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Mit großer Knipse und schnellem Objektiv ist man nicht zwingend ein Profi...

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Alt 08.10.2015, 14:54   #1
muezin
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Standard Mit großer Knipse und schnellem Objektiv ist man nicht zwingend ein Profi...

Wie ziemlich alle hier bin ich natürlich auch immer am Lesen bezüglich Gallerien, auf die in den üblichen Online-News-Portalen verwiesen wird.
So wie 'Fotograf BlaBla war in BlaBla...' usw.

Was mir hier schon länger negativ aufstößt ist:
Da sieht man dann Fotos von sogenannten Profis, die selbstverständlich fast immer mit einem sehr lichtstarken Objektiv offenblendig mit einer Kleinbildkamera (ich mag den Ausdruck "Vollformat" nicht ) gemacht werden, um den Wow-Effekt zu erzielen, aber ansonsten scheint nicht so wirklich viel dahinter zu sein.

Heutiges Beispiel: Leben auf Hausbooten vor Sausalito
Ich meine - das sind schöne Fotos, die schon einen gewissen wow-Effekt haben, aber wenn man sie näher ansieht, dann denkt man "Die hat ein Diploma in Visual Communication"?
Bilder sind schief (#13) oder die Hauptmotive heftigst im Zentrum angeordnet bzw. die Bildaufteilung ist - sagen wir mal ich verstehe sie nicht wirklich... Wenn die Freistellung nicht so gut passen würde, dann wären die Bilder - naja... so lala...

Da hab ich das Gefühl hier im Forum mehr zu lernen, als man bezüglich Fotografie in der University of Fine Arts (HfbK),Hamburg lernt (http://www.bentestachowske.de/about/)

Ich will jetzt nicht konkret diese Bilde be- oder ansprechen, sonder nur die Thematik: "Ich hab eine Vollformatcam mit krass schnellem Objektiv deswegen bin ich jetzt konkret Profi"

Sorry - aber das musste mal raus...
Wem geht's noch so?
muezin ist offline  

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Alt 08.10.2015, 17:12   #2
Gefisa
Ewiger Anfänger

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Dito

Ich habe "Photographen" getroffen die dann mit einer Kamera der ganz oberen Klasse, und einem 70-200 2.8 Profi Objektiv angetreten sind, mit 2 x Converter. Die haben mich dann ganz komisch angelächelt ... mich mit der Wundertüte.
Ich habe meine Kombination ohne Probleme minutenlang im Anschlag gehalten und gewartet bis der Reiher aufflog. Sie allerdings haben zwischendurch immer absetzen müssen das die Kombi ihnen doch zu schwer war.
Ich habe meine Bilder ohne Problem auf dem Bildchirm der Kamera gezeigt.... sie dann aber doch nicht.
Vereinzelte wussten nicht mal wie das geht. und immer schön im automatik modus haben Sie geknipst. Wahrscheinlich wussten einige auch nicht wie man die Kamera überhaupt einstellt ...

Oft haben aber auch die Leute draussen eine falsche Auffassung.
Wie oft habe ich schon gehört: "Wow deine Bilder sind super. Du hast bestimmt eine sehr sehr teure Kamera "

Schmecken die Kartoffel denn etwa viel besser wenn sie in einem sehr sehr teuren Topf gekocht wurden ??

Bei unseren französischen Nachbarn gibt es ein Sprichwort :" l'habit ne fait pas le moine " ... was übersetzt soviel heist wie " Die Kleidung mach noch lange nicht den Mönch " oder in unserem Falle könnte man es so sagen : "Eine gute /teure Kamera macht aus dir noch lange keinen Profiphotografen "

In diesem Sinne ....
Gefisa ist offline  
Alt 08.10.2015, 17:21   #3
Janni
Botschafter d. Bierkultur

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Hallo Günther

"Mit großer Knipse und schnellem Objektiv ist man nicht zwingend ein Profi..."

