Ach du meine Güte, rotwerd


, Vielen Dank!!
In der Tat ist da ein Teleskop davor, ED Linsenteleskop mit 120mm Durchmesser und 900mm Brennweite.
Theoretisch sollte das tatsächlich mehr Details zeigen können als übliche Teleobjektive.
Aber selbst in so einer grandiosen Nacht war die Luftunruhe nicht gänzlich verschwunden, wenn ich mir die ungeschärften Rohbilder vergößere würde ich mal schätzen, dass von Pixel zu Pixel etwa 25% Kontrast möglich waren, also ungefähr die Hälfte des maximal möglichen.
Mit nem guten 3/400 oder 5.6/400 Teleobjektiv plus gutem Konverter sollten ähnlich viele Details möglich sein, solang man nicht mehr als eine Blende fürs Optimum abblenden muss.
Montiert war das Teleskop auf einer (billigen und nicht sehr genauen) so genannten Montierung mit motorisierten Nachführung, auch das ist wenn der Mond ganz im Süden steht nicht nötig, da dann fast nur waagrechte Bewegung vorhanden ist und ein üblicher Stativkopf mit Panoramafunktion völlig ausreicht.
Die Einzelaufnahmen werden gestackt, ein Programm sucht also eine wählbare markante Stelle in allen Bildern, richtet sie aus dass diese Stelle immer an gleicher Stelle ist und mittelt dann jeden Pixel aus dem Stapel an Bildern.
Programme die das mehr oder weniger automatisch können sind z.B. RegiStax, Giotto und Fitswork, es geht aber auch mit Ebenenprogrammen wie Gimp und vermutlich auch mit Photoshop.
Beim Mitteln steigt der Signal-Rauschabstand, man erzeugt praktisch ein Bild mit geringerer ISO Empfindlichkeit und kann dieses auch stärker bearbeiten. Man braucht auch keine Rauschfilter über die Bilder legen, da jeder Pixel einzeln entrauscht wird.
Dieses Verfahren ist auch sinnvoll einzusetzen, wenn kein Blitz und Stativ möglich ist, z.B. Museen
Bearbeitung der Einzelbilder:
Kontrast und Sättigungsregler auf Anschlag (Weißabgleich ist dann sehr sensibel),
Starke Schärfung mit kleinem Radius (Artefakte vom Übertreiben werden beim stacken natürlich auch sauber gemittelt),
Alle Rauschregler deaktiviert ,
Helligkeit so, dass im Histogramm nichts ausbrennt oder absäuft.
Alle Bilder als 16Bit Tiff in ein separates Verzeichnis speichern.
Alignen und Stacken:
ist in jedem Programm etwas anders,
in Fitswork gehts so:
Fitswork.jpg
Das Summenbild das hinten rauskommt ist durch Luftflimmern erstmal wieder unschärfer als die vorherigen Einzelbilder, aber der Rauschpegel ist äußerst gering.
Obiges Bild wurde lediglich in Irfan noch dreimal geschärft und dann verkleinert.
Das wars.
Servus,
Andreas