aber schon. Und da kann ich Literatur wälzen, so lange ich will und dabei in den Himmel schauen, ich kriegs nicht hin.
So beschloss ich vor ein paar Monaten, mir meine eigenen Sternkarten zu fotografieren und die Sternbilder rein zu malen.
Ein erster zögerlicher Versuch brachte mir den Himmel etwas näher und bestärkte mich in meinem Vorhaben. Dannn kam der zweite Versuch:
Es war am 22. April im Jahre des Herrn 2015, mitten in der Nacht. Ich schnappte mir mein Fahrrad und radelte, den Fotorucksack auf dem Rücken, die Straßen und Feldwege rundherum ab. Ich suchte einen so richtig dunklen Ort, an dem mich keine Staßenlaternen beim Sternegucken stören würden. Und was soll ich euch sagen? Ich fand keinen. Also platzierte ich mein Fotostativ mit der Kamera unten am Main-Donau-Kanal. Um 1 Uhr schalteten in der Stadt die Straßenlaternen ab, die Neonreklamen der Supermärkte leuchteten aber weiter. Und hinter den Baumwipfeln sah man den Lichtschein der umliegenden Dörfer. Egal, ich wollte den zweiten Versuch starten. Ich wollte ein Pano vom Sternenhimmel haben.
8 Aufnahmen brauchte ich für die erste Reihe des Panos, für die zweite nochmal 8 und für den Zenit 2 Stück, alle Bilder mit großer gegenseitiger Überschneidung. Eigentlich waren es noch mehr Bilder, denn ich nahm pro Position 5 Rohbilder zum Stapeln auf und nochmal ein paar Darkframes.
Kamera war die 6D, Belichtungszeit 5 Sekunden, ISO 3200, Blende ganz offen auf f/4, Brennweite 26mm
Nachdem alles im Kasten war, es war inzwischen halbdrei in der Früh, machte ich auf den Heimweg. Nach ein paar Stunden Schlaf gings an die Bildbearbeitung.
Die jeweils 5 Rohbilder pro Kameraposition stapelte ich mit fitswork und ließ dabei das masterdark abziehen, das ich aus den darkframes gebastelt hatte. Die Ergebnisse speicherte ich als tiff. Nun hatte ich also 18 tiffs, die zu einem Pano gestitched werden wollten. Vorher mußten diese 18 Aufnahmen aber noch etwas verfeinert werden, um die Sternbilder besser erkennbar zu machen.
Ich jagte jedes dieser 18 Bilder durch einen Gaussßschen Unschärfefilter. Dadurch wurden die helleren Sterne aufgepumpt, also stärker betont. Diese aufgepumpten Bilder addierte ich zu den scharfen Ursprungs-tiffs. Und nun endlich durfte Hugin ein Pano aus dem Ganzen bauen.

Das war mein erster richtiger Panoversuch. Ich zeig ihn, Stitching- und Belichtungsfehler inbegriffen. Das Originalpano hat übrigens eine Seitenlänge von über 7000 Pixel.
Ist viel zu sehen auf dem Pano, außer den Fehlern natürlich, fast schon zu viel. Die Sternbilder gehen im Gewimmel der anderen Sterne fast unter. Das werd ich wohl noch optimieren müssen...
(Fortsetzung folgt)
Edgar
So beschloss ich vor ein paar Monaten, mir meine eigenen Sternkarten zu fotografieren und die Sternbilder rein zu malen.
Ein erster zögerlicher Versuch brachte mir den Himmel etwas näher und bestärkte mich in meinem Vorhaben. Dannn kam der zweite Versuch:
Es war am 22. April im Jahre des Herrn 2015, mitten in der Nacht. Ich schnappte mir mein Fahrrad und radelte, den Fotorucksack auf dem Rücken, die Straßen und Feldwege rundherum ab. Ich suchte einen so richtig dunklen Ort, an dem mich keine Staßenlaternen beim Sternegucken stören würden. Und was soll ich euch sagen? Ich fand keinen. Also platzierte ich mein Fotostativ mit der Kamera unten am Main-Donau-Kanal. Um 1 Uhr schalteten in der Stadt die Straßenlaternen ab, die Neonreklamen der Supermärkte leuchteten aber weiter. Und hinter den Baumwipfeln sah man den Lichtschein der umliegenden Dörfer. Egal, ich wollte den zweiten Versuch starten. Ich wollte ein Pano vom Sternenhimmel haben.
8 Aufnahmen brauchte ich für die erste Reihe des Panos, für die zweite nochmal 8 und für den Zenit 2 Stück, alle Bilder mit großer gegenseitiger Überschneidung. Eigentlich waren es noch mehr Bilder, denn ich nahm pro Position 5 Rohbilder zum Stapeln auf und nochmal ein paar Darkframes.
Kamera war die 6D, Belichtungszeit 5 Sekunden, ISO 3200, Blende ganz offen auf f/4, Brennweite 26mm
Nachdem alles im Kasten war, es war inzwischen halbdrei in der Früh, machte ich auf den Heimweg. Nach ein paar Stunden Schlaf gings an die Bildbearbeitung.
Die jeweils 5 Rohbilder pro Kameraposition stapelte ich mit fitswork und ließ dabei das masterdark abziehen, das ich aus den darkframes gebastelt hatte. Die Ergebnisse speicherte ich als tiff. Nun hatte ich also 18 tiffs, die zu einem Pano gestitched werden wollten. Vorher mußten diese 18 Aufnahmen aber noch etwas verfeinert werden, um die Sternbilder besser erkennbar zu machen.
Ich jagte jedes dieser 18 Bilder durch einen Gaussßschen Unschärfefilter. Dadurch wurden die helleren Sterne aufgepumpt, also stärker betont. Diese aufgepumpten Bilder addierte ich zu den scharfen Ursprungs-tiffs. Und nun endlich durfte Hugin ein Pano aus dem Ganzen bauen.

Das war mein erster richtiger Panoversuch. Ich zeig ihn, Stitching- und Belichtungsfehler inbegriffen. Das Originalpano hat übrigens eine Seitenlänge von über 7000 Pixel.
Ist viel zu sehen auf dem Pano, außer den Fehlern natürlich, fast schon zu viel. Die Sternbilder gehen im Gewimmel der anderen Sterne fast unter. Das werd ich wohl noch optimieren müssen...
(Fortsetzung folgt)
Edgar