Nee, sicherlich nicht und sehe ich genauso
Nur weil man im Besitz solcher Dinge ist muss man noch lange keine guten Bilder produzieren oder
als Profi bezeichnet werden.
Diese Bezeichnung sagt man meiner Meinung nach nur zu anderen Leuten und nicht zu sich selber.
Die Bezeichnung "Profi" ist eigentlich auch nicht geschützt und so kann sich notfalls auch jeder
selber "betiteln" (würde ich aber selber zu mir z.B. nicht sagen)


Wie ich einen Profi in Bezug auf das Fotografieren sehe oder was für mich einen Profi ausmacht
(wenn ich das Wort mal benutzten sollte)
:

- Jemand der sich z.B. mehr als das üblich Maß mit diesem Hobby beschäftigt und vielleicht nicht
nur am Wochenende knipsen geht

- Jemand der über einige Jahre viel Erfahrung und Hintergrundwissen über Fotografie besitzt und
auf fast jede Frage zur Fotografie auch Antworten kennt

- Jemand der sich gut mit EBV auskennt und weiss wie er Bilder bearbeitet, bzw. wie man welches
EBV-Werkzeug für welchen Zweck anwendet, denn die EBV, bzw. RAW-Entwicklung gehört zur "Digi-
talen Fotografie" dazu


- Jemand der sein Werkzeug (Kamera) kennt und weiss was sie in bestimmten Situationen macht,
bzw. wie die unterschiedlichen Einstellungen funktionieren und was sie genau bewirken damit man
sich z.B. an die unterschiedlichsten Szenarien und Lichtsituationen schnell anpassen kann



Das sind alles nur 4 Punkte, da könnte ich vielleicht auch noch ein paar mehr nennen wenn ich länger
überlegen würde
Nur weil jemand vielleicht sein Geld damit verdient ist er für mich noch lange kein Profi.....sieht man
oft an den Bildern der sog. angeworbenen "Profifotografen" die auf Konfirmationen oder ähnl. Familien-
feiern ihre Bilder machen

Durch sehr offenblendige Objektive die ein Motiv durch starke Hintergrundschärfe sehr gut freistellen
meint der Laie vermutlich das das nur ein Profi hinbekommt und weiss oft garnicht was genau das Bild
ausmacht oder erkennt diesen Unschärfeeffekt vielleicht garnicht bewusst










Gruss
JAN
Janni ist offline  
Alt 08.10.2015, 18:05   #4
Waldschrat
ambitionierter Amateur ;)

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Hallo Günther!

Als Thema lese ich da ungefähr heraus, dass Wissen, Fähigkeiten, Erfahrung,
usw., und wie Jemand sich der Welt präsentiert, oft nicht unbedingt
positiv miteinander korrelieren.
Ich glaube, dieses Phänomen ist extrem weit verbreitet, und nicht auf Fotografie beschränkt.


Musste auch sofort wieder an einen meiner VHS-Kurse denken. Der Dozent
gab glaubhaft vor, mit Fotografie seit Jahrzehnten einen sehr ordentlichen
Lebensstandard zu verdienen. Er jettet um die Welt, und knipst "Reisefotografie".

Zu hören bekamen wir im Kurs unter anderem Folgendes:
- Bilder müssen heutzutage nicht mehr "entwickelt" werden, denn sie
kämen ja schon fertig aus der Kamera.
- Ein Stativ behindere nur, und sei auch für Panoramafotografie überhaupt nicht mehr nötig.
- Polarisationsfilter würden alle von der Firma "Käsemann" hergestellt.

...und viel mehr ähnlicher Käse...

Meine Lust, zu weiteren VHS-Veranstaltungen mit diesem Dozenten zu
gehen, ist natürlich NULL.

Grüße vom Waldschrat!





_
Waldschrat ist offline  
Alt 08.10.2015, 18:44   #5
Peter_M
Bayer mit X-Trans

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Sorry Günther,

ich muss dir einfach mal ansagen was da draußen los ist in der großen, weiten Welt.

Zitat:
Zitat von muezin Beitrag anzeigen
Da sieht man dann Fotos von sogenannten Profis, die selbstverständlich fast immer mit einem sehr lichtstarken Objektiv offenblendig mit einer Kleinbildkamera (ich mag den Ausdruck "Vollformat" nicht ) gemacht werden, um den Wow-Effekt zu erzielen, aber ansonsten scheint nicht so wirklich viel dahinter zu sein.
Die voll krass schnellen Objektive hatte ich schon immer. Selbst mein 18-105 war auf meinem Mopped schon mit 260 km/h dabei. Geht alles.

Es gibt einen gewissen Freistellwahn das gebe ich gerne zu. Es gibt Bilder da passt das auch aber wenn ich 2miillllionsdte freigestellte Rose sehe dann kommt das Gähnen oder das grausen vor der nächsten freigestellten Rose.
Klaus war da schon immer einen Schritt voraus und baut dir per EBV aus einer 32er Blende den Eindruck einer 1er. Das kann die moderne Software inzwischen locker und wer glaubt das zu erkennen glaubt auch an den Osterhasen.

Schon mal gesehen wenn einer mit seiner krassen Vollformater am Müllerautomaten steht und die Karte einschiebt und sich seine Bilder entwickelt?

Hat dich schon mal einer im Vertrauen gefragt warum das vordere Rädchen an der krassen Kamera nicht geht und du siehst das bei dem Ding der Deppenautomat eingeschaltet ist?


Zitat:
Heutiges Beispiel: Leben auf Hausbooten vor Sausalito
Ich meine - das sind schöne Fotos, die schon einen gewissen wow-Effekt haben, aber wenn man sie näher ansieht, dann denkt man "Die hat ein Diploma in Visual Communication"?
Ich bin nicht beeindruckt, löst gar nichts aus, ist eine Reportage mit Reportageaufnahmen. Wetten das kann bei diesen Motiven jeder und eine deutlich höhere Tiefenschärfe hätte dem einen oder anderem Bild richtig gut getan um den Raum besser zu erfassen.


Zitat:
Ich will jetzt nicht konkret diese Bilde be- oder ansprechen, sonder nur die Thematik: "Ich hab eine Vollformatcam mit krass schnellem Objektiv deswegen bin ich jetzt konkret Profi"
Quatsch! Profi ist man dann wenn man von dem Zeug leben kann oder muss. Profi hat hier wenig mit der Qualität der Fotos zu tun sondern mit der Quantität des Geldes das man dafür bekommen kann. Deshalb muss sich jeder bestmöglich verkaufen auch wenn die Versprechen dann in der Realität eher Versprecher sind.
Eigentlich dürften dann Profikameras nur mit Gewerbenachweis zu erstehen sein und dabei kann Hinz und Kunst solche Dinger teilzahlen.

Prinzipiell solltest du das entspannter sehen, du weißt was du kannst und du siehst was andere können und dann wird es schnell relativ einfach.
Peter_M ist offline  
Alt 08.10.2015, 19:30   #6
Robert
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'Profi' heißt ja doch im Wortsinne wirklich nur und nix anderes als dass der Fotograf im Sinne der Ausübung eines Berufes seine Bröchen damit verdient (mehr oder weniger genügend) - das heißt übrigens auch noch lange nicht, dass dessen Bilder automatisch gut wären

Wer sich sonst gerne als Profi sieht? Ja nun: wenn sie/er Spaß dran haben ...
Robert ist offline  
Alt 09.10.2015, 11:59   #7
muezin
Exilbayer in Hessen

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Vielen Dank für eure Gedanken zu dem Thema.
Einige haben ja meine Bedenken/Gedanken bestätigt, aber Peter hat mir schöne Denkanstöße gegeben

Zitat:
Zitat von Peter_M Beitrag anzeigen
...
Quatsch! Profi ist man dann wenn man von dem Zeug leben kann oder muss. Profi hat hier wenig mit der Qualität der Fotos zu tun sondern mit der Quantität des Geldes das man dafür bekommen kann. Deshalb muss sich jeder bestmöglich verkaufen auch wenn die Versprechen dann in der Realität eher Versprecher sind.
Eigentlich dürften dann Profikameras nur mit Gewerbenachweis zu erstehen sein und dabei kann Hinz und Kunst solche Dinger teilzahlen.

Prinzipiell solltest du das entspannter sehen, du weißt was du kannst und du siehst was andere können und dann wird es schnell relativ einfach.
Da hast Du Recht Peter!
Fotografieren und fotografieren lassen

Ich würde nach euren Gedanken auch einen Profi, neben den Punkten, die Janni genannt hat, vor allem dadurch definieren, daß derjenige davon Leben kann. Nicht nur anhand der Qualität...

Und wenn jemand halt tolle Motive vor die Linse bekommt und davon Fotos - wenn auch in unseren Augen nicht so tolle - macht und davon leben kann, dann ist ja prinzipiell alles in Ordnung

Ich finde es nur ziemlich schade, daß so jemand, der z.B. sehr viel reist um tolle Motive zu haben, das Fotografieren nur durch die Ausrüstung auf das Profilevel zu heben versucht, sich aber anscheinend nicht so viel mit der Fotografie auseinandersetzt, wie wir (oder besser ich ) das haben wollen würde...

Aber stimmt schon - soll jeder machen wie er will, wenn er damit noch Geld verdient - um so besser. Gehört ja auch immer der dazu, der das Geld zahlt

In diesem Sinne: Auf zum nächsten Motiv
muezin ist offline  
Alt 09.10.2015, 16:02   #8
Towy
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Ich kann mich erinnern, wie einer (anderes Forum bei den Spiegellosen) groß getönt hat, dass er zu den ersten gehöre, die von Fuji eine Demokamera bekommen hätten und er seine Profi-Aufnahmen zur Verfügung gestellt hätte. Dann folgten noch Aufnahmen einer Reise in den Norden.

Man waren die Aufnahmen Müll ... Das hat er aber auch deutlich zu hören bekommen. Damit war in einem engagierten Forum kein Blumentopf zu gewinnen. Es halten sich ja einige hartnäckig für die Größten (und sind doch eher kleine Leuchten). Egal - jeder darf sich auf seine eigene Weise blamieren.

Mein Anspruch an ein Foto hat - gerade in einem Forum - damit zu tun, den Betreffenden vor seinem jeweiligen Wissenshintergrund (bzw. meiner Einschätzung dessen) zu beurteilen. Wenn einer meint den Profi rauskehren zu wollen, dann muss er ggf. mit härterer Kritik leben.

Die gezeigten Foto Deines Links finde ich als Reportage-Fotos ansprechend. Ich denke aber auch, dass wir das ebenso hinbekommen hätten. Respekt allerdings, so auf die Leute zuzugehen.

JG Jens
Towy ist offline  
Alt 09.10.2015, 19:04   #9
Peter_M
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Vielleicht hilft auch dieses Video wie Voll so ein Format eigentlich ist. Viel Spaß

https://www.youtube.com/watch?v=PHYidejT3KY
Peter_M ist offline  
Alt 09.10.2015, 19:19   #10
muezin
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Zitat:
Zitat von Peter_M Beitrag anzeigen
Vielleicht hilft auch dieses Video wie Voll so ein Format eigentlich ist. Viel Spaß

https://www.youtube.com/watch?v=PHYidejT3KY
Sehr geil- selten so gelacht!

"If you wanna do the competition - blllbrrr...."
muezin ist offline  
Alt 09.10.2015, 20:10   #11
Waldschrat
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Schweinegeil!
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Alt 09.10.2015, 20:31   #12
Steffen1207
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Jou,

vielleicht sagt jetzt auch der Letzte zum Vollformat nicht mehr Vollformat (dieser Begriff ist genau so unsinnig wie z.B. Full-HD ) , sondern nennt dieses Format wieder so, wie es über Jahrzehnte in der Prädigigitalära hieß: Kleinbild. Trifft es doch am besten, oder?
Steffen1207 ist gerade online  
Alt 09.10.2015, 20:36   #13
Waldschrat
ambitionierter Amateur ;)

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Ick brauch dringend einen Zeigestock zum Unterrichten.
Waldschrat ist offline  
Alt 09.10.2015, 20:53   #14
oz75
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Zitat:
Zitat von Peter_M Beitrag anzeigen
Vielleicht hilft auch dieses Video wie Voll so ein Format eigentlich ist. Viel Spaß

https://www.youtube.com/watch?v=PHYidejT3KY
Danke! Der ziegenbärtige Rutenschwinger bringt es witzig auf den Punkt.

Wir wissen jetzt: Auf die Größe kommt es nicht an.

Und noch etwas - auch wenn es sich vielleicht noch nicht in der ganzen Photo(foren)welt herumgesprochen hat (bei uns natürlich schon ):

Auf den Preis kommt es erst recht nicht an.

Hervorragendes Photoequipment war noch nie so erschwinglich und so leistungsfähig wie heute.

In diesem Sinne viel Spaß...
Oz
oz75 ist offline  
Alt 09.10.2015, 21:08   #15
Steffen1207
Thüringer im Exil

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Zitat:
Zitat von oz75 Beitrag anzeigen
Hervorragendes Photoequipment war noch nie so erschwinglich und so leistungsfähig wie heute.
So ist es! Genau das durfte ich gerade erst (mal wieder) feststellen.
Steffen1207 ist gerade online  
Alt 10.10.2015, 18:26   #16
Waldschrat
ambitionierter Amateur ;)

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Güther, die von Dir hinterfragte Seltsamkeit gibt es glaube eigentlich in
jedem Lebensbereich.
Ein engagierter Amateur wird einen "Profi"
letztlich immer übertrumpfen.

Das hat denke ich einerseits was mit der Motivation zu tun. Ein Amateur
ist intrinsisch (von innen heraus) daran interessiert, außergewöhnliche
Dinge zu tun, die Grenzen zu erkunden, ganz besonders gut zu sein. Zeit
spielt keine Rolle. Wenn vorhanden, spielt auch Geld keine Rolle. Letztlich
geht es wohl immer um das maximale Ergebnis, ein gutes Gefühl, das
Erleben von "im Fluss sein", die Lust am Lernen und Neuem erkunden.

Ganz anders Jemand, der mit einem Tun sein Geld verdient. Diese
extrinsische Motivation: "muss verdienen...", verändert schon
komplett die Ausgangslage. Es gibt einen klaren Zeitrahmen. Es gibt eine
Notwendigkeit. Es gibt evtl. sogar Unlustgefühle bei der Tätigkeit. Profi
sein heißt eben auch, mit möglichst wenig Aufwand an Zeit und Resourcen
ein noch genügendes Ergebnis abzuliefern, und zu hoffen, dass das Kunden
nicht auffällt, bzw. das man trotzdem noch geradeso die Konkurrenz
"outperformt".

Ist natürlich etwas plakativ überzogen, und sicher gibt es Amateure, die
nicht immer den "letzten Kick" suchen und Profis, die ehrlichen Spaß an
ihrem Tun haben...


Soweit aus der Rubrik: Der Waldschrat erklärt die Welt...


Schönes Wochenende Euch!




_

Geändert von oz75 (10.10.2015 um 19:09 Uhr). Grund: intinsisch -> intrinsisch :)
Waldschrat ist offline  
Alt 11.10.2015, 10:50   #17
Janni
Botschafter d. Bierkultur

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@Waldschrat
Fand diese Erklärung aus der Rubrik "Waldschrat erklärt die Welt"
auch sehr gut und sehr zutreffend beschrieben









Gruss
JAN
Janni ist offline  

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